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Hacken für Wikileaks: Welche Strafen Angreifern drohen

Hinter vielen Attacken von Wikileaks-Unterstützern auf Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen zu der Enthüllungsplattform abgebrochen hatten, stecken jugendliche Möchtegern-Hacker. Ob minderjährig oder nicht - wer an solchen Angriffen teilnimmt, riskiert juristischen Ärger.

Der Schuss aus der virtuellen "Ionen-Kanone" auf die Webseiten von Amazon, PayPal oder Mastercard ist im wahrsten Sinn des Wortes kinderleicht. Mit wenigen Tasteneingaben und Mausklicks können selbst Kinder und Jugendliche die Software "Low Orbit Ion Canon" im Web aufspüren, mit der man Websites in einer sogenannten DDoS-Attacke mit unzähligen Anfragen überschütten kann. Und wenn man sich über Twitter oder einen Internet Relay Chat mit vielen Mitstreitern für eine koordinierte Attacke verabredet hat, geraten selbst riesige Web-Präsenzen wie mastercard.com in Schwierigkeiten. Doch die Unterstützer der Enthüllungsplattform Wikileaks, die möglicherweise aus dem Kinderzimmer heraus eine Attacke starten, gehen ein hohes juristisches Risiko ein.

In den Niederlanden wurde bereits ein 16 Jahre altes "Script-Kid" festgenommen, der als Wikileaks-Sympathisant an den Angriffen auf Firmen-Websites beteiligt gewesen sein soll. Im Gegensatz zu echten "Hackern", die selbst über detailliertes Know-how über Web-Server verfügen, stecken "Script-Kiddies" technisch kaum im Thema drin. Sie sind aber in der Lage, die von Experten geschriebenen Skripte zu starten, mit denen beispielsweise eine DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service) ausgelöst wird.

Computersabotage ist strafbar

Auch hierzulande würde eine Beteiligung an einem DDoS-Angriff die Strafverfolger auf den Plan rufen. Das massenhafte Versenden von Server-Anfragen werde in Deutschland als Computersabotage gewertet und könne durchaus strafbar sein, sagt der IT- und Medienrechtler Thorsten Feldmann von der Berliner Kanzlei JBB Rechtsanwälte. "Und im Gegensatz zu vielen internetbezogenen Handlungen aus dem Bereich der Bagatellkriminalität müssen hier die Angreifer damit rechnen, dass dies von den Ermittlungsbehörden auch verfolgt wird. Wer das macht, kann massiv Ärger bekommen."

Auch Online-Rechtsexperte Udo Vetter geht davon aus, dass die Angriffe auf mastercard.com, PayPal und Amazon strafbar sind. "Daran ändert sich auch nichts, wenn es nicht um die Erpressung eines Unternehmens, sondern ein politisches oder gar ehrenhaftes Motiv im Vordergrund geht." Die Motive würden allerdings bei der Strafbemessung berücksichtigt.

Straftatbestand Computersabotage

Wer mutwillig Unmengen von Anfragen an die Internet-Adressen von Firmen sendet, um deren Web-Angebote in die Knie zu zwingen, liegt nach einheitlicher Einschätzung der Juristen ein Fall von Computersabotage vor. Das steht in Deutschland nach Paragraf 303b Strafgesetzbuch unter Strafe.

Welche Strafe droht?

Computer-Sabotage wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet. Bei besonders schweren Fällen hat der Gesetzgeber sogar eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vorgesehen.

Wann liegt ein besonders schwerer Fall vor?

Im Gesetz sind konkret drei Bedingungen für einen "besonders schweren Fall" genannt: So reicht ein "Vermögensverlust großen Ausmaßes" aus, der durch den Angriff verursacht wird. Wer "gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt", wird ebenfalls schärfer bestraft. Außerdem liegt ein schwerer Fall vor, wenn "durch die Tat die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern oder Dienstleistungen oder die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland beeinträchtigt".

Wie hoch ist das Risiko, entdeckt zu werden?

Im Internet hinterlassen Anwender ständig Spuren. Zwar können Experten ihre IP-Adresse mit genügend Know-how auch verschleiern. Die technisch unbedarften Sympathisanten, die einfach ein Angriffsprogramm aus dem Web einsetzen, können jedoch schnell aufgespürt werden.

Wikileaks spiegeln - juristisch unklar

Weniger klar fällt die Antwort der Juristen aus, ob die "Spiegelung" ehemals geheimer Depeschen aus dem US-Außenministerium auf einem eigenen Server rechtliche Probleme bereiten würde. Wikileaks hatte die Unterstützerszene dazu aufgerufen, die Dokumente auf möglichst vielen Servern in aller Welt zu kopieren, um eine Löschung der Dokumente durch die Sicherheitsbehörden zu verhindern.

Die Veröffentlichung der Dokumente sei in Deutschland nicht von vornherein unzulässig, sagt Feldmann. "Man muss sich den Inhalt jedes einzelnen Dokuments anschauen, ob nicht gegen strafrechtliche Normen, sonstige Veröffentlichungsverbote, gegen das Urheberrecht oder die Persönlichkeitsrechte der Personen, die in den Depeschen erwähnt werden, verstoßen wird", sagt Feldmann.

Auch ein Verstoß gegen datenschutzrechtliche Vorschriften sei im Einzelfall nicht ausgeschlossen. Ein normaler Mieter eines Webspace könne sich auch nicht unbedingt auf die Presseprivilegien berufen, die beispielsweise "Der Spiegel" für sich in Anspruch nehmen könne. Wer seinen Serverplatz den Aktivisten von Wikileaks überlasse und ihnen erlaube, ungeprüft Dokumente online zu stellen, dem drohten "unübersehbare Gefahren". "Man kann das machen, muss sich aber möglicher rechtlicher Konsequenzen bewusst sein."

Viele Dokumente auf deutschen Servern

Der Düsseldorfer Anwalt Vetter hingegen ist sich sicher, dass in Deutschland eine Veröffentlichung der Wikileaks-Dokumente möglich ist. "Da werden keine Staatsgeheimnisse der Bundesrepublik Deutschland verraten." Ein privater Web-User, der Wikileaks die Dokumente auf seinem eigenen Server spiegeln lasse, werde nach dem Telemediengesetz zum Provider. Danach müsse der Anwender erst dann tätig werden, wenn er von einem konkreten Rechtsverstoß durch ein veröffentlichtes Dokument wisse.

Es sei kein Zufall, dass die meisten Kopien der Wikileaks-Dokumente auf Servern in Deutschland zu finden seien, sagt Vetter. "Der Maulwurf im Amt macht sich zwar auch bei uns strafbar. Die Presse und Wikileaks können in Deutschland aber die Öffentlichkeit informieren."

Christoph Dernbach, DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.