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Elite-Universitäten: Bund und Länder nähern sich an

Im Streit um die Art der Eliteförderung an den deutschen Universitäten soll am Montag ein Kompromiss stehen: Während der Bund einzelne Hochschule fördern will, setzen die Länder auf ein "Elite-Netzwerk" vieler Fakultäten.

Die Länder und Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sind im Streit um die künftige Elite-Förderung an den Hochschulen auf dem Weg zu einem Kompromiss. Nach Beratungen mit Wissenschaftsministern der Länder äußerte sich Bulmahn am Freitag in Berlin zuversichtlich, dass es zu einer Verständigung mit den Ländern auf ein Konzept für die Förderung von Spitzen-Universitäten kommen wird.

"Elitenetzwerk" vs. Eliteunis

"Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingt, zu einem Konsens zu kommen, der die Förderung von Spitzenleistungen im universitären Bereich wie auch die Sicherung einer hohen Qualität in der Breite ermöglicht", sagte Bulmahn der dpa. An den Beratungen mit Bulmahn hatten acht Wissenschaftsminister von Union und SPD teilgenommen.

Bulmahn hatte den Ländern vorgeschlagen, fünf ausgewählte Elite- Hochschulen mit 250 Millionen Euro pro Jahr zu fördern. Die Bundesländer verlangten dagegen ein "Elitenetzwerk" einzelner Fakultäten und nicht ganzer Universitäten.

Entscheidung am Montag

Auf der Grundlage der Beratungsergebnisse soll jetzt ein Kompromisspapier ausgearbeitet werden, das dann am Montag der Bund- Länder-Kommission für Bildungsplanung vorgelegt wird. Sie soll über das künftige Elite-Konzept entscheiden.

DPA / DPA
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