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"Zune": Microsoft lässt iPod-Jäger von der Kette

In den USA liegt der von Microsoft entwickelte MP3-Player "Zune" nun in den Läden. Gleichzeitig stellt der Softwareriese einen neuen Online-Musikshop vor. Um die Vorherrschaft von Apples iPod zu brechen, sind Verluste zunächst erlaubt.

Microsoft startet seinen Generalangriff auf die Vorherrschaft des Konkurrenten Apple im Markt der digitalen Musik. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den USA bringt der Softwaregigant seinen Musik-Player Zune in über 60.000 Läden. Gleichzeitig stellt Microsoft auch einen neuen Online-Musikladen mit dem Namen Zune Marketplace vor. Um die Dominanz des iPods und des Apple-Online-Shops iTunes zu brechen, nimmt Microsoft-Chef Steve Ballmer nicht nur jahrelange Verluste der Zune-Geschäftssparte in Kauf, sondern riskiert auch Verwerfungen mit seinen bisherigen Partnern im Musikgeschäft.

In den vergangenen Jahren hatten sich etliche Firmen wie Samsung, iRiver und Creative in der Rolle des "iPod-Killers" versucht. Doch Apple beherrscht in den USA weiterhin rund Dreiviertel des Playermarktes und wickelt über iTunes rund 80 Prozent aller legalen Musikdownloads ab. Beim Blick auf diese Zahlen kommt inzwischen auch Microsoft-Gründer Bill Gates indirekt zum Urteil, dass die von ihm geführte Digitalmusik-Allianz "PlaysForSure" gescheitert ist. "Wir haben uns zu lange auf Partner verlassen, die schon vor Apple MP3-Player auf dem Markt hatten", sagte Gates in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Focus". "Das funktionierte jedoch nur bedingt. Als wir das einsahen, entschieden wir uns für die Entwicklung von Zune."

Vom Freund zum Gegner

Aber nicht nur die Hardware-Partner der "PlaysForSure"-Allianz müssen sich nun damit abfinden, dass aus dem Freund von einst der Gegner von heute geworden ist. Auch die Online-Musikdienste wie Napster müssen nun damit leben, dass ihre Songs nicht auf dem Zune abgespielt werden können. Da Zune-Player und Zune-Musikladen bislang nur in den USA angeboten werden, ist der größte Microsoft-Partner in Deutschland, Musicload, noch nicht von dem Kurswechsel des Softwaregiganten betroffen. Bei einem Erfolg des Zune in den USA wird aber auch der Musikdienst von T-Online sein Wettbewerbsverhältnis zu Microsoft neu definieren müssen.

Tauschfunktion ist die Neuerung

Der Zune-Angriff auf Apple ähnelt in vielen Details der Xbox-Attacke auf Sony im Spielkonsolenmarkt. Der Musikplayer darf nach Angaben von Microsoft-Finanzchef Chris Liddell vor Finanz-Analysten im vergangenen Juni bis zum Geschäftsjahr 2008 Verluste schreiben. Auch bei der Spielekonsole hatten die Chefs hingenommen, dass die Xbox jahrelang rote Zahlen machte. Wie bei der Xbox setzt Microsoft beim Zune auf eine Community-Komponente und ermöglicht den Zune-Besitzern den (allerdings stark reglementierten) Austausch von Songs über eine drahtlose Datenverbindung. Neben dem im Vergleich zum iPod etwas größeren Display ist die von Microsoft "social" genannte Tauschoption die eigentliche Neuerung des Zune. Allerdings dürfen Songs, die man auf diese Weise erhalten hat, nur drei Mal in einem Zeitraum von maximal drei Tagen abgespielt werden.

Experten sehen den iPod vorne

Die ersten Rezensionen in der US-Presse zeigen, dass Microsoft insgesamt Mühe hat, mit seinem 250 Dollar teuren Player an das Niveau des iPods heranzukommen: Im Vergleich zu einem iPod mit ebenfalls 30 Gigabyte Speicherplatz ist der Zune 60 Prozent voluminöser und 17 Prozent schwerer. Das Design und vor allem die Zune-Farbe Braun erinnerten den "Newsweek"-Kolumnisten Steven Levy an die ehemalige Sowjetunion. Allerdings wird der Microsoft-Player auch in den iPod- Farben Weiß und Schwarz angeboten.

Kritisiert wurde auch, dass der Zune weder Hörbücher noch Podcasts abspielen kann. Auch bei der Batterielaufzeit hatte der iPod in den Tests die Nase vorn. Außerdem gibt es von Microsoft bislang kein Pendant zu den kleineren iPods nano und iPod shuffle. "Unterm Strich sind der iPod und iTunes noch immer die Champs", schrieb Tech- Kolumnist Walt Mossberg im "Wall Street Journal".

Die Beobachter sind sich aber auch einig, dass die erste Version des Zune nicht die letzte sein wird. Schließlich ist der Softwaregigant dafür bekannt, bei als strategisch wichtig erkannten Produkten ständig verbesserte Varianten nachzuschieben. Beim Computer-Betriebssystem Windows hat es bis zur Version 3.1 gedauert, bis die Software halbwegs brauchbar war.

Christoph Dernbach/DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.