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Smartphone-Entwicklung: Wie viel Apple steckt eigentlich im iPhone?

Das iPhone stammt von Apple, soviel ist klar. Nur: Welche Teile werden tatsächlich in Cupertino entworfen - und welche kommen einfach von der Stange? 

iPhone Power Button Einschalt Knopf Stand by Tricks Alarm Sirene

Das iPhone X ist für Apple das wichtigste Smartphone seit Jahren

Das iPhone ist , Apple ist das iPhone. Der wertvollste Konzern und das erfolgreichste Smartphone der Welt hängen untrennbar aneinander. Doch natürlich entwickelt Apple nicht alle Teile selbst, sondern setzt wie die Konkurrenten auch auf Zulieferer. Einfache Stangenware ist das iPhone natürlich trotzdem nicht. Doch wie viel Apple steckt eigentlich tatsächlich in den Smartphones mit dem Apfel?

An der - für viele - wichtigsten Stelle verlässt sich Apple nur auf sich selbst: Beim Design lassen sich Jonathan Ive und sein Team nicht hinein reden. Das X und seine Vorgänger stammen alle aus der Feder seines Design-Teams. Und Design hört hier nicht bei der Optik und den Materialien auf. Auch das Innere des iPhone X ist bis ins letzte Detail durchgeplant und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Ein Beispiel ist die doppelstöckige Hauptplatine, die erst die Kombination aus kompaktem Gehäuse und großem Akku erlaubt. Auch die Idee, zwei Akkus in L-Form anzuordnen, um mehr Kapazität auf engem Raum zu haben, hatte bisher nur Apple. 

+++ Lesen Sie hier: So viel verdient Apple an einem einzigen iPhone X +++

Nicht alles im iPhone ist Apple

Bei den verwendeten Bauteilen weiß allerdings auch der iPhone-Konzern, dass man nicht alles selbst machen kann. Das große Display kommt etwa von Samsung. Nur der größte Konkurrent auf dem Smartphone-Markt konnte das OLED-Display des iPhone X mit der von Apple geforderten Qualität in Serie fertigen. Für Samsung war das ein gigantisches Geschäft - das den Konzern nun vor ein Problem stellt.


Auch bei der so wichtigen Kamera setzt Apple nicht auf Experimente. Stattdessen kauft man sie - wie fast alle Smartphone-Hersteller - bei Sony. Die Bildsensoren der Japaner stecken mittlerweile in praktisch allen Spitzensmartphones. Ob Sony auch die Linsensysteme liefert, ist nicht ohne weiteres nachzuvollziehen. Dass die Kamera des iPhones trotz desselben Chips besser ist als die vieler Konkurrenten, liegt auch an der selbstentwickelten Kamera-Software. Hier können Sie einen Vergleich mit Samsungs Spitzenmodell Galaxy Note 8 sehen.

Selbst gebastelt

Auch die verbauten Hauptprozessoren helfen bei der Foto-Qualität. Die entwirft Apple mittlerweile am liebsten selbst. Der Apple A11 - mit dem wichtig klingenden Beinamen Bionic - wird zwar im Auftrag gefertigt, stammt aber aus einem Apple-Labor. Produzent TSMC baut den Chip genau nach Apples Entwürfen. Mit vollem Erfolg: Der auch im iPhone 8 und iPhone 8 Plus verwendete Prozessor ist aktuell der schnellste Smartphone-Chip auf dem Markt und kann es in Tests selbst mit vielen Laptops aufnehmen. Auch der Audio-Chip W2, der einfacheres Koppeln mit Apples Kopfhörern wie den Beats X oder den AirPods erlaubt, ist eine Eigenentwicklung.

Viele andere Hersteller verlassen sich beim Prozessor auf den Hersteller Qualcomm und seine Mobilchips der Snapdragon-Serie. Außer Apple setzt nur Huawei mit den Kirin-Prozessoren voll auf eigene Chips. Samsung entwickelt mit der Exynos-Serie selbst, verbaut aber auch Snapdragons. Der Grund für die Zurückhaltung der meisten Hersteller ist einfach: Eigenentwicklung ist teuer. Apple-Experte Marc Gurman schätzt, dass sich die Entwicklung der A-Prozessoren lohnt, solange Apple sie im Jahr in mehr als 300 Millionen verkauften Geräten verbaut. Neben dem iPhone setzen auch iPad und Apple TV auf die Chips.

Bei der Gesichtserkennung Face ID bleibt Apple dagegen kaum etwas übrig, als selbst zu entwickeln. Die komplizierte Technik dahinter, von Apple als "TrueDepth Kamera" bezeichnet, besteht aus einer Infrarot-Kamera und einem Projektor, der eine Punktematrix über das Gesicht legt. Entwickelt wurde sie von der israelischen Firma PrimeSense, die gemeinsam mit Microsoft die Bewegungssteuerung Kinect umsetzte. Apple übernahm das Unternehmen 2013 und passte die Technologie an die eigenen Bedürfnisse an. Die so entstandenen 3D-Sensoren fertigen nun LG Innotek und Sharp im Auftrag, die Front-Kamera liefert der Hersteller Genius.

Stangenware

Bei anderen Kleinteilen des iPhone X setzt Apple wieder auf Stangenware. Das LTE-Modem kommt etwa mal vom Chip-Giganten Intel, mal von seinem größten Konkurrenten Qualcomm. Den Speicher kauft Apple aktuell von Toshiba. Bei den Bewegungssensoren und dem Barometer verlässt man sich auf die deutschen Präzisionsarbeit von Bosch. Die Akkus stammen je nach Charge von LG Chemicals oder von Samsung. Im Nachfolge-Modell könnte Samsung aber den Kürzeren ziehen. Statt zwei Akkus will Apple Berichten zufolge einen einzigen in L-Form verbauen - und den soll aktuell nur LG umsetzen können. Und wieder kommt ein Stück weniger von der Stange. 

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.