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Roboter der Zukunft: iRobot-Gründer im Interview: Was kommt nach dem Saugroboter?

Heute saugen Roboter die Wohnung sauber. iRobot-Gründer Colin Angle verrät dem stern, was Roboter als nächstes lernen müssen, wieso das Smartphone keine Kommandos geben sollte und warum menschenähnliche Roboter eine ganz dumme Idee sind.

Colin Angles Maschinen sollen die dritte Dimension meistern.

Colin Angles Maschinen sollen die dritte Dimension meistern.

Die Roomba-Staubsauger von iRobot sind unter Saurobotern das, was ein Mercedes einst unter den Autos war. Colin Angle ist Vorstandsvorsitzender und CEO von iRobot. Er gehört zu den drei Gründern von iRobot. Die Absolventen des MIT wollten Roboter für die Erforschung des Weltraums und das Militär entwickeln. Doch 2016 verkaufte iRobot seine Militär- und Sicherheitsroboter-Sparte und konzentriert sich seitdem darauf, dem Schmutz im Haushalt den Kampf anzusagen.

Im ersten Teil des Interviews sprach Angle über Preise, Kundenzufriedenheit und das Problem des Datenschutzes. Im zweiten Teil geht es darum, was die Roboter lernen müssen, um mehr zu können, als auf den Boden herumzuwuseln. 

Herr Angle, wo können Roboter mir in Zukunft noch helfen? Saugen geht, Wischen funktioniert, Rasenmähen auch – Fensterreiniger machen meist schon mehr Arbeit, als sie mir abnehmen. Was kann das Nächste sein?

Das kann ich Ihnen nicht beantworten, weil wir an solchen Projekten arbeiten. Dann wäre die Überraschung weg.

Aber in welche Richtung wird es gehen?

Lassen Sie mich etwas ausholen. Es reicht es nicht, nur einen guten Sauger zu bauen, der den Schmutz gut aufnimmt. Die größere Herausforderung ist es, eine smarte und intelligente Maschine zu bauen, die diesen Saugapparat durch die Wohnung transportiert. Viele Geräte, die jetzt vorgestellt werden, brauchen das Smartphone als Kommandozentrale. Ich denke, das ist ein kardinaler Fehler. Der Mensch soll nicht immer Befehle geben. Die Geräte müssen selbst wissen, was sie tun sollen. Wenn unser Roomba perfekt funktioniert, sieht man ihn und hört man ihn nicht. Sie kommen nach Hause, dann ist er fertig und alles ist sauber. Das ist unsere Idee.

Muss das Haus schlauer werden, um ein Smarthome zu werden?

Wenn ich sage: "Mach das Licht in der Küche an", muss das Haus erst einmal wissen, was die Küche ist und wo die Lampen sind, bevor so etwas funktionieren kann. Wir arbeiten daran, wie der Roboter dem Haus helfen kann, sich selbst besser zu verstehen. Das heißt: Die Maschine muss erstmal wissen, wo Küche und Wohnzimmer überhaupt liegen. Unsere kleinen Landkarten sind ein erster Schritt, dem Haus zu helfen, sich selbst zu erkennen und sich zu verstehen.

Smarter Life: Das Duell - Handfeger gegen Saugroboter

Was weiß der Roboter denn heute von sich, seiner Arbeit und seiner Umgebung?

Schauen wird auf die Evolution der Roboter. Als wir angefangen haben, wusste der Roboter gar nicht, wo er überhaupt war. Er hatte eine Strategie irgendwie durch den Raum zu fahren, bis er jeden Punkt erreicht hatte, ohne dass er Schaden angerichtet hatte. Aber das war kein Wissen über diesen Raum. Jetzt allmählich beginnen die Maschinen wirklich zu merken, wo sie gerade sind. Wenn sie verstehen, wo sie sind, macht der Begriff 'Ort' erst Sinn. Ich kann dann sagen "mach die Küche sauber". Oder ich könnte sagen 'Komm her und bringe mir etwas". Das ist ein Riesenschritt. Jetzt können wird über ganz viele neue Roboter nachdenken.

"Wo ist die Küche" - Das hört sich eigentlich nicht so kompliziert an.

Das ist nicht so trivial, wie es klingt. Dazu muss die Maschine die Welt in der dritten Dimension denken. Zweidimensional reicht für das Saugen, es genügt auch, um von hier nach dort zu kommen. Aber wenn die Maschine mehr machen soll, als den Boden wischen, wenn sie ein Glas hochheben soll, muss sie die Wohnung dreidimensional wahrnehmen. Das ist jetzt die große Herausforderung für uns: Wie können unsere Maschinen die 3D-Welt erreichen. Zu Preisen, die unsere Kunden bezahlen wollen. In der Forschung kann man das schon alles, mit Lasern und exotischen Technologien – aber nicht bei einem Roboter, den man bezahlen kann.

Viele reden von menschenähnlichen Robotern. Ist das eine realistische Perspektive für die nächsten zehn oder 20 Jahre?

Nein. Ich glaube nicht, dass humanoide Roboter überhaupt wirklich nützlich sind. Eine Ausnahme ist die Unterhaltungsindustrie. Für Disney World kann das eine Alternative zu menschlichen Darstellern werden. Sonst sind humanoide Roboter ein wissenschaftliches Projekt, aber nichts für einen Hersteller von Haushaltsgeräten. Woran liegt das: Für jede Aufgabe, die ein menschenähnlicher Roboter erledigen kann, baue ich einen anderen Roboter, der das auch kann. Der ist aber einfacher, billiger, besser und verlässlicher als die Maschine, die wie ein Mensch aussehen soll.

Das Modell Mensch ist also zu teuer?

Zu diesem Thema kenne ich viele Anekdoten in unserer Firmengeschichte. Wir sollten einen Roboter zum Treppensteigen entwickeln – wir traten mit ihm gegen große Firmen an. Die haben Hunderte von Millionen ausgegeben für einen humanoiden Roboter. Der brauchte Beine, er musste die Balance halten und tatsächlich konnte er irgendwann die Treppe hochsteigen. Meistens zumindest. Dann kamen wir mit unserem Roboter zum Treppensteigen. Sie brauchten 50 Motoren - unsere Maschine nur drei. Wir haben zwei Antriebsketten verbaut und einen Greifer, zum Wenden des Geräts. Unsere Maschine kam die Treppe mit 20 km/h hoch, die große Maschine brauchte 30 Minuten. Unser Gerät konnte man vom oberen Ende der Treppe wieder runterwerfen, dann konnte es sich umdrehen und die Treppe wieder hochsteigen. Der andere musste monatelang gepflegt werden, wenn er einmal hingefallen war.

Humanoid ist also nicht unbedingt clever?

Wir haben nur darum Beine, weil Mutter Natur keine Gelenke für eine permanente Drehbewegung entwickelt hat – darum können Lebewesen keine Räder haben. Als wir gesagt haben, wir bauen einen Saugroboter, dachten die meisten, der wird wie eine Person aussehen, die dann mit dem Staubsauger an der Hand durch die Wohnung geht. Dabei muss ein Saugroboter ganz anders aussehen als ein Mensch. Das haben alle Hersteller schnell begriffen. Niemand baut einen Mensch-Roboter. Der Roboter muss viel kleiner sein, um überall hinzukommen und auch ganz flach, um unter das Sofa zu passen

Ist vom menschlichen Vorbild gar nichts zu gebrauchen?

Doch. Ich denke, dass Arme sehr nützlich sind. Aber damit der Roboter etwas damit anfangen kann, muss er das Haus in drei Dimensionen verstehen. Wenn wir das hinbekommen, dann kann ich meinem Roboter einen Arm mit auf seinen Arbeitsweg geben. Dann kann er ziemlich viele Dinge für mich tun. Auch ein Kopf ist ziemlich nützlich. Roboter werden einen Kopf haben – da kann man alle Sinne platzieren, der kann sich herum bewegen – sehr nützlich. Arme machen Sinn – aber all das unter dem Oberkörper macht leider gar keinen Sinn. Beine braucht man nicht, aber Arme sind sehr nützlich.

Was kann der Konsument von Ihnen erwarten?

Der Roboter wird weiter den Haushalt erobern. Wir rechnen damit, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre drei bis vier Roboter in 30 Prozent der Haushalte in der entwickelten Welt arbeiten werden. Und manche werden sicher Arme haben.

Interview Gernot Kramper
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(