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Kompaktlösungen: Großer Auftritt für kleine Anlagen

Als Ersatz für Hi-Fi-Musik aus der Stereoanlage taugen sogar schon günstige Audio-Video-Komplettsysteme. Wer etwas mehr zahlt, bekommt weniger Lautsprecher - aber virtuellen Raumklang.

Von Wolfgang Tunze

Das sind die Fakten in vielen deutschen Wohnzimmern: Die Stereoanlage ist ein Kompaktgerät mit eingebautem CD-Player und Radio, der Fernseher liefert lausigen Klang aus seinen Quäklautsprechern, und die Filme aus dem DVD-Player könnten eigentlich kinoreifen Surround-Raumklang bieten. Da kann einem schon die Idee kommen, diesen Aufbau zu vereinfachen und den Klang in der guten Stube zu verbessern. Und das geht so: Ein zentrales Gerät enthält einen Verstärker, der nicht nur Musik wiedergibt, sondern auch den Fernsehton. Außerdem ist ein Radio darin und ein Laufwerk, das nicht nur Film- DVDs, sondern auch Musik-CDs abspielt. Daran hängen zwei Lautsprecher für Stereoklang oder sogar fünf für Surround Sound, dazu ein Subwoofer für kräftige Bässe. So sieht das Rundum-sorglos- Paket fürs private Heimkino aus. Aber taugen die Komplettlösungen außer für TVTon auch als Ersatz der Hi-Fi-Anlage für den Musikgenuss?

Günstig, aber munter

Diesen Anspruch erheben schon Einsteiger- Anlagen wie das preisgünstige Ensemble HTS3154 von Philips (ca. 150 Euro). An einen USB-Anschluss können MP3-Player andocken, um ihr Programm zur Wiedergabe anzubieten. Selbst digitale Fotos liest die Anlage per USB ein und führt sie auf dem angeschlossenen Bildschirm vor. Ihre Lautsprecher - fünf zierliche Exemplare teilen sich die Wiedergabe mit einem Subwoofer für Bässe - taugen sicher nicht für akustische Großtaten; dennoch bringt das Boxen-Sextett Film-Soundtracks überraschend klar und recht kraftvoll. Und Musik spielt die Philips-Anlage besser ab, als es ihr Preis erwarten lässt.

Schick mit sattem Sound

Einem ähnlichen Konzept folgt die Anlage HT-X20 von Samsung (um 200 Euro): Der Player akzeptiert CD- und MP3-Musik ebenso wie DVD-Filme, ein USB-Anschluss ist für MP3-Player gedacht. Die Lautsprecher für die fünf Heimkino-Kanäle stecken in winzigen ovalen Gehäusen, die Bass-Arbeit übernimmt ein Subwoofer. Besonders komfortabel: Zur Samsung-Elektronik gehört ein Messmikrofon, das beim Aufbau der Anlage am Hörplatz aufgestellt wird und die automatische Abstimmung der Boxen ermöglicht. Ebenso interessant: Als Zubehör ist ein Funksender samt Empfangsmodul für rund 150 Euro erhältlich, der den kabellosen Anschluss der hinteren Boxen ermöglicht. Das Modul braucht dann aber eine Stromversorgung. Weil das Set recht ausgewogen klingt und beachtliche Bässe produziert, macht es als Heimkino und Stereoanlage gleichermaßen eine gute Figur.

Trickreiche Beschallung

Der Beitrag des Hi-Fi-Spezialisten Denon sieht etwas anders aus: Die Lautsprecher der Komplettanlage S-102 (um 950 Euro) treten nur zu dritt an. Zwei flache Exemplare geben die Stereokanäle wieder, ein Subwoofer liefert das Bassfundament. Dennoch können sie mehr als nur Zweikanalton: Im Gerät kümmert sich eine Elektronik namens "Dolby Virtual Speaker" um Mehrkanal- Soundtracks - indem es die zur echten Surround- Wiedergabe fehlenden Lautsprecher durch digital erzeugte Phantomschallquellen ersetzt. DVD-Filme werden digital mit dem HDMI-Anschluss an Flachbildschirme übertragen. Ihre Hi-Fi-Prüfung besteht die Denon-Anlage mit natürlichen Klangfarben, und die virtuelle Signalaufbereitung bringt Raumklang fast so real wie ein vollständiges Lautsprecherset. Die Denon beherrscht anders als die billigeren Anlagen noch einen Trick: Sie hat einen Anschluss für digitalen Ton und kann damit den Raumklang wiedergeben, den manche TVSender über Kabel oder Satellit ausstrahlen.

Mit Platte für Musik

So einen digitalen Ton-Eingang hat auch die SC-PTX7 von Panasonic (um 760 Euro). Auch hier erzeugt die Elektronik den Eindruck virtueller Zusatzlautsprecher zu den vorhandenen schlanken Stereoboxen samt Subwoofer. Im Gerät steckt auch eine Festplatte mit 80 Gigabyte Speicherplatz zur Archivierung ganzer CD-Sammlungen. Mehr noch: Über einen Netzwerkanschluss kann es mit einem PC Kontakt aufnehmen, um von dort weitere MP3-Schätze nachzuladen. Dies alles setzen die Lautsprecher in souveräne, lebendige Klänge um und zaubern obendrein überzeugenden virtuellen Kinoklang ins Wohnzimmer. So ist auch diese Anlage einen Tipp wert - als unscheinbare Medienzentrale mit ungeahnten Fähigkeiten.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.