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EU-Minister: Billigere Handy-Auslandsgespräche beschlossen

Nach monatelangem Streit hat nun auch der EU-Ministerrat das Gesetz für niedrigere Auslandsgebühren bei Mobiltelefonaten unter Dach und Fach gebracht. Die Mobilfunkanbieter kritisieren das neue Roaming-Gesetz als schweren Eingriff in den freien Markt.

Zwei Wochen nach dem Europaparlament haben am Donnerstag auch die 27 Telekomminister der Verordnung grünes Licht gegeben. Damit werden die so genannten Roaming-Gebühren auf eine Obergrenze von zunächst 49 Cent je Minute für abgehende und 24 Cent für angenommene Gespräche sinken. "Heute ist ein sehr guter Tag", sagte Bundeswirtschaftsminister und EU-Ratspräsident Michael Glos (CSU) in Luxemburg. "Ich freue mich für alle europäischen Verbraucher."

Der Beschluss ging mit einem großen Lob an die deutsche Ratspräsidentschaft einher. Es sei "eine Krönung der Anstrengungen des deutschen Vorsitzes", erklärte der polnische Wirtschaftsminister Grzegorz Wozniak bei der Sitzung in Luxemburg.

"Ziel in Rekordzeit erreicht"

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos zeigte sich hochzufrieden: "Wir haben unser Ziel in Rekordzeit erreicht: Überteuerte Roamingpreise gehören der Vergangenheit an!" EU-Kommissarin Viviane Reding ermahnte die deutsche Ratspräsidentschaft indes, die Entscheidung nun auch rasch umzusetzen. Die vom Europaparlament bereits vor zwei Wochen verabschiedete Roaming-Richtlinie müsse so schnell wie möglich in Kraft treten, forderte Reding.

Nach Darstellung der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ist eine Veröffentlichung im EU-Amtsblatt frühestens am 29. Juni möglich. Einen Monat später, also Ende Juli, müssen die Mobilfunkbetreiber dann alle ihre Kunden anschreiben und ihnen den neuen Euro-Tarif anbieten. Wer ihn dann sofort anfordert, muss binnen zwei Wochen auf den neuen Tarif umgestellt werden. Verbraucher, die nicht auf das Schreiben reagieren, werden zwei Monate nach dessen Eingang - also Ende September - in den Euro-Tarif übernommen.

Kritik der Mobilfunkabieter

Nur wer ausdrücklich widerspricht oder etwa auf Grund eines Paketpreises schon von günstigeren Roaming-Gebühren profitiert, bleibt bei seinem bisherigen Vertrag. Der Euro-Tarif sieht für Handy-Telefonate im EU-Ausland eine Preisgrenze von 49 Cent netto pro Gesprächsminute vor, zuzüglich Mehrwertsteuer zahlen deutsche Verbraucher danach also höchstens 58,31 Cent. Für die Annahme eines Anrufs im EU-Ausland liegt die Preisgrenze bei 24 Cent netto, das entspricht in Deutschland 28,56 Cent brutto. Die EU-weit verbindlichen Nettopreise sollen in den beiden kommenden Jahren jeweils um 3 Cent sinken.

Die Mobilfunkanbieter kritisierten die Roaming-Richtlinie als schweren Eingriff in das Marktgeschehen. "Wir haben es hier mit einem Präzedenzfall zu tun", warnte David Pringle, der Sprecher des Moilfunkbetreiber-Verbands GSM. "Er schafft für alle Investoren Rechtsunsicherheit, weil sie nicht wissen, wo die Kommission als nächstes zuschlagen wird." Die geforderte Umstellung von Millionen Kundenverträgen bedeute für die Branche "eine gewaltige logistische Anstrengung".

AP/DPA / AP / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.