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Netzausbau gescheitert: Deutschlands geplatzter Digital-Traum

Bis 2018 sollte jeder deutsche Haushalt Highspeed-Internet bekommen - so versprach es die Merkel-Regierung. Jetzt muss die GroKo ihr Scheitern zugeben. Deutschland verliert Digital weiter den Anschluss. Und auch die Hoffnung 5G kann das wohl nicht retten.

LTE UMTS Netzausbau

Der deutsche Netzausbau ist immer wieder ein Politikum (Symbolbild)

Getty Images

Es war eine klare Ansage: Bis Ende 2018 sollte jeder deutsche Haushalt mit mindestens 50 Mbit/s auf das Internet zugreifen, versprach die Merkel-Regierung im Jahr 2014. Eine Anfrage der FDP zeigt nun: Das ist krachend gescheitert. Schuld ist wohl das komplizierte Förderverfahren - nicht mal 4 Prozent der Fördergelder wurden bisher ausgeschüttet. Und auch Hoffnungsträger 5G droht das Scheitern an politischen Murksentscheidungen.

Dabei war das schnelle Bundesinternet längst überfällig. Ein immer größerer Teil der Weltwirtschaft findet Online statt, unter den wertvollsten Börsenkonzernen der Welt kommt die Spitze nahezu ausschließlich aus dem Digitalbereich. Soziale Medien beherrschen unseren Alltag, Streaming von Musik, Filmen und Serien hat für viele Menschen längst die klassischen Medien abgelöst. Doch ein Teil des Landes wird dabei schlicht abgehängt.

Das Land bleibt abgeschlagen

Das Problem ist lange bekannt. "Deutschland braucht das schnellste und intelligenteste Netz der Welt", so erklärte es 2013 der damalige  Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt. 4,5 Milliarden Euro an Fördergeldern stellte die Regierung entsprechend zur Verfügung, um die dunklen Flächen auf Deutschlands Internetkarte verschwinden zu lassen.

Auktion beendet: Bieter müssen für Mobilfunkstandard 5G tief in die Tasche greifen

 

Das ist klar gescheitert. Die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion macht das Ausmaß der Lage klar:  "Ende 2018 hatten rund 88 Prozent der Haushalte in Deutschland Zugang zu schnellem Internet mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s" zitiert das "Handelsblatt" die der Zeitung vorliegende Antwort. Im Klartext heißt das: In gut zwölf Prozent der Haushalte ist das Internet immer noch langsamer, als damals von der Regierung versprochen.

Und zwar teils deutlich langsamer. Vor allem außerhalb der Metropolregionen sind nach wie vor Geschwindigkeiten unter 10 Mbit/s der Normalzustand, zeigte letzten Sommer eine Studie von M-Lab. Besonders dramatisch ist die Lage in Ostdeutschland. Hier können Sie auf einer Interaktiven Karte den Zustand der deutschen DSL-Versorgung sehen.

Förderung wird kaum genutzt

Die Fördergelder konnten daran wenig ändern: Gerade einmal 150 Millionen Euro sind der Regierung zufolge bisher abgerufen worden, dass sind nur drei Prozent des Fördertopfes. Schuld ist wohl das komplizierte Prozedere: Ausgeschüttet wird das Geld erst, wenn ein Bauabschnitt beendet wurde. Das kann dauern: "Je nach Projekt beträgt die Zeit zwischen Beantragung der Fördermittel und dem Beginn des Bauprojekts ca. 25 Monate", heißt es laut "Handelsblatt" in der Regierungs-Antwort.

Eine weitere Bremse war die Entscheidung, sich nicht voll auf die zukunftssichere Glasfaser-Technologie zu konzentrieren. Stattdessen überzeugten die Netzbetreiber, allen voran die Telekom, die Regierung, dass sich auch aus alten Kupferleitungen über das sogenannte Vectoring Spitzengeschwindigkeiten holen ließen. Seit letztem Jahr hat die Regierung ihren Fehler eingesehen, das neue Ziel ist eine Glasfaser-Vollabdeckung bis 2025.

Glasfaser-Entwicklungsland

Der Weg dahin ist weit: Gerade einmal 2,6 Prozent der Haushalte sind laut der OECD in Deutschland mit Glasfaser angeschlossen, damit liegt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich weit abgeschlagen hinten. Spitzenreiter Südkorea bringt es auf satte 78,5 Prozent Glasfaserabdeckung, auch die baltischen Länder Lettland und Litauen knacken die 70-Prozent-Marke. OECD-Schnitt ist immerhin 24,8 Prozent.

Um den Glasfaser-Ausbau zu bezahlen, riskiert Deutschland ausgerechnet den noch wichtigeren technologischen Sprung: Ein Teil der für den Glasfaserausbau geplanten 12 Milliarden soll aus den gerade abgeschlossenen Versteigerungen der 5G-Frequenzen stammen. Die gerade abgeschlossene Auktion brachte der Staatskasse 6,5 Milliarden Euro ein, bis zu vier Milliarden Euro mehr als von Beobachtern zuvor erwartet. Geld, dass nun für den Netzausbau fehle, klagen die Provider.

5G-Dilemma

Anders als das schnelle Internet zuhause bietet 5G tatsächlich noch deutlich größeres Umbruch-Potenzial. Sämtliche Geräte sollen so ans Netz, auch die Infrastruktur und einzelne Maschinenteile sollen in ein gigantisches Netzwerk eingebunden werden und völlig neue Möglichkeiten eines digitalen Alltags schaffen.

Mit der Entscheidung, das Geld für etwas anderes als den direkten Netzausbau zu investieren, riskiert die Regierung wieder eine Situation wie bei UMTS. Damals hatten die Provider sich im Bietrausch völlig übernommen, gaben die hohen Kosten an die Kunden weiter. Die Folgen sind bis heute zu spüren: Im EU-Vergleich ist LTE in Deutschland nach wie vor deutlich teurer als in den Nachbarstaaten. Eine ähnliche Situation droht nun bei 5G erneut.

Anders als bei den UMTS-Versteigerungen kommt das Glasfasernetz dem 5G-Ausbau aber immerhin indirekt zugute: Um die hohe Leistung der neuen Technik bieten zu können, brauchen auch die Sendemasten im Idealfall einen Glasfaseranschluss. Nur das Problem der weißen Flecken auf dem deutschen Land wird so vermutlich wieder eher nicht gelöst: Wie schon bei LTE konzentrieren sich die Provider auch bei 5G wohl am ehesten auf die profitablen Regionen - und das Land bleibt weiter außen vor.

Quellen: Handelsblatt, Statista, Spiegel

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(