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Saugroboter: iRobot i/7+ verspricht keine dreckigen Hände mehr beim Entleeren

Roomba baut die schlauesten Saugroboter. Das neue Modell merkt sich auch komplexe Grundrisse, saugt sich clever durch die Wohnung und hat eine Basisstation, die den Dreck im Beutel sammelt

Eigentlich sollte der Roboter laufen, wenn man nicht im Haus ist.

Eigentlich sollte der Roboter laufen, wenn man nicht im Haus ist.

Hersteller

iRobot gilt als der Technologie-Führer bei den schlauen Saugrobotern. Doch die bisherige Top-Serie ist schon ein paar Jahre alt, der ewige Zweite, Neato, hat ein neues Gerät auf dem Markt (Lesen Sie hierzu: Botvac D7 Connected - Die neue Generation von Saugrobotern ist schlauer und saugt besser) und auch der China-Gigant Xiaomi ist mit einem anspruchsvollen Gerät im Rennen. Nun hat iRobot einen neuen Roomba vorgestellt. Er soll die Kunden mit zwei Features überzeugen: Zum einen ist der i/7+ deutlich schlauer als seine Vorgänger. Eine Eigenschaft die iRobot-Chef Colin Angle am Herzen liegt. Denn in seiner Vision sind die Sauger erst ein Anfang in einer Reihe von Haushaltsrobotern, die auch weit anspruchsvollere Tätigkeiten übernehmen können.

Saugroboter: iRobot i/7+ verspricht keine dreckigen Hände mehr beim Entleeren
Eigentlich sollte der Roboter laufen, wenn man nicht im Haus ist.

Eigentlich sollte der Roboter laufen, wenn man nicht im Haus ist.

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Das andere Feature ist eine neue Basisstation, in der der Schmutz gesammelt und in einem Beutel versiegelt wird. Hier kommt iRobot den Kundenwünschen entgegen. Auch wir haben im Gespräch mit Colin Angle bemängelt, dass das Leeren der kleinen Staubbox im Sauger eine schmutzige und eklige Angelegenheit ist – insbesondere wenn Hundehaare das Behältnis täglich anfüllen.

Einrichten und vergessen

Mit seiner Basisstation kommt der i/7+ dem Ideal eines diskreten Haushaltshelfers ein großes Stück näher. Die Philosophie von iRobot sieht vor, dass das Gerät einmal eingerichtet wird, aber dann ohne menschliches Zutun und unbemerkt seinen Dienst verrichtet. Ein Roomba darf also nicht irgendwo in der Wohnung stecken bleiben und nun muss man sich auch nur ein Mal im Monat um die Staubentsorgung kümmern. 30 Reinigungen soll die "Clean Base Automatic Dirt Disposal Unit" in ihrem Beutel aufnehmen können. Gleichzeitig dient sie als Ladestation.

Zwar hatten andere Saugroboter die Idee mit einer großen Sammelstation bereits. Von den jetzigen Spitzenmodellen steht der i/7+ mit diesem Feature aber einzig da. Neu ist auch, dass der Dreck in einem speziellen Beutel gesammelt wird und man sich – so wird es zumindest versprochen – die Finger überhaupt nicht mehr schmutzig macht.

Schlauer als bisher

Der neue Roomba ist zudem schlauer als seine Vorgänger, er kann die Karten-Grundrisse von bis zu zehn Häusern anfertigen und speichern. Das ist für alle Besitzer eines mehrgeschossigen Hauses eine große Erleichterung, weil jedes Stockwerk eine eigene Karte benötigt. Die Karten können mit Sperrzonen editiert werden, zudem kann jeder Raum einen Namen erhalten. Die Namen machen die Steuerung mit Alexa und dem Google-Assistenten leichter, weil die Besitzer jetzt einfach sagen können "Hey Google, saug das Kinderzimmer", und der i/7+ weiß, welcher Raum gemeint ist.

Auch ist zu erwarten, dass die reine Saugleistung bei dem neuen Gerät deutlich besser sein wird als bei den Vorgängern. Ziel ist es, einen Handsauger in den meisten Wohnungen komplett überflüssig zu machen.

Im US-Markt kostet der i/7+ 949 Dollar inklusive der Schmutz-Station. Separat gibt es den i7-Roboter für 699 Dollar und die Basisstation für 299 US-Dollar. Zum Preisvergleich: Der etwas in die Jahre gekommene Roomba 980 kostet in Deutschland 999 Euro. International soll der Roomba i/7+ im ersten Quartal 2019 ausgeliefert werden.

Kra