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EU-Kommissarin will Neustart: Millioneninvestition durch EU konnte Piraterie nicht stoppen

Der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda zufolge haben die Investitionen rund um das Urheberrecht lediglich dazu geführt, dass die Anwender Copyright hassen. Die Piraterie konnte dadurch hingegen nicht eingedämmt werden.

Der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda zufolge haben die Investitionen rund um das Urheberrecht lediglich dazu geführt, dass die Anwender Copyright hassen. Die Piraterie konnte dadurch hingegen nicht eingedämmt werden.

Auf der Konferenz "Forum d'Avignon" meinte EU-Kommissarin Neelie Kroes, dass das Copyright-System eine Überarbeitung benötige, damit die digitale Piraterie erfolgreich bekämpft werden könne.

Kroes dazu: "Ist das aktuelle Urheberrechtssystem das richtige und einzige Werkzeug, um unsere Ziele zu erreichen? Ich befürchte, nein. Wir müssen die Piraterie weiterhin bekämpfen, aber die rechtliche Durchsetzbarkeit wird immer schwieriger. Die Millionen Dollar die investiert wurden, um das Urheberrecht durchzusetzen, konnten die Piraterie nicht eindämmen. Bürger hören das Wort Urheberrecht und verachten zusehends, was sich dahinter verbirgt. Leider sehen viele in dem derzeitigen System ein Instrument zur Bestrafung und Vorenthaltung und nicht ein Instrument der Anerkennung und Belohnung."

Was ist also die Lösung? Laut Kroes muss noch mal von vorne begonnen werden, mit "dem Künstler im Zentrum. Nicht nur im Zentrum des Urheberrechts sondern auch in jenem der gesamten Kulturpolitik".

Kroes betonte auf der Konferenz außerdem, dass mehr Flexibilität benötigt werde und nannte das derzeitige System die "Zwangsjacke eines einzigen Modells".

Kroes spricht in ihrer Rede aktuelle Probleme an, mit der die Branche hart zu kämpfen hat, allerdings bietet die EU-Kommissarin keine konkreten Lösungsvorschläge. Angesichts von Streaming-Diensten wie Spotify stellt sich die Frage, was die Unterhaltungsbranche als Nächstes plant.

TechRadar / Tech Radar