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Handytarife: Mobilfunker wollen Flatrates abschaffen

Eine Studie zeigt, wie sich die Handybranche die Zukunft vorstellt: Die Flatrate könnte bald ausgedient haben - und Apps dürften zur wichtigsten Umsatzquelle der Mobilfunkanbieter werden.

Von Arndt Ohler und Stanley Pignal

Festpreisangebote im Mobilfunk dürften weltweit an Bedeutung verlieren: Etwa die Hälfte der in einer Studie befragten Mobilfunkmanager bewerten die Entwicklung neuer Tarifmodelle als eine der wichtigsten Herausforderungen. 55 Prozent der Manager halten die früher üblichen, volumenabhängigen Preise für eine Antwort auf den Datenhunger der Multifunktionshandys von Apple, Motorola oder Samsung.

In einer Umfrage der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer, durchgeführt von Economist Intelligence Unit, wurden nach Unternehmensangaben im Juni weltweit knapp 400 Manager aus der Mobilfunkbranche befragt. "Die Umfrage belegt, dass Mobilfunkanbieter weltweit planen, ihre Tarifstrategien neu zu gestalten", sagte Thomas Tschentscher, Mobilfunkspezialist bei der Kanzlei.

Zugleich erwarten die Telekom-Manager, dass sich ihr Geschäftsmodell deutlich ändert: 37 Prozent der Befragten erwarten, dass innerhalb der kommenden drei Jahre Downloads von Zusatzprogrammen, so genannte Apps, zur wichtigsten Einnahmequelle werden. Herkömmliche Sprachübertragung landete lediglich auf Platz zwei. "Die Mobilfunkanbieter kehren wieder zu dem Konzept zurück, dass Content der King ist", sagte Natasha Good von Freshfields Bruckhaus Deringer.

Festpreistarife, bei denen Kunden gegen eine bestimmte Gebühr beliebig viele Daten auf ihr Handy laden können, werden zu einer Belastung für die Mobilfunkbetreiber. Früher besaßen nur wenige Kunden ein Mobiltelefon, das auch Daten verarbeiten konnte; das Datenvolumen in den Netzen der Mobilfunker war überschaubar.

60 Millionen neue Datenfresser

Jetzt ist weltweit bereits jedes fünfte verkaufte Handy ein ans Internet angeschlossenes Smartphone. Im zweiten Quartal 2010 gingen damit über 60 Millionen neue Datenfresser an Kunden in aller Welt. Der Datenverbrauch wächst, die Wirtschaftlichkeit der Festpreisangebote sinkt.

Zusätzlich angeheizt werden die Überlegungen der Netzbetreiber durch den kommenden Mobilfunkstandard LTE. Die Technik verspricht höhere Übertragungsgeschwindigkeiten, was den Datenverbrauch erhöhen dürfte. Experten erwarten, dass einige Anbieter die Einführung von LTE als Anlass für einen Umbau ihres Tarifsystems nutzen werden.

Erste Anbieter haben die Notbremse gezogen. Das US-Mobilfunkunternehmen AT&T bietet seit Juni Tarife mit einer Obergrenze an. Für 25 Dollar können Nutzer monatlich zwei Gigabyte Daten verbrauchen. Danach müssen sie zuzahlen.

AT&T hat deshalb nun sein Herz für Wenig-Surfer entdeckt. Sie würden so gerechter behandelt, weil sie nicht für den Datenkonsum der anderen mitzahlen müssten. Laut AT&T verbrauchen 65 Prozent der Kunden monatlich weniger als 200 Megabyte. Bei den Amerikanern kommen etwa zwei Prozent auf ein Volumen von mehr als zwei Gigabyte.

Lesen Sie dazu auch bei unserem Partner in der Schweiz, 20 Minuten Online: "Microsoft: Windows Phone 7 ist die letze Chance im Mobilfunkmarkt Erfolg zu haben"

FTD
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.