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J. Peirano: Der geheime Code der Liebe: "Wir haben nach fünf Wochen geheiratet - jetzt weiß ich: Er war der Falsche"

Gesche und ihr Mann heirateten kurz nach dem Kennenlernen - jetzt, nach sieben Jahren, steckt die Ehe in der Krise. Ihr Mann ist unzuverlässig, wittert Affären, wo keine sind, und ist abweisend. Ist Gesche mit dem falschen Mann zusammen? 

Eheprobleme: Beziehungsfrust nach sieben Jahren Ehe

Eheprobleme: Beziehungsfrust nach sieben Jahren Ehe

Liebe Frau Peirano,

mein Mann und ich kannten uns 5 Wochen und haben geheiratet. Wir wollten es einfach riskieren und stehen beide zu der Entscheidung. Inzwischen sind wir 7 Jahre verheiratet und haben zwei Kinder (6 und 3).
Leider haben wir sehr, sehr viele schlechte Phasen, die mich zwischenzeitlich schon körperlich krank machen. Mein Mann ist sehr egoistisch. Er ist ständig weg (als Fußballtrainer oder für Hobbys oder Bekannten helfen) und nur anderen gegenüber zuverlässig. Verabredungen und Vereinbarungen mir gegenüber hält er so gut wie nie. Ich glaube ihm diesbezüglich schon kein Versprechen mehr. Er hat mich oft vor einem geplanten Kurzurlaub zu meiner Familie (750km Entfernung) stehen lassen und mich mit zwei kleinen Kindern alleine diese anstrengende Autofahrt machen lassen (8 Std). Ständig höre ich 'es wird bald besser, bald bin ich mehr zu Hause', aber das hält er kaum ein.


 

Von Anfang an hat er mein und meine Emails durchsucht und unterstellt mir ca. alle 6 Monate, ich betrüge ihn (was ich nicht tue - wobei ich mir zwischenzeitlich fast wünsche, ich täte es, dann würde sich der Ärger lohnen). Ich suche die Aufmerksamkeit, die ich von ihm nicht bekomme, bei männlichen Bekannten. Vielleicht kann man das als flirten per Sms auslegen, aber mehr nicht. Inzwischen habe ich keine Bekannten mehr, bin nicht mehr in Facebook vertreten und habe mein Handy mit Fingerabdruck geschützt. Ich sage offen, wenn ich mich vernachlässigt fühle und weise darauf hin, dass ich mir demnächst einen anderen suche, wenn er so weiter macht. Da lacht er nur und wundert sich hinterher.

: Warum bin ich noch bei ihm?

Für ihn bin ich weit weg von Familie und Freunden gezogen, habe so gut wie alles aufgegeben (von der Stadt ins Kaff gezogen) und akzeptiere sogar die Schwiegermutter im Haus (was oft extrem anstrengend ist). Ich habe Paartherapien vereinbart, suche das Gespräch, rede meinen Mund fusselig, versuche, mich körperlich anzunähern (sein Interesse ist begrenzt, er liegt lieber mit dem Handy auf der Couch), ...ich habe sehr an mir gearbeitet und versuche, seine Art und seine Eigenschaften zu akzeptieren. Aber es macht mich kaputt, dass er so wenig an mir interessiert ist, sich kaum einbringt und nur macht, was er will, wie er will, wann er will. Alle Freunde fragen mich schon, wieso ich überhaupt noch bei ihm bin. Ich liebe ihn. Nur so möchte ich mein Leben nicht verbringen. Früher war ich gerne im Kabarett, auf Konzerten etc. Jetzt ist einmal im Jahr ein Kinobesuch, bei dem er fast nur motzt und das nur mir zu Liebe tut und nicht, weil es ihm Spaß macht, das höchste der Gefühle. Ich möchte die Welt sehen und den Kindern viel zeigen. Er will auf der Couch Handy spielen und nebenbei fernsehen.

Und neben all dem wirft er mir häufig vor, ich sei verrückt, wenn mir der Kragen platzt, und ich bräuchte eine Therapie. Ich bin bereits in Therapie und nehme seit einem Jahr Anti-Depressiva. Das kann doch nicht die Lösung sein, mich ruhig zu stellen.

Dies schildert in aller Kürze, worüber ich ein Buch schreiben könnte.

Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.

Viele Grüße Gesche B.

Liebe Gesche B.,

als ich Ihre Geschichte gelesen haben, dachte ich mir: "Wenn Ihr Liebesleben eine Landschaft wäre, wäre es bestimmt eine riesige, staubige und sengend heiße Sandwüste!" Die Ehe von Ihnen und Ihrem Mann klingt sehr karg und monoton, und es ist kein Ende in Sicht.

Sie scheinen kaum Gemeinsamkeiten mit Ihrem Mann zu haben und sich gegenseitig die Energie zu rauben. Denn auch sein Desinteresse an Ihnen hat bestimmt den Grund, dass er sich unzureichend und angeklagt fühlt. Er begegnet dem, indem er sich entzieht und entweder äußerlich oder zumindest innerlich abwesend ist. Trotz aller Bemühungen Ihrerseits hat sich nichts geändert, und Sie sind am Verzweifeln. 

Das Verblüffendste an Ihrer Schilderung war der Satz: "Ich liebe ihn". Ich war sehr überrascht, als ich das las, denn diese Aussage passt aus meiner Sicht überhaupt nicht in das Gesamtbild. Ich hätte eher so etwas erwartet wie: "Ich möchte gehen, aber ich habe Angst vor diesem Schritt". Eines wurde mir auch klar: Sie haben einen großen Wunsch nach Nähe. Dafür spricht Ihr Schritt, schon nach fünf Wochen zu heiraten, ohne vorher genauer hinzugucken, ob es auch wirklich passt zwischen Ihnen beiden. Für Ihr Nähebedürfnis spricht auch Ihr hohes Investment in Ihre Beziehung: Sie haben den Wohnort gewechselt, leben mit der Schwiegermutter im Haus, haben Ihr eigenes Leben aufgegeben. Was bleibt Ihnen da noch? Und natürlich sprechen auch Ihre Flirts per SMS auf der Suche nach Anerkennung und Bestätigung dafür, dass Sie sich eine Beziehung ganz anders vorstellen.
Mittlerweile ist es so schlimm, dass Sie depressiv geworden sind.

Ich kann Ihnen – aus der Ferne- nur zwei grobe Wege anskizzieren.

Entweder Sie machen das, was Ihre Freunde Ihnen schon lange raten und packen Ihre Sachen, ziehen mit den Kindern zurück in die Stadt und führen ohne Ihren Mann das Leben, das Sie sich vorstellen. Das haben Sie bestimmt schon durchdacht, und wenn nicht, wäre es bestimmt hilfreich, das mal ausführlich zu tun. Vielleicht öffnet es Ihnen neue Horizonte, oder aber Sie finden heraus, warum Sie sich nicht von Ihrem Mann trennen.


Der zweite Weg wäre, zu erkennen, dass Sie in dieser harten, wüstenartigen Situation eine ganze Menge lernen können. Ihr Mann ist, ohne sich darum zu bemühen, ein ausgezeichneter Lehrer für so vieles. Gerade weil er Ihnen so wenig Liebe gibt und Zuneigung zeigt, können Sie an seiner Seite lernen, sich selbst glücklich zu machen. Sie könnten sich um neue Freundschaften bemühen, ohne ihn ins Theater oder Kabarett gehen, Sport treiben und eine interessante Arbeit finden (sofern Sie nicht schon eine haben). Und ganz wichtig: Sie könnten Ihr Selbstwertgefühl unabhängig von Ihrem Mann pflegen, zum Beispiel indem Sie lernen, auf Ihre eigenen Bedürfnisse zu hören und diese zu erfüllen. Viele meiner Patientinnen haben sehr gute Erfahrungen mit Yoga und Achtsamkeitstrainings gemacht. Sie wurden unabhängiger und sind förmlich aufgeblüht. Denn bei Achtsamkeitstrainigs lernt man, sich ganz auf sich und seine eigenen Gefühle zu besinnen, anstatt sein Leben als eine Reaktion auf die Außenwelt zu sehen.

Wenn Sie den zweiten Weg gehen wollen - und sei es nur für eine begrenzte Zeit von sagen wir mal zwei bis fünf Jahren, wäre es ganz wichtig, dass Sie Ihre Situation so akzeptieren, wie sie ist. Ihr Mann wird sich nicht ändern, das haben Sie bereits erkannt. Und tief in Ihrem Innersten wird er Ihnen nicht genügen, auch das ist Ihnen bestimmt schon klar. Irgendwann werden Sie sich trennen, aber Sie können vorher lernen, sich selbst glücklich zu machen. Und erst wenn Sie das wirklich gelernt haben, sind Sie auch bereit für eine andere Partnerschaft, in der beide in Ihrer eigenen Achse stehen können.

Ich hoffe, dass Sie in dieser schwierigen Zeit einen guten Zugang zu Ihrer inneren Stärke finden.

Herzliche Grüße, Julia Peirano


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Kommentare (10)

  • Dr. Sommer
    Dr. Sommer
    Der Bericht der Autorin legt eine äußerst einseitige Betrachtungsweise und dem Ehemann gegenüber diskriminierende und auf Unwahrheiten aufgebaute Darstellung dar!
    Ich kenne sowohl die Autorin, sowie auch ihren Ehemann persönlich, war vor 7 1/2 Jahren der Trauzeuge bei ihrer Hochzeit und vermag mir ein objektives Urteil des hier, von der Autorin mit Selbstmitleid überfluteten Berichtes zu bilden.
    Ich möchte auf Grund geldender Persönlichkeitsrechte nicht ins Detail gehen aber was die Autorin hier so wehmütig von sich gibt, gleicht wohl mehr einer Märchenstunde, als der Realität der letzten siebeneinhalb Jahre.
    Nur so viel sei für alle, die hier der Autorin ihr Mitleid bekunden und ihren Mann als Ehemonster sehen, gesagt. Die beiden Kinder sind zu mindestens 80 % bei Oma und Opa aufgewachsen und zu gleiche Prozentsatz auch von ihnen fürsorglich erzogen wurden. Nicht weil sich die beiden aufgedrängelt hätten! Die Autorin hat es nach ihrem Halbtagsjob vorgezogen am Nachmittag zu schlafen und ihr Mann hat einen Ganztagesjob um für die finanzielle Belastung für Haus und Familie aufzukommen. So viel zum Thema "die böse Schwiegermutter".
    Bei den beschriebenen 750 km entfernten mutmaßlichen Kaff (dem Leser wird offeriert als sei es eine grauenvolle Gegend,) handelt es sich um eine landschaftlich malerische Tourismusgemeinde mit kompletter Infrastruktur, einem der schönsten Badeseen und einem eigenen Schigebiet in Kärnten. Diesen Ort als Kaff zu bezeichnen ist wohl ebenso eine Falschdarstellung wie ein überwiegender Teil des Berichtes der Autorin.
    Abschließend sei noch erwähnt, das die Autorin seit einigen Monaten wieder bei ihrer Familie in Deutschland lebt und ihr bezüglich des Umgangsrechts keine Aktion zuwider ist, ihren Mann auf Kosten der bei ihr lebender Kinder auf sehr fragwürdige Weise unter Druck zu setzen.
    Bericht wie diese sind wohl äußerst fragwürdig! Vor allem dann, wenn die Opfer-Täter-Rolle augenscheinlich vom Autor selbst vertauscht wird!
  • Janice009
    Janice009
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  • Janice009
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  • widemax
    widemax
    Junge frau Sie behaupten Sie wären ein Engel und machen alles richtig
    aber ihr man ist schuld an allem, ich finde diese einseitige schwache Darstellung ist nicht objektiv und quatsch.
    Sie wollen ein rund um die uhr paket man bei sich haben der ganze zeit zuhause ist wie ein Roboter um ihre wünsche zu erfülluen dann schaffen Sie ein Roboter die können auch sexy sein
    vielleicht sind SIe nicht intelligent genug für ihr man
    oder nicht fleißig oder wat weiß ich
    Sie wollen kein man Sie wollen Ersatz Vater
  • Gerhard Heinzmann
    Gerhard Heinzmann
    Ganz davon abgesehen dass ich davon ausgehe dass sämtliche in dieser Reihe aufgeführten Erfahrungsberichte pure Erfindung der Autorin sind (sogenannte Fake-Reports) finde ich es ausgesprochen bemerkenswert mit welcher dämlichen Sturheit die Autorin das Schwaz-Weiß Bild von der klugen, aktiven und fürsorglichen Frau und dem faulen und inkompetenten Mann immer wieder verzweifelt bemüht. Warum lässt man eine solch einseitige Darstellungsweise zu? Auch das ist eine Form der Diskriminierung; erfreulicherweise aber ohne nennenswerte Folgen.

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