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Flachbildfernseher: Den Ball flach halten

Nie waren Fernseher so gut wie im WM-Jahr 2006. Aber nie war die Auswahl verwirrender. Für Fußballfans sind Weltmeisterschaften traditionell Anlass, das alte Gerät zu ersetzen, die Hersteller hoffen auf den Durchbruch neuer Technik.

Endlich. Endlich ist es wieder so weit. Fast vier Jahre hat es gedauert seit dem Finale von Tokio. Vier Jahre, bis endlich wieder eine Fußballweltmeisterschaft angepfiffen wird. Wie schrecklich lang vier Jahre sein können, wissen wahrscheinlich nur Fußballfans.

Oder höchstens noch die Hersteller von Fernsehgeräten. Für die ist eine WM fast so wichtig wie für die eingefleischtesten Fußballfans. Denn nie sitzt das Geld für neue Fernseher so locker wie in den Wochen vor einer WM. Die Fans kaufen, als könnten sie damit den Turnierausgang beeinflussen. Mit einer Steigerung des TV-Geräte-Umsatzes um 20 Prozent im Vergleich zu 2005 rechnet Rainer Hecker von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, der von der "besonderen Wirkung" der WM schwärmt.

Es sind starke Gegner, die sich da gegenüberstehen. Die Teams heißen Samsung, Sony, Philips, Pioneer, Panasonic, LG oder Loewe, und die Computermesse Cebit ist gewissermaßen der Confederations-Cup der Branche: das letzte große Zusammentreffen vor der WM. Noch nie haben die Fernsehhersteller so gut auf die Cebit gepasst, denn nie waren sich TV-Technik und Computerwelt so nahe. Nicht nur, weil die Technik inzwischen im gleichen Tempo voranschreitet wie bei PCs - auch die Preise fallen immer schneller. So werden wohl die in den Bildunterschriften unserer Fotos genannten "unverbindlichen Preisempfehlungen" der Hersteller nie auf einem Preisschild stehen.

Und nie hat es zwischen zwei Weltmeisterschaften so viele technische Neuerungen beim Fernsehen gegeben:

- die flächendeckende Einführung des digitalen Antennenfernsehens DVB-T;

- die Umstellung auf das Format 16 : 9 - alle Spiele der Weltmeisterschaft werden im Breitbild gesendet;

- die Einführung des hochauflösenden HDTV-Fernsehens;

- WM-Spiele in HDTV bleiben allerdings zunächst Premiere-Abonnenten vorbehalten;

- die Verbreitung von Festplattenrecordern, mit denen man beliebige Fernsehsendungen anhalten und zeitversetzt gucken kann. Diese Funktion werden vor allem Fußballfans schätzen lernen: Sie verpassen keinen Anpfiff mehr, wenn sie noch die Kinder ins Bett bringen, und auch kein Tor mehr, falls sie während des Spiels aufs Klo müssen.

Umstieg in kleinen Schritten

Viele Zuschauer aber merken von all diesen Entwicklungen erst einmal wenig, denn der Umstieg in die neue Fernsehwelt vollzieht sich in kleinen Schritten. Der alte Röhrenfernseher tut nach wie vor seinen Dienst. Wem der aber nicht mehr ausreicht, braucht neue Geräte.

Bei Fernsehern stehen fünf Technologien zur Auswahl (siehe Kasten). Flachfernseher bekommt man bereits für weniger als 1000 Euro, aber Angebote unter 1200 Euro sind meist nicht empfehlenswert. Geräte der neuesten Generation kosten mindestens 2000 Euro.

Auf jeden Fall sollte der Fernseher breite Bilder im 16 : 9-Format anzeigen können. Und wenn es ein zukunftssicheres Gerät sein soll, das auch in den kommenden Jahren alle verfügbaren Bilder in bester Qualität zeigen kann, ist HDTV-Fähigkeit ein Muss. Zurzeit gibt es zwar kaum Sendungen, die hochauflösend ausgestrahlt werden - aber das wird sich zweifellos schnell ändern.

HD-taugliche Fernseher erkennt man am "HD-ready"-Logo. Wichtig ist jedoch, sich im Laden nicht von HD-Vorführungen blenden zu lassen, sondern auch die Qualität mit Standard-TV oder DVDs zu beurteilen. Einen Glaubenskrieg gibt es um die Frage, ob LCD oder Plasma besser ist. Die Antwort: Plasma macht zurzeit definitiv das bessere Bild, besonders auf großen Bildschirmen. Doch LCD holt auf. Mit großem Einsatz arbeiten die Hersteller daran, das größte LCD-Problem zu lösen, nämlich Schwarz wirklich schwarz wirken zu lassen. Gelingt das, könnten LCD-Fernseher bald vorn liegen. Schon jetzt gilt: Ein hochwertiger LCD-Fernseher ist besser als ein Billigplasma.

Vergessen wir aber nicht: Ein WM-Sieg sieht noch auf dem letzten Röhrenfernseher besser aus als ein frühes Ausscheiden in HDTV.

Karl-Gerhard Haas, Ulf Schönert

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.