"Fleet Week" Pilotenwahnsinn über San Francisco


Einmal im Jahr ist in der San Francisco Bay noch mehr Hochbetrieb als sonst: Bei der "Fleet Week" drängeln sich Kriegschiffe im Wasser - und in der Luft werden fliegerische Höchstleistungen geboten.

Einmal pro Jahr herrscht Invasionsatmosphäre in San Francisco: Eine Flotte riesiger Kriegsschiffe verstopft die Bay, im Luftraum rasen Kampfflugzeuge hin und her - und die Bevölkerung ist bester Laune. Es ist "Fleet Week" - Volksfest für die lange Seefahrtsgeschichte der Stadt und Werbeveranstaltung des Militärs zugleich.

In jeder Hafenstadt der Welt locken Schiffe der Marine Zuschauermassen an die Kais, und am vergangenen Wochenende stahlen gleich neun wehrhafte Pötte der US Navy den Sehenswürdigkeiten wie der Golden Gate Bridge die Schau. Schließlich konnten sieben Schiffe auch besichtigt werden, nur mit einem geführten Rundgang allerdings.

Den Atem Raubendes geschah allerdings am Himmel. Drei Kunstflugtruppen bewiesen ihr Können: Das Team Oracle zeigte mit seinen feuerroten Doppeldeckern Luftakrobatik vom Feinsten. Formationsflug und Beinahekollisionen boten die Blue Angels, die Kunstflugstaffel der US Navy, mit ihren blau-gelb lackierten Kampfflugzeugen vom Typ F-18 Hornet. Die US Air Force schickte ein Team von F-16-Falcon-Kampfjets.

Aus deutscher Sicht interessant war ein weiteres Luftspektakel, das Red Bull Air Race. Bei dieser Mischung aus Kunstflug, Wettrennen und Slalom müssen die Piloten möglichst schnell einen Parcours aus Toren abfliegen, außerdem einige festgelegte Kunststücke vorführen - und das Ganze erschreckend nah über der Wasseroberfläche. Der deutsche Ex-Lufthansa-Pilot Klaus Schrodt wurde Vierter, den Gesamtsieg holte der US-Amerikaner Mike Mangold.

san

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