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Tablet-Vergleich iPad Air vs. iPad Pro: Das sind die Unterschiede bei den Apple-Tablets

iPad Air vs. iPad Pro: Eine Frau sitzt am Schreibtisch und zeichnet mit dem Apple Pencil auf einem iPad.
iPad Air vs. iPad Pro: Trotz vieler Unterschiede gibt es auch Schnittstellen zwischen den iPad-Modellen. Beide arbeiten etwa mit dem Apple Pencil der zweiten Generation zusammen.
© songsak chalardpongpun / Getty Images
Nie waren iPad Air und Pro so nah beieinander wie heute – aber worin unterscheiden sich die Tablets aus dem Hause Apple eigentlich und welcher Nutzer braucht was? Ein kleiner Einkaufsführer, damit Sie das richtige Tablet finden.

Im Oktober 2020 kam das aktuelle iPad Air auf den Markt und machte dem damaligen iPad Pro gehörig Dampf unterm Display. Bis auf Prozessor, Kamera und Bildwiederholfrequenz lagen die beiden Tablets auf Augenhöhe. Ein Umstand, den Apple ebenfalls erkannte und deshalb nur sechs Monate später, im April 2021, eine neue Version seines Pro-Modells des iPads vorstellte. Und die hat es in sich und zwar einen Apple-M1-Chip, der auch in den neuen MacBooks des Herstellers werkelt.

Aber brauchen Tablet-Nutzer wirklich so viel Power oder reicht auch der A14-Bionic-Chip aus, der im iPad Air 2020 seinen Dienst verrichtet? Immerhin kostet das iPad Air nach unverbindlicher Preisempfehlung Apples satte 500 US-Dollar weniger als ein iPad Pro in der 12,9-Zoll-Variante. Keine leicht zu beantwortende Frage, denn es ist – trotz optischer Ähnlichkeit – mitnichten der einzige Unterschied. 

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iPad Air vs. iPad Pro 11 Zoll vs. iPad Pro 12,9 Zoll

Neben dem Prozessor unterscheiden sich die iPads vor allem beim Display, dem mobilen Internet, dem verbauten Arbeitsspeicher, den Lautsprechern und natürlich im Preis. Weil Worte es nicht besser beschreiben können, hilft eine übersichtliche Tabelle, die verschiedenen Merkmale aufzuzeigen.

Im Anschluss geht der Artikel auf konkrete Anwendungssituationen der iPads ein und erklärt, für welcher Anwender die unterschiedlichen technischen Spezifikationen auswirken. Der Preis bezieht sich auf die unverbindliche Preisempfehlung von Apple am 5. November 2021.

iPad Air 2020

iPad Pro 11 Zoll

iPad Pro 12,9 Zoll

Preis (UVP):

ab 649 Euro

ab 879 Euro

ab 1.199 Euro

Prozessor:

A14 Bionic Chip

M1

M1

Arbeitsspeicher:

6 GB

8 oder 16 GB

max. 2 TB

Speicher:

max. 256 GB

max. 2 TB

max. 2 TB

Frontkamera: 

7 MP (ohne FaceID)

12 MP mit FaceID

12 MP mit FaceID

Rückkamera:

12 MP Weitwinkel-Kamera

12 MP Weitwinkel‑ und 10 MP Ultraweitwinkel-Kamera

12 MP Weitwinkel‑ und 10 MP Ultraweitwinkel-Kamera

Anschluss: 

USB-C

Thunderbolt (USB-C)

Thunderbolt (USB-C)

Mobilfunk (optional):

4G

5G

5G

Display:

Liquid Retina Display

Liquid Retina Display

Liquid Retina XDR Display

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iPad Air vs. iPad Pro: Der Chip macht die Musik

230 Euro trennen die verschiedenen iPad Air und Pro-Modelle voneinander. Hauptunterschied ist natürlich der Prozessor. Im iPad Air 2020 arbeitet mit dem A14-Bionic noch ein mobiler Chip, der auch in der zwölften Generation der iPhones von Apple zum Einsatz kommt. Der Chip ist durchaus potent, zumal Apple ihm im iPad Air eine stärkere Grafikeinheit verpasst hat als in den iPhones. Mit den M1-Chips der aktuellen iPad-Pros hält er aber nicht mit. Die stecken im Übrigen auch in iMac und MacBook. 

Der Unterschied richtet sich nun nach dem Nutzen, denn der M1-Prozessor kommt in der Theorie auch mit leistungshungrigen Programmen wir Final Cut mühelos zurecht. Das Profischnittprogramm von Apple hat es bisher nicht aufs Tablet geschafft. Grund dafür war neben der Prozessor-Leistung auch der zu kleine Arbeitsspeicher. Und auch hier unterscheidet sich das iPad Air vom iPad Pro. Beim Air verbaut Apple maximal 6 Gigabyte Arbeitsspeicher – zu wenig für aufwendige Programme. Bis zu 16 Gigabyte finden – gegen saftigen Aufpreis – im iPad Pro platz. Genug für leistungshungrige Programme und Multitasking.

Aber braucht der Normalverbrauch dieses mehr an Leistung überhaupt? Nein. Wer einfache Büroarbeiten, Mails checken, Surfen oder PDF-Dateien bearbeiten will, braucht dafür kein iPad Pro. Dafür werden die 6 Gigabyte Arbeitsspeicher und der A14-Bionic noch die nächsten Jahre mühelos ausreichen. Wenn Sie allerdings gedenken, Bilder und Videos zu bearbeiten, dann ist das iPad Pro die bessere Wahl. Und das durchaus in der 12,9-Zoll-Variante. Warum? 

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iPad Air vs. iPad Pro: HDR nur am Pro

Nur seiner 12,9-Zoll-Version des iPad Pros spendiert Apple ein Liquid Retina XDR Display. Air und 11-Zoll-Variante bekommen dagegen "nur" ein Liquid Retina Display. Die XDR-Version ist vor allem für Cutter interessant, die HDR- oder Dolby-Vision-Videomaterial bearbeiten. Nur das iPad Pro in der 12,9-Zoll-Version vermag es, den breiteren Farbbereich, die höheren Kontraste und die höhere Helligkeit darzustellen. Das ist aber nicht der einzige Unterschied des Displays: Beide iPad-Pro-Modelle haben eine Bildwiederholrate von maximal 120 Hertz, das Display des iPad Airs nur eine von 60 Hertz.

Da Videodateien nicht unbedingt klein sind und eher von Profi-Anwendern verarbeitet werden, spendiert Apple seinen Pro-iPads übrigens auch Thunderbolt-Anschlüsse. Die bieten einen höheren Datendurchsatz als die USB-C-Buchse mit USB-Protokoll des iPad Air. Wieder entscheidet die Anwendung darüber, was Sie brauchen. Verschieben Sie lediglich Text-Dokumente oder PDF-Dateien, merken Sie den Unterschied nicht. Sobald Sie aber mehrere Hundert Gigabyte durch den Anschluss jagen, sind Sie für Thunderbolt dankbar.

Gleiches gilt übrigens, wenn Sie unterwegs arbeiten wollen und auf eine schnelle mobile Leitung angewiesen sind. Sowohl iPad Air als auch iPad Pro bieten gegen Aufpreis die Möglichkeit, sich per eSIM ins mobile Datennetz einzuklinken. Mit dem iPad Air surfen Sie aber nur im LTE-Netz, den Pro-Versionen spendiert Apple hingegen ein 5G-Modul. 

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iPad Air vs. iPad Pro: Die Kamera 

An Tablets kommt die Selfie-Kamera zumeist für Videocalls zum Einsatz. Mit 12 Megapixel Auflösung sieht Ihr Gegenüber Sie etwas schärfer, wenn Sie vor einem iPad Pro sitzen, weil die Selfie-Kamera des iPad Air nur mit 7 Megapixel auflöst. Das ist aber nicht der einzige Unterschied: Die Pro-Versionen verfügen über FaceID. Damit erkennt das iPad Pro automatisch Ihr Gesicht und entschlüsselt sich, ohne dass Sie den Passcode eingeben müssen. Wenn Sie den Passwortmanager von Apple benutzen, fügt das iPad im Safari-Browser automatisch per Gesichtserkennung Passwörter ein. Das kann ein iPad Air leider nicht. Dafür bietet es TouchID – also eine Scanfunktion des Fingers am Ein-/Ausschalter des Tablets. 

Die Rückkameras unterscheiden sich ebenfalls: So befindet sich auf der Rückseite der Pro-Modelle ein LiDAR-Sensor, der unter anderem wichtig für die Modellierung von Augmented-Reality-Inhalten wichtig sein kann. Wer damit nicht sein Geld verdient, kann aber getrost darauf verzichten. Ansonsten bieten die Pro-Modelle zwei Objektive: Eine 12 MP Weitwinkel‑ (f/1.8 Blende) und eine 10 MP Ultraweitwinkel-Kamera (f/2.4 Blende), die einen zweifachen optischen und einen fünffachen digitalen Zoom bieten. Dagegen wartet das iPad Air nur mit einer 12 MP Weitwinkelkamera (f/1.8 Blende) und bis zu fünffachem digitalen Zoom auf.

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iPad Air vs. iPad Pro: Das Zubehör

Beim Zubehör einen sich die iPads wieder: Alle arbeiten mit dem Apple Pencil der zweiten Generation zusammen und für alle gibt es das Magic Keyboard mit Trackpad oder alternativ das Smart Keyboard Folio. Wenn Sie allerdings Filme oder Musik auf den iPad sehen oder lauschen wollen, sei noch gesagt, dass im iPad Air nur zwei Lautsprecher von sich hören lassen – beim iPad Pro sind es vier. 

Fazit

Das iPad Air ist das iPad für ambitionierte Privatnutzer, die an dem Tablet mit dem Apple Pencil der zweiten Generation zeichnen wollen. Büroarbeiten erledigt es die nächsten drei bis vier Jahre – wenn nicht gar länger – mühelos. Für den Filmabend eignet es sich ebenso gut wie fürs Surfen. Wegen des saftigen Preisunterschieds bleibt es für normale Verbraucher im Vergleich zur Pro-Version die erste Wahl. Wenn Sie allerdings Videos oder Bilder am iPad professionell bearbeiten wollen, sollten Sie zum iPad Pro greifen. Denn nur dann profitieren Sie von dessen Leistung und dem besseren Display. 

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