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Kostenloser SMS-Anbieter Pinger: Simsen als Spiel

Die Deutschen lieben die SMS und verschicken jedes Jahr mehr als 41 Milliarden Kurznachrichten. Mit Pinger kommt ein weiteres Angebot nach Deutschland, das die SMS-Sucht kostenlos befriedigt. Das Besondere: Das Ganze ist auch ein Spiel.

SMS-Junkies aufgepasst: Im August kommt der kostenlose Kurznachrichten-Dienst Pinger nach Deutschland. Später soll ein Angebot für Internet-Telefonie folgen. Ungewöhnlich: Das US-Unternehmen verknüpft das Senden und Empfangen von SMS mit spielerischen Elementen.

Pinger funktioniert zurzeit als App für iPhone, iPad, Android-Smartphones, im Web – und mit dem iPod Touch. Dadurch erhält der Musikspieler, der über keinerlei Telefonfunktionen verfügt, zumindest im Wlan die Fähigkeit, Nachrichten zu verschicken. Der Nutzer bekommt eine eigene Pinger-Telefonnummer.

In den USA arbeitet der 2005 gegründete Konzern eigenen Angaben zufolge mit seinem Kostenlos-Angebot seit zwei Jahren profitabel. Mehr als 1,6 Milliarden Nachrichten werden demnach pro Monat in den USA über Pinger versendet, Tendenz steigend. Das Unternehmen verdient sein Geld mit Werbeanzeigen.

Unterschiede zwischen USA und Europa

In Europa ist die SMS-Situation allerdings anders als in den USA, wo Sender und Empfänger für jede Textnachricht einen Anteil zahlen. Beim normalen SMS-Verkehr in Europa hingegen zahlt nur der Absender, der Empfänger zahlt nichts. Allerdings muss der Mobilfunkanbieter des Empfängers dem Anbieter auf Senderseite ein paar Eurocent zahlen. Für Pinger bedeutet das: Wenn die Nutzer mehr Nachrichten empfangen als senden, müsste die Firma, die als Mobilfunkanbieter agiert, den anderen Handynetzbetreibern viel Geld zahlen.

Das US-Unternehmen umgeht in Europa die SMS-Kosten, indem es einen Weg gefunden hat, wie sich die Gebühren für Nachrichten neutralisieren. Aus diesem Modell hat Pinger sein Spiel gemacht. Ziel der Teilnehmer ist es, genau so viele SMS zu empfangen wie sie versenden. "Wenn eine Million Nachrichten rausgehen und eine Million Nachrichten kommen rein, dann schuldet am Ende keiner dem anderen etwas", erklärt Pinger-Mitgründer Joe Sipher.

Der Pinger-Nutzer bekommt das Verhältnis von gesendeten und empfangenen Nachrichten als Prozentzahl angezeigt. Bei 100 Prozent ist es ausgeglichen. Verschickt man eine Nachricht, geht die Zahl runter, beim Empfang einer SMS steigt sie. Bei Null ist Schluss mit Verschicken. Um das zu verhindern, fordert die Pinger-App den Nutzer rechtzeitig auf, seine Freunde in sozialen Netzwerken aufzurufen, ihm doch bitte SMS zu schicken, um sein Konto wieder aufzufüllen. Das Prinzip, über Facebook andere Spieler ins Boot zu holen, hat sich Pinger von Facebook-Games wie "Mafia Wars" und "Farmville" abgeschaut, wie Firmen-Mitgründer Greg Woock dem IT-Blog "TechCrunch" erzählte.

Deutschland, SMS-Land

Pingers Expansion nach Europa beginnt im August in Deutschland. Hierzulande ist die SMS auch nach fast 20 Jahren immer noch eine Erfolgsgeschichte: Im vergangenen Jahr wurde mit 41,3 Milliarden verschickten SMS zum vierten Mal in Folge ein neuer Rekord aufgestellt. Die SMS gilt als Goldgrube für die Mobilfunkbetreiber, die gemessen an der geringen Datenmenge von 160 Buchstaben sind Preise von bis zu 29 Cent pro SMS extrem hoch.

Pinger ist nicht das erste Unternehmen, das einen kostenlosen Nachrichtendienst für mobile Geräte anbietet. Ebenfalls sehr erfolgreich – und ganz ohne spielerische Elemente – ist zum Beispiel WhatsApp für iPhone, Android, Blackberry und Nokia. Und Apples iOS 5 bringt die ähnliche Funktion iMessage mit.

san/AFP / AFP
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Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.