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New Jersey: Wie ein Fitbit-Armband zum Lebensretter einer 42-Jährigen wurde

Mit akutem Vorhofflimmern wurde ein 42-Jähriger in der Notaufnahme eines Krankenhauses in New Jersey eingeliefert. Anhand seines Fitbit-Armbands konnten die Ärzte entscheiden, wie sie ihn behandeln.

Fitbit-Armband

Die Aufzeichnung seines eigenen Puls- und Herzschlags rettete einem 42-jährigen Mann möglicherweise sein Leben

In die Notaufnahme eines Krankenhauses in Camden, New Jersey, wurde ein 42-jähriger Mann mit Vorhofflimmern eingeliefert, einem schnellen und unregelmäßigen Herzschlag, der sofort behandelt werden musste. Aber wie? Der Einsatz eines Defibrillators könnte einen Schlaganfall auslösen, ihn nicht einzusetzen, hätte möglicherweise dasselbe Resultat.

Am Arm des Mannes entdeckten die Ärzte ein Fitbit-Armband, das mit der entsprechenden App auf seinem Smartphone synchronisiert war. Das Gadget enthielt Aufzeichnungen seines Pulsschlags sowie seiner Herzfrequenz als Teil eines Fitness-Programms. Es zeigte, dass der Patient einen plötzlichen Anstieg seines Herzschlags auf 140 bis 160 Schläge pro Minute hatte – exakt zu der Zeit des Anfalls. Das wiederum bedeutete, dass der unregelmäßige Herzschlag keine chronische Ursache hatte und es deshalb unwahrscheinlich war, dass sich ein Blutgerinnsel festgesetzt hatte. Ein Gerinnsel, das durch den Einsatz eines Defibrillators eventuell gelöst werden könnte.

Entscheidungshilfe gegeben

Wie die Aufzeichnungen der Ärzte belegen, entschied sich das Team aufgrund dessen dafür, das Herz mit einem Defibrillator auf seinen normalen Rhythmus zurückzuschocken. Dabei handelt es sich um den ersten direkten Einsatz eines Fitness-Trackers während einer medizinischen Behandlung.

Für andere Aufzeichnungen ist der Einsatz schon gängige Praxis. Forscher verwenden beispielsweise das ResearchKit von Apple in Verbindung mit der Apple Watch, um deren kardiovaskuläre Gesundheit aufzuzeichnen. Die Forscher bei IBM Watson verwenden die Apple Watch, um zu untersuchen, wie sich Schlaf auf die medizinischen Statistiken auswirkt. Der Einsatz des Fitbit-Armbands als direkte Entscheidungsgrundlage geht darüber allerdings weit hinaus. Einem Mann jedenfalls hat es möglicherweise sein Leben gerettet.

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bal