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Musikcommunity Last.fm: Alle füttern die Riesen-Jukebox

Die riesige Online-Musikcommunity Last.fm bietet von nun an Zugriff auf das gesamte Repertoire der vier großen und tausender kleiner Plattenfirmen. Die Songs können komplett angehört werden - zu bestimmten Bedingungen.

Die nach eigenen Angaben weltgrößte Online-Musikcommunity Last.fm erweitert ihr Angebot um einen kostenlosen Abrufservice für komplette Lieder, "Free-On-Demand" genannt. Das Besondere: Auch die vier großen Plattenlabels Universal Music Group, Sony/BMG, Warner und EMI sind mit an Bord. Ein wichtiger Schritt für die Londoner Firma, denn bisher hatten vor allem kleine Plattenfirmen vereinzelte Songs zum Streaming auf Last.fm freigegeben, ansonsten gab es vor allem 30-sekündige Liedschnippsel zu hören.

Jetzt also die Kataloge der vier Riesen und rund 150.000 kleiner Labels und Einzelkünstlern. Damit ist Last.fm die erste Website, über die man kostenlos und rein werbefinanziert auch Zugriff auf fast alle Stücke aus den Verkaufscharts erhält.

Allerdings hat das Angebot Grenzen: Die betreffenden Songs können höchstens dreimal angehört vollständig werden, Speichern ist nicht möglich. Danach haben die Hörer die Möglichkeit, die Songs als Download über Verkaufspartner von Last.fm - beispielsweise iTunes, Amazon oder 7 Digital - zu erwerben. Für die Plattenfirmen ist das neue Last.fm-Angebot also eine große Werbmaßnahme. Und für die Millionen Last.FM-Nutzer erweitert sich auf einen Schlag das Musikangebot um ein Vielfaches. Last.fm-Chef Felix Miller bezeichnet das Ganze als faires Modell, von dem "Künstler, Labels und Inserenten, vor allem aber die Hörer" profitierten.

Neues für Musiker

Für Kreative ohne Plattenvertrag hat Last.fm ein Vergütungsmodell gestartet. Es ist nun möglich, selbst geschriebene Musik hochzuladen und Tantiemen zu erhalten für jedes Mal, wenn ein eigener Song gespielt wird.

Die neuen Angebote sind ab sofort in Großbritannien, den USA und Deutschland nutzbar, weitere Länder sollen im Lauf des Jahres folgen.

san
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