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Zukunftspläne Abitur, was nun?


Was erwarten Deutschlands Abiturienten von ihrer Zukunft? Wie sehen ihre Pläne zur beruflichen Weiterbildung aus, und was sind die Gründe für die Wahl einer Ausbildungsform?

Was erwarten Deutschlands Abiturienten von ihrer Zukunft? Wie sehen ihre Pläne zur beruflichen Weiterbildung aus, und was sind die Gründe für die Wahl einer Ausbildungsform? Antworten liefert das "Abiturientenbarometer 2003", das vom Institut "trendence" in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Bundesländer, mit 76 Hochschulen und über 300 Gymnasien aus dem gesamten Bundesgebiet durchgeführt wurde.

Fast 7.000 volljährige Abiturienten wurden gefragt, wer ihr Wunscharbeitgeber ist. Die beliebtesten Unternehmen unter Deutschlands Abiturienten waren Siemens (28 Prozent), Lufthansa (27,4 Prozent) und BMW (26,8 Prozent).

Erhebliche Unterschiede zeigen sich jedoch, wenn man die Ranglisten nach Geschlecht oder Region spezifiziert. Bei der Unterscheidung der Top-Arbeitgeber zwischen männlichen und weiblichen Schülern zeigt sich, dass Schüler vor allem die Informatikbranche als Wunscharbeitgeber wählen, während Schülerinnen Modehersteller wie H&M, Peek & Cloppenburg sowie C & A bevorzugen.

Auch im Vergleich zwischen östlichen und westlichen Bundesländern zeigen sich unterschiedliche Ranglisten. Auffällig ist, dass die Bundeswehr von Abiturienten der neuen Bundesländer Platz 13, im Westen hingegen Platz 27 bekommt. Das Auswärtige Amt landet im Westen auf Platz 6, im Osten auf Platz 11.

Zu viele Schüler sind zu unentschlossen

Fühlen sich Deutschlands Gymnasiasten über ihre Zukunftsmöglichkeiten aber wirklich gut informiert? Katastrophal sind die Ergebnisse der Befragung: Nur 17 Prozent fühlen sich gut informiert. Der Großteil (64,8 Prozent) der Abiturienten in Deutschland antwortet mit "teils/teils". Erschreckend, wenn man bedenkt, dass es um ihre berufliche Zukunft geht.

Und wo holen sich Gymnasiasten Informationen über Möglichkeiten, die sich nach dem Abitur bieten? Vor allem werden erfahrene Freunde oder Bekannte (65,4 Prozent) zurate gezogen. Aber auch die Berufsinformationszentren (62,3 Prozent) werden von den meisten Schülern genutzt.

Unter dem Nachwuchs (81,6 Prozent) ist die Angst vor der drohenden Arbeitslosigkeit enorm groß. Aber trotz dieser Sorge gibt ein mit 43,2 Prozent überraschend hoher Anteil der Befragten an, die berufliche Karriere nicht sorgfältig zu planen.

Und welchen Bildungsweg schlagen Schüler nach dem Abitur ein? Über 60 Prozent der Befragten strebt ein Hochschulstudium an. Nur 14,3 Prozent möchten eine Berufsausbildung beginnen. Und 8,3 Prozent suchen den Weg an eine Berufsakademie. Lediglich 0,7 Prozent der Schüler möchten weder studieren noch eine Ausbildung machen. Aber ganze 11,9 Prozent sind unentschlossen bezüglich ihrer weiteren Pläne nach dem Abitur.


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