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Ping-Calls aus Guinea, Tunesien und Co.: Die fiese Abzocke mit den verpassten Anrufen

Einen verpassten Anruf ruft man schnell mal zurück. Doch Vorsicht: Beginnen die Nummern beispielsweise mit +224, +212 oder +257, kann es ganz schnell teuer werden. Ping-Calls nennt sich diese Betrugsmasche, die derzeit gehäuft auftritt.

Es geht sehr schnell: Das Telefon oder Smartphone klingelt einmal ganz kurz - schon wurde wieder aufgelegt. Das arglose Opfer hat den Anruf vielleicht nicht einmal mitbekommen, sieht nur den Hinweis mit merkwürdig langer Nummer, wie etwa +21625981893 auf dem Display. Wer nun zurückruft, ist schon in die Falle getappt. Das kann teuer werden. 

Bei den absichtlich kurzen Anrufen handelt es sich um sogenannte Ping-Calls, deren Ziel es ist, die Angerufenen in eine Kostenfalle zu locken. Die Nummern führen nämlich nicht nur ins Ausland, etwa Tunesien (Vorwahl +216 bzw. 00216), Guinea (+224 bzw. 00224) Marokko (+212 bzw. 00212), Burundi (+257 bzw. 00257) oder den Balkan. In den jeweiligen Ländern handelt es sich zusätzlich um teurere Service-Nummern, die nach Medienberichten mindestens drei Euro kosten - pro Minute. Das Geld geht direkt an die Betrüger.

Auch die Polizei bekommt Ping-Anrufe

Das Phänomen dahinter ist nicht neu. Ping-Anrufe gibt es bereits seit Jahren, in den letzten Wochen häufen sie sich allerdings wieder. Allein im Oktober seien bei der Bundesnetzagentur rund 30.000 Beschwerden eingegangen. Zum Vergleich: Seit Jahresbeginn waren es bisher insgesamt etwa 45.000. Und auch die Polizei ist vor derartigen Betrugsversuchen nicht gefeit. So wurde die Polizei Sachsen etwa selbst von einer der Abzock-Nummern angerufen, berichtet sie bei Facebook.

Vor allem aus Nordrhein-Westfalen, der Schweiz und Österreich stammen die aktuellen Meldungen, aber auch aus Sachsen und Hamburg sind Fälle bekannt. Wer angerufen wird, ist Zufall: Die Nummern werden von Computern willkürlich durchprobiert, die Betrüger könnten aber auch Daten-Sammlungen aus gehackten Webseiten durcharbeiten, die im Netz gehandelt werden.

Einen kleinen Vorteil haben iPhone-Nutzer: Apples Smartphone zeigt direkt an, woher der Anruf kommt. So können etwa Verwechslungen zwischen den Vorwahlen aus Nordafrika mit solchen aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet nicht passieren.

So sollten Sie sich verhalten

Hat man einen der Anrufe erhalten, sollte auf keinen Fall zurückgerufen werden. Ist es schon zu spät, kann man versuchen, sich das Geld von seinem Telefon-Anbieter zurückzuholen. Die Verbraucherzentralen bieten dabei zum Teil Hilfe an.

Glück hat, wer von einer Nummer auf dieser Liste der Bundesnetzagentur angerufen wird. Die gemeldeten Nummern dürfen nicht mehr berechnet werden. Man kann die Rechnung daher gegenüber seinem Anbieter um den entsprechenden Betrag kürzen, muss sich dabei aber explizit auf die Bundesnetzagentur beziehen, sagte ein Sprecher der Agentur "RP Online". Über dieses Formular kann man der Agentur bisher unbekannte Abzock-Nummern melden.

Eine echte Lösung für das Problem dürfte es indes nicht geben: Die Nummern sind in den Heimatländern der Betrüger legal nutzbar, alle zu sperren ist also keine Option. Die einzige Maßnahme ist daher, Bewusstsein für die Abzockmasche zu schaffen. Denn sobald keiner mehr zurückruft, erledigt sich das Geschäft mit den Betrugsnummern ganz schnell von selbst.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.