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Handy-Navigation: Google legt sich mit Navi-Herstellern an

Google will die Hersteller von GPS-Navigationssystemen mit einem kostenlosen Navi für Mobiltelefone herausfordern. Erstmals wird die Software auf dem neuen Internet-Handy "Droid" von Motorola enthalten sein. Die Aktien von Navi-Herstellern reagierte sofort.

Google legt sich nun auch mit den führenden Navigationsgeräte-Herstellern Garmin und TomTom an. Der Internet-Gigant kündigte an, seiner neuen Software für Multimedia-Handys Android 2.0 auch ein Programm für GPS-Fahranweisungen beizufügen. Die entsprechende Software werde auf dem neuen Internet-Handy "Droid" enthalten sein, das der Telekomkonzern Verizon und der Handy-Hersteller Motorola in der kommenden Woche auf den US-Markt bringen wollen. Das neue Produkt "Google Maps Navigation" beinhalte Spracherkennung und greife auch auf Googles Online-Archiv von Fotografien von Straßenzügen zurück. Das Programm soll gratis sein, ist allerdings zunächst auf die USA beschränkt. Das Leitsystem soll wie die bereits bekannten GPS-Produkte über dreidimensionale Karten und über Stimmansagen verfügen. Außerdem soll es echte Fotos der Zielorte aus dem "Street View"-Programm von Google zeigen.

Nach Ansicht von Börsianern verheißt der Google-Vorstoß nichts Gutes für TomTom und Garmin: Die Aktien beider Unternehmen stürzten in Folge der Ankündigung ab. Die niederländische TomTom hatte bereits mit schwachen Geschäftsergebnissen ihre Aktie in Amsterdam deutlich ins Minus gedrückt, nach der Google-Ankündigung summierte sich der Rückschlag auf gut 20 Prozent. Die Aktien von Garmin stürzten an der Nasdaq um 13 Prozent ab.

Die neue Software ist auch ein weiterer Angriff gegen Apples iPhone und das Microsoft-Betriebssystem Windows Mobile. TomTom bietet neben spezialisierten Navigationsgeräten auch bereits ein entsprechendes Programm für das iPhone an.

AFP/Reuters / Reuters