Onlineauktionen Warnung vor Versandkosten-Wirrwarr


Die Versandkosten für Angebote auf Ebay klaffen oft weit auseinander und übersteigen in vielen Fällen den Kaufpreis. Das hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ermittelt. Käufer sollten besondere Suchkriterien anwenden, um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein.

Auch wenn es sich um die gleiche Art von Produkten handelt, berechnen Ebay-Händler die Versandkosten sehr unterschiedlich. Das hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf herausgefunden.

Die Verbraucherschützer machten Stichproben bei 100 gewerblichen Ebay-Händlern. Während manche Händler ganze Fernseher kostenlos auf die Reise zum Kunden schickten, verlangten andere dafür 50 Euro, berichteten die Verbraucherschützer. Die Tester empfehlen daher, die Suchfunktion "Preis inkl. Versandkosten" zu verwenden. Damit werde das tatsächlich günstigste Angebot nach oben gelistet.

Bei Speicherchips habe sich auf diese Weise im Vergleich das auf den ersten Blick zweitgünstigste Produkt unter Beachtung der Versandkosten als teuerstes erwiesen. Beim Kauf von mehreren Chips hätten es mehrere Händler zudem fertiggebracht, diese einzeln auf die Reise zu schicken - gegen entsprechend hohe Versandkosten. Bei solchen Fällen helfe nur die "Abstrafung" durch eine schlechte Bewertung des Händlers.

Den Verbraucherschützern zufolge dürfen Händler für den Versand keine Fantasiebeträge nehmen. Der Preis sollte sich zusammensetzen aus dem Porto sowie den Kosten für eventuelle Versandversicherungen, für Verpackungsmaterial und - im angemessenen Rahmen - für den Arbeitsaufwand. Verboten sei es, Versand und Verpackung prozentual zum Warenpreis zu berechnen. Das berge die Gefahr, dass bei teuren Produkten ein Vielfaches des üblichen Versandpreises aufgeschlagen würde.


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