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Vorschau auf iOS 8 Apples Kartendienst wird schicker und schlauer

Apples eigener Kartendienst sollte der Großangriff auf Google Maps werden, doch der Start war ein Desaster. Mit dem kommenden Betriebssystem iOS 8 plant Apple nun die Generalüberholung des Diensts.
Von Christoph Fröhlich

Im vergangenen Jahr brachte Apple zwei neue iPhones auf den Markt, zwei runderneuerte iPads und eine ganze Riege neuer Macbooks. 2014 dürfte der Gerätereigen sogar noch größer ausfallen: Für den Herbst wird das völlig neu designte iPhone 6 erwartet, das größer und schneller sein wird als das iPhone 5S. Es soll der Armada an Android-Flaggschiffen wie dem Galaxy S5 und dem neuen HTC One Paroli bieten. Außerdem dürfte die lang erwartete iWatch in den Startlöchern stehen, mit der Apple im umkämpften Markt der Fitness- und Gesundheits-Gadgets Fuß fassen will. Branchenkenner rechnen zudem mit einer Neuauflage der Settop-Box Apple TV. Doch all die Geräte wären nichts ohne die passende Software.

Nach der Veröffentlichung des iOS-Updates auf Version 7.1 dürfte Apple nun mit Hochdruck an iOS 8 arbeiten. Vom 10. bis zum 14. Juni wird in San Francisco die Entwicklermesse WWDC stattfinden, bei der Apple meist einen Vorgeschmack auf die neue Mobilsoftware liefert. Das US-Portal "9to5Mac" will aus Insiderkreisen erfahren haben, dass der Fokus beim neuen Betriebssystem auf dem hauseigenen Kartendienst Apple Maps liegen wird. Die mit vielen Pannen gestartete Anwendung soll nach dem Update genauer und zuverlässiger arbeiten. Dafür wird Apple auf das Know-How zahlreicher zugekaufter Firmen zurückgreifen, schreibt "9to5Mac". Zuletzt kauften die Kalifornier das Startup Embark, das für zahlreiche US-Großstädte Routenplanungen mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln anbietet.

Bus und Bahn auf dem iPhone

Vermutlich werden Nutzer mit der neuen Maps-Version öffentliche Verkehrsmittel wie U-Bahnen und Busse in die Verkehrsplanung einbeziehen können. Um die Navigation zu vereinfachen, sollen sogar Fotos von Bahnhöfen, Flughäfen und angeblich auch Bushaltestellen angezeigt werden. Praktisch: Die mit Bus und Bahn geplanten Routen können per E-Mail verschickt und auf sozialen Netzwerken zur Verfügung gestellt werden. Die Oberfläche des Kartendiensts wird dem US-Portal zufolge generalüberholt, Straßen werden nun optisch hervorgehoben.

Außerdem soll es neue Features mit Augmented-Reality-Unterstützung geben: Denkbar wäre etwa, dass im Kartendienst mithilfe der Kompass-Software in der Nähe befindliche Restaurants und Museen in Echtzeit direkt auf dem Display angezeigt werden. Die Technik dafür hat sich Apple bereits vor einigen Jahren schützen lassen. Dabei müsste allerdings permanent die Kamera eingeschaltet sein, was wiederum ein echter Stromfresser wäre. Allerdings forscht der iPhone-Hersteller seit Jahren an Software zur "erweiterten Realität". Es ist also möglich, dass Apple diesbezüglich noch ein Ass aus dem Ärmel schütteln wird - oder dem iPhone zumindest einen deutlich größeren Akku spendiert.

Eine schlechte Nachricht gibt es aber schon jetzt: Zum offiziellen Start von iOS 8 soll die Funktion zunächst in den USA verfügbar sein, schreibt "9to5Mac". Erst später sollen auch Nutzer in anderen Ländern von der neuen Routenplanung mit öffentlichen Verkehrsmitteln Gebrauch machen können.


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