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Er kam bis in den Backstage-Raum Geniale Idee: Wie ein Fan Wikipedia manipulierte, um die Lieblings-Band zu treffen

Konzert
Um seine Lieblingsband zu treffen, ließ sich ein Australier einen witzigen Trick einfallen (Symbolbild).
© iStockPhoto
Glaub nicht alles, was auf Wikipedia steht - das musste vor kurzem ein australischer Türsteher erfahren. Ein Fan trickste ihn auf einem Konzert aus, um in den Backstage-Raum seiner Lieblings-Band zu gelangen.

Was tut man nicht alles, um einmal sein großes Idol zu treffen. Manche Fans harren stundenlang im Regen vor dem Hotel aus, um nur einmal einen Blick auf einen Hollywood-Star zu erhaschen. Doch damit wollte sich der Australier David Spargo nicht zufriedengeben. Um seine Lieblings-Band kennenzulernen, das Elektro-Duo Peking Duk, ließ er sich einen simplen wie auch genialen Trick einfallen.

"Er sagte, er sei unser Stiefbruder"

Nach einem Konzert in Melbourne wollte Spargo sich eigentlich direkt auf den Heimweg machen, als er einen brillante Einfall hatte: Er zückte sein Smartphone, rief die Wikipedia-Seite der Band auf und bearbeitete den Eintrag. Wenige Sekunden stand dann im Netz: "David Spargo, Familienmitglied".

Dann ging er schnurstracks zum Backstage-Bereich, wo ein Türsteher auf ihn wartete, der Unbefugte abwimmeln sollte. Doch Spargo setzte alles auf eine Karte: "Er erzählte dem Sicherheitspersonal, er sei unser Stiefbruder oder irgendsowas, und zeigte die Wikipedia-Seite und seinen Ausweis", sagte Adam Hyde, einer der beiden Musiker, dem australischen "Guardian". Das Täuschungsmanöver klappte - und Spargo durfte weitergehen.

Dann musste der tolldreiste Fan aber noch im Vorraum warten. Fünf lange Minuten. "Ich dachte, das klappt nicht mehr", so Spargo zum "Guardian". Dann schob plötzlich einer der beiden Musiker seinen Kopf durch die Tür und rief: "Hey Bro, komm rein!" Die Band war begeistert: "Das war die genialste Idee, die ich je erlebt habe", sagte Band-Mitglied Adam Hyde. "Es ist verrückt. Er hat es zur richtigen Zeit am richtigen Ort durchgezogen."

Spargo wird zur Legende

Der Abend endete feuchtfröhlich, nach ein paar Bier verabschiedete sich Spargo. Die Band teilte die Anekdote kurz darauf auf ihrer Facebook-Seite, Spargo bedankte sich brav unter dem Post für den schönen Abend. Auch bei den anderen Fans der Band schindete er mit der Aktion mächtig Eindruck: Auf Wikipedia wurde sein Eintrag kurzfristig erneut verändert, indem Spargo noch der Status "Legende" zugeschrieben wurde. Mittlerweile wurde sein Name allerdings entfernt.

Adam Hyde kommentierte die witzige Geschichte im "Guardian" mit passenden Worten: "Vertraue niemals Wikipedia." Nochmal wird das dem Türsteher sicher nicht passieren.

cf

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