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Handyspiele: Gestern: simsen - jetzt: die Sims?

Wie der mächtige Videospielkonzern Electronic Arts ("Die Sims") den Milliardenmarkt der Handyspiele erobern will.

Es piepst und quäkt auf Schulhöfen, in Parks und an Bushaltestellen: Nach Klingeltönen werden Handyspiele immer beliebter bei Kindern und Jugendlichen. Ein Milliardenmarkt ist entstanden, der in den nächsten Jahren rasant wachsen soll. Vor kurzem noch war es einer mit vielen kleinen und einigen größeren Firmen, ein wuseliger Umschlagplatz, wo man mit guten Ideen und guten Beziehungen schnell etwas werden konnte. Doch nun schickt sich ein Schwergewicht der Videospiel-Industrie an, dieses Segment aufzurollen: Electronic Arts (EA) wird Games für Handys entwickeln. EA ("Harry Potter", "Die Sims", "Fifa") ist Marktführer bei Spielen für PC und Spielkonsole, ein mächtiger Konzern, der sich schon des Öfteren erfolgreiche Firmen einverleibt hat und für den Geld selten ein Problem war: Das gesamte Handy-Spielegeschäft ist nach Schätzungen des Forschungsinstituts Informa Telecoms & Media zurzeit 2,6 Milliarden Dollar wert - der Umsatz von Electronic Arts im vergangenen Geschäftsjahr betrug 3,1 Millarden Dollar. Verantwortlich für die mobile Sparte bei EA ist John Batter, 42. Dem stern hat er erzählt, wie er die Zukunft des Handyspiels sieht und warum er dafür viele frische Häppchen braucht.

Mr. Batter, warum beginnt Electronic Arts erst jetzt damit, Spiele für Handys zu entwickeln?

Der Markt befindet sich in einer entscheidenden Phase: Handys werden sehr bald so gut sein, dass man Spiele mit mehr inhaltlicher Tiefe darauf darstellen kann. Das ist für uns der richtige Zeitpunkt. Wir wollen früh in dieser Phase in den Markt eintreten und Anteile gewinnen. Das war schon immer unsere Strategie.

Die Technik ist reif genug für EA?

Im Laufe des Jahres wird sie es sein. Wenn Sie heute mit Ihrem Handy spielen, ist alles auf dem Bildschirm flach und zweidimensional. Die Games der nächsten Generation werden jedoch in 3D sein. Und bis 2007 wird es mobile Spiele geben, die aussehen werden wie Spiele auf der PSP, der tragbaren Playstation von Sony. Der Markt entwickelt sich rasant. Ähnlich wie bei normalen Videospielen - aber viel komprimierter, in viel kürzerer Zeit.

Es gibt bereits viele Firmen, die Handyspiele anbieten. Kommt nun der Riese Electronic Arts in den Markt und macht sie mit seinen erfolgreichen Spielen alle platt?

Wir sind erst einmal nur die neuen Jungs in der Nachbarschaft. Für uns ist der Markt völlig neu. Wir sind es gewohnt, Spiele zu programmieren, sie zu verpacken und in Kaufhäuser zu stellen. Es geht also erst einmal darum, in der neuen Umgebung Fuß zu fassen. Und ja: Das versuchen wir mit unseren Marken wie "Fifa Fußball" oder dem Rennspiel "Need for Speed". Wir bieten die Essenz dieser Spiele für ein kleineres Gerät. Später werden wir, denke ich, auch Spiele nur für Handys machen. Aber dafür brauchen wir Zeit.

Was ist für Sie der größte Unterschied zwischen dem Spielen auf dem Handy und auf Spielkonsolen, die im Wohnzimmer stehen?

Das Spielen auf dem Handy ist völlig anders: Es geht um fünf Minuten, in denen ich möglichst viel Spaß haben will - und das Spiel muss so gestaltet sein, dass ich auch hundert weitere Male fünf Minuten Lust darauf habe. Ein Häppchen, das mir immer wieder schmeckt und dabei wirkt, als sei es gerade frisch zubereitet. Und außerdem: Wenn ich mit dem Handy spielen will, dann sofort. Ohne dass das Gerät erst irgendetwas lädt und ich dann erst noch rausfinden muss, wo ich letztes Mal aufgehört habe. Ich will ein Rennen gegen einen Freund, fahren, gewinnen, das Spiel beenden, und wenn ich es erneut starte, soll es genau an der Stelle weitergehen.

Zu den Spielen selbst: Die Essenz von "Need for Speed" oder den "Sims" auf dem Handy - das klingt gut. Aber das sind komplexe Spiele. Nehmen Sie sich da nicht zu viel vor?

Denken Sie an die "Sims": Sie werden immer die Möglichkeit haben, nur ein paar Minuten zu spielen. Das Spiel fühlt sich trotzdem an wie auf dem PC, Sie erkennen die Welt sofort. Sie können sogar auf Ihrem PC einen Sim erstellen und auf Ihr Handy laden. Sie können Nachbarschaften mit Spielern bilden. Das ist die Essenz - ein Alter Ego in der Hosentasche. Wir müssen es nur schaffen, dass "Die Sims" auch nach einem Jahr noch Spaß machen.

Wie soll das funktionieren?

Indem wir dem Spieler immer wieder etwas bieten, das er herunterladen kann. Neue Häppchen. Neue Strecken für ein Rennspiel oder neue Autos. Und indem wir Gemeinschaften um unsere Spiele herum fördern. Mit Freunden, die gegeneinander spielen um den ersten Platz auf einer Rangliste, die Autos tauschen - und im Spiel miteinander kommunizieren können.

Nächstes Jahr findet die Fußball-WM statt. Und Ihr Fußballspiel "Fifa" wird es in neuer Version auf dem Handy geben. Welche Häppchen wollen Sie da servieren?

Darüber kann ich noch nicht konkret reden. Aber ich gebe Ihnen ein Beispiel aus einem anderen Spiel - "Tiger Woods PGA Tour", ein Golfspiel. Da könnten Sie sich Teams und Ligen herunterladen, aber nicht nur das: Stellen Sie sich vor, Tiger Woods spielt an diesem Wochenende ein Turnier. Die Daten davon haben wir sehr schnell. Wir wissen, wie er und die anderen gespielt haben und können damit arbeiten. Wäre es nicht spannend, sich am Montag das Turnier auf das Handy zu laden und gegen Tiger Woods zu spielen - in genau diesem Turnier? Das ist die Richtung, in die wir denken.

Noch ein kurzer Blick in die weiter entfernte Zukunft: Wird mobiles Spielen die "normale Spielewelt" im Wohnzimmer beeinflussen?

Diese Welten werden zusammenwachsen. Die neuen Spielkonsolen von Microsoft und Sony, die ab Ende des Jahres auf den Markt kommen, sind vernetzbar. Wenn Sie ein Spiel auf der Konsole mögen, werden Sie Teile davon auf Ihrem Handy mitnehmen können. Den "Fußball Manager" zum Beispiel: Sie könnten, während Sie unterwegs sind, auf dem Handy Spielzüge üben oder Ihre Spieler trainieren und dann zu Hause auf der Konsole weiterspielen. Die Spieler sehnen sich danach, ihr Lieblingsspiel immer bei sich zu haben.

Interview: Sven Stillich / print
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.