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MP3-Player: Sound für den Party-Marathon

Die modernen Nachfahren der Jukebox aus dem Tanzcafé speichern riesige digitale Musikarchive - bis zu 600 Stunden nonstop.

Elvis ist Legende, Buddy Holly fast vergessen. Aber die Jukebox, die Heimat der Helden von einst, ist wieder da. Allerdings tritt sie nicht mehr als chromblitzendes, mit Vinylscheiben voll gepacktes Groschengrab auf. Die Musik-Maschinen von heute funktionieren digital, passen in die Hi-Fi-Anlage oder in die Hosentasche - und vor allem: Sie speichern locker den Inhalt einer ganzen Plattensammlung. 300, 500 oder gar 600 Stunden Musik auf Abruf? Kein Problem.

Macht Platz!

Denn in ihrem Inneren arbeiten Komponenten aus der Computerwelt. Großkalibrige Festplatten dienen als Speicher, und leistungsfähige Prozessoren dampfen die musikalischen Daten auf einen Bruchteil ihres Umfangs ein - nach dem bewährten, digitalen Internet-Standard MP3, der die Bits einer CD auf rund ein Elftel reduziert, ohne die Tonqualität nennenswert zu schmälern. Immer mehr digitale Jukeboxen spielen auch Musikdateien ab, die nach noch effizienteren Kompressionsstandards wie Windows Media Audio (WMA), Advanced Audio Coding (AAC) oder MP3-Pro produziert wurden. Diese Verfahren lassen Musik noch stärker schrumpfen als MP3 und bringen damit noch mehr Titel auf der Festplatte unter.

Arbeitsteilung

Die meisten der modernen Musik-Maschinen nehmen per Kabel direkten Kontakt zum Computer auf, an den sie Aufgaben delegieren: Dank mitgelieferter Software kann der PC so CDs kopieren und dabei gleich die Kompressionsarbeit übernehmen, eine CD-Datenbank im Web anrufen, um Songs automatisch mit Titel- und Albumnamen zu beschriften, oder Lieblingsstücke in Play-Listen sammeln und in einem Rutsch an das Hi-Fi-Gerät überspielen.

Zwischen 1000 und 2000 Euro muss man anlegen

Urtyp stationärer Jukeboxen für die Hi-Fi-Anlage ist der MB-S1 genannte, flache Baustein von Onkyo - ein CD-Player mit einer 20 Gigabyte großen Festplatte für 300 Stunden MP3-Musik (Preis: ca. 1700 Euro). Es geht aber auch günstiger: Terratec verkauft seinen C.A.R. 4000 genannten Musikserver für rund 1000 Euro - bei deutlich besserer Ausstattung. Mit einer 40 Gigabyte großen Festplatte lassen sich bis zu 600 Stunden Musik in tadelloser Qualität speichern. Ebenfalls auf eine Kapazität von etwa 600 Stunden Nonstop-Programm ist Sonys Server HAR-D1000 zugeschnitten (Preis: um 1000 Euro). Auch darin stecken ein CD-Laufwerk und eine 40-Gigabyte-Festplatte. Daneben hat Sony gerade die rund 1500 Euro teure Micro-Anlage CMT-L7HD vorgestellt - mit einer 20 Gigabyte großen Festplatte.

Einer anderen Philosophie folgt Yamaha mit seiner Digital-Jukebox CDR-HD 1300E (um 800 Euro). Dieses Modell fusioniert eine 40-Gigabyte-Festplatte mit einem CD-Brenner-Laufwerk. Das Yamaha-Archiv umfasst zwar nur 60 Stunden Musik, bietet dafür aber eine kompromisslose Klangqualität ohne jegliche Kompression.

Alleinunterhalter für den mobilen Einsatz

Auch für den mobilen Einsatz gibt es digitale Alleinunterhalter. Die Jukebox 3 von Creative ist so groß wie ein Discman und arbeitet mit einer 20 Gigabyte-Festplatte. Musik vom Computer wird über eine superschnelle Firewire-Kabelverbindung im Rekord-Tempo überspielt. MP3-Aufnahmen sind sogar ohne PC möglich (Preis: ca. 500 Euro). Thomson bringt in diesen Tagen die zweite Ausgabe des mobilen Recorders Lyra PDP 2800 auf den Markt - ebenfalls mit einer 20 Gigabyte großen Festplatte. Die Musik bezieht das Gerät über die USB-Schnittstelle vom PC.

Apple - elegant wie immer

Das eleganteste Modell stammt von Apple. Der alternative Computerhersteller baut eine iPod genannte Musik-Schachtel, die kaum größer ist als ein Zigarettenpäckchen und über Firewire sowohl mit Macintosh- als auch mit Windows-Rechnern Kontakt aufnehmen kann (Preis mit 20 Gigabyte großer Festplatte: rund 620 Euro).

Wolfgang Tunze / print
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