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Soziales Netzwerk: Facebook vermittelt jetzt Jobs - aber will man das wirklich?

Wer einen neuen Job sucht, kann das nun direkt bei Facebook tun. Auch Arbeitgeber finden so schnell Bewerber. Doch leider hat die Sache nicht nur einen Haken.

Facebook Mark Zuckerberg

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will nun auch Jobs vermitteln

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ist aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Sie finden dort Nachrichten und Unterhaltung, behalten das Leben der Freunde im Blick und verabreden sich. Und bald finden dort wohl auch immer mehr einen Job. Mit "Jobs on Facebook" hat der Konzern in den USA schon letztes Jahr begonnen, Arbeitssuchende und Unternehmen zusammenzubringen. Seit kurzem ist der Dienst auch in Deutschland gestartet.

Auf den ersten Blick macht das Angebot durchaus Sinn. Vor allem kleine, lokale Firmen stehen vor einem Dilemma: Früher inserierte man ein Jobangebot einfach in der Lokalzeitung, heute wird die vor allem von jungen Leuten kaum noch gelesen. Andererseits wissen auch viele Jobsuchende gar nicht mehr, wo genau sie sich am besten über offene Stellen in ihrer Nähe informieren sollen. In großen Portalen gehen kleine Firmen schnell unter. Hier will Facebook ansetzen. Man wolle vor allem lokale und regionale Betriebe sowie mittelständische Unternehmer und Handwerker unterstützen, erklärte das Unternehmen in einem Blogpost.

Was steckt hinter den Facebook-Jobs?

Tatsächlich wirkt das Angebot auf den ersten Blick sehr einfach: Mit wenigen Klicks haben Unternehmen eine kostenlose Stellenanzeige geschaltet, die auf der eigenen Facebook-Seite erscheint. Dort kann sie von allen Fans der Seite geteilt werden. Zudem erscheint die Meldung in einem Feed unter Facebooks eigener Job-Seite.

Auch auf der Bewerberseite ist die Benutzung simpel. In der Anzeige müssen die Unternehmen den Job und die Qualifikationen erklären, auch das Gehalt wird angezeigt. Interessiert das Angebot, klickt man nur auf "Bewerben" - und schon füllt Facebook das nächste Kontaktfeld mit den vorhandenen Daten aus. Einfacher geht es eigentlich nicht. Eigentlich. 

Was hat Facebook davon?

Doch natürlich ist nicht alles Gold was glänzt. Zum einen dürfte kaum einer das eigene Facebook-Profil so pflegen, wie es bei einer angemessen ist. Bei der Facebook-Bewerbung wird dem Unternehmen immer auch das Profil angezeigt. Wer noch keines hat, muss für die Bewerbung ohnehin eins anlegen. 

Dort sind dann zwar nur die Daten zu sehen, die öffentlich gepostet wurden, mit dem kontrollierten Eindruck einer guten Bewerbung hat das aber trotzdem wenig gemein. Schließlich hängt man der selten Urlaubs- oder Partyfotos an. Klar, auch heute suchen Personaler Bewerber bei Facebook. Das ist aber immer noch etwas anderes, als wenn man das Profil gleich als ersten Eindruck hat.

Auch für die suchenden Unternehmen gibt es Haken. Wer sich nur auf die eigene Facebook-Seite und den Feed verlässt, dürfte als kleines Unternehmen auch bei Facebook kaum wahrgenommen werden. Facebook bietet dafür zwar eine Lösung, richtig schön ist die aber nicht: Wie andere Beiträge offizieller Seiten kann man auch die Stellenausschreibungen bewerben - und sie so gegen Gebühr mehr Menschen sichtbar machen. Dann ist aber der Vorteil des kostenlosen Inserats wieder dahin. Zudem dürften die Posts von vielen Nutzern dann auch als das wahrgenommen werden, was sie sind: Werbung.

Mehr Daten für Facebook

Dann ist da noch der Aspekt des Daten-Abfischens. Facebook will schon seit Jahren möglichst alles über seine Nutzer wissen, um passende Werbung anzuzeigen. Auch Daten von Menschen, die nicht bei Facebook sind, werden seit Jahren gesammelt. Mehr über die Schattenprofile erfahren Sie hier. Die Daten werden zum Teil auch an andere Unternehmen weitergegeben. Ob man wirklich will, dass das Unternehmen nun auch noch die Aufs und Abs der eigenen Jobsuche tracken kann, muss wohl jeder selbst entscheiden.

Facebook ist nicht der einzige Internet-Gigant, der plötzlich den Arbeitsmarkt als Geschäftsfeld entdeckt hat. Auch Google stellte im letzten Sommer eine Suchfunktion nach Jobs vor. In der tauchen in den USA auch die Stellenanzeigen bei Facebook auf. Bislang gibt es das Feature aber nur in ausgewählten Ländern.

Auf der Suche nach neuen Datenquellen werden die beiden Werbegiganten immer kreativer. Zuletzt hatte Facebook im Mai einen eigenen Dating-Dienst angekündigt. Angesichts der weitreichenden Datenskandale der letzten Monate klingt das fast zynisch.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.