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H. Hell: Was ich über Sex gelernt habe: Advent, Advent, der Single brennt!

Stille Nacht, einsame Nacht? Von wegen! Mit diesen Tipps überleben Singles die Festtage und zeigen gehässigen Verwandten und selbstgefälligen Reihenhausbesitzern, wo der Hammer hängt.

Auch gegen den Terror der Hausmütterchen helfen die Waffen einer Frau.

Auch gegen den Terror der Hausmütterchen helfen die Waffen einer Frau.

Du hast jetzt schon keinen Bock auf Weihnachten, wenn du daran denkst, dass dich deine buckelige Verwandtschaft unterm Tannenbaum garantiert wieder ins Kreuzverhör nehmen wird – weil Du mit Anfang 30 NOCH IMMER keinen Verlobungsring am Finger, geschweige denn ein Blag unterm Herzen trägst?! 

Auch beim traditionellen Meet & Greet mit deinen  "Freunden von früher " (aka. Megaspießer) auf dem Weihnachtsmarkt heißt es vermutlich wieder: Leise rieselt das Mitleid! – weil du als einzige ohne eigenen Kombi samt Ehemann hinterm Steuer und Maxi Cosi auf dem Rücksitz angereist bist. Stattdessen wohnst du seit der Trennung von deinem Ex wieder in einer … WG.

 "Oh, du bist also immer noch alleine, ja?", werden die Hausmütterchen aus Leidenschaft gurren, wenn sie das hören. "Mensch, das tut mir ja leid. Du fühlst dich sicher oft einsam in so einer anonymen, gefährlichen Großstadt wie ." Und ihre Ehemänner dann so:  "Läuft’s denn wenigstens im Job? Die Medienbranche soll ja in der Krise stecken, hab’ ich gelesen. Reicht wahrscheinlich gerade so zum Leben, gell? "

Trost im Eierlikör

Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem du dir wirklich wie ein (Liebes-)Loser vorkommst (obwohl du dein Leben eigentlich liebst!). Die Folge? Du verbringst den Rest der schmollend zwischen Mama und Papa auf dem Sofa und lässt dich mit  Eierlikör volllaufen, während  "Sissi " im TV freudig ruft:  "Franz, wir erwarten ein Kind!" Insgeheim wünschst du dem glücklichen Kaiserpaar dann die Pest an den Hals (weshalb dir Teil 3 auch am besten gefällt).

Doch – halt, stopp! In Selbstmitleid versinken am Fest der ?! Das muss, das DARF nicht sein, Schwestern. Bleibt lieber cool, holt euer Selbstbewusstsein aus der Versenkung und avanciert mithilfe der folgenden Tipps an Weihnachten zur meist gehassten und -beneideten Person. Denn das tut guuut.

Stellen wir uns mal folgendes Horrorszenario vor: Eine alte Schulfreundin (Ätzkuh!) hat gerade ihr zweites Baby bekommen und lädt zum superspießigen Angeber-Weihnachtsdinner in ihr neues Designhaus (ja, sowas gibt’s). Du, allein unter (vermeintlichen) Traumpaaren und Milchpumpen.

Sex sells 

Und so kommst du da durch: Geh’ zur Maniküre, lass dir beim Haare-/Make-Up-Artist deines Vertrauens die perfekten  "Beach Waves" und ein professionelles Tages-Make-Up verpassen (für sowas haben junge Mütter nämlich keine Zeit mehr - ätsch!). Zieh’ dir einen heißen, extrem stylischen Fummel an, der deine unfassbar festen Brüste betont. Verzichte am besten auch gleich noch auf einen BH. Free the nipples!

Denn noch müssen deine Hupen nicht abgepumpt werden.

Komme eine halbe Stunde zu spät zum Termin und entschuldige dich mit den Worten: "Tut mir leid, Leute, aber ich habe gerade soooo viel um die Ohren. In meiner Town steigt gerade eine Party nach der anderen. Boah, das Leben ist echt anstrengend, wenn man tausend Möglichkeiten hat und einem alle Türen offen stehen. "

Auf die Frage, was du Silvester machst:  "Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung! Meine Mitbewohnerin will unbedingt nach Thailand. Vollmondparty. Durchtanzen am Strand. Magic Mushrooms und so. Ihr wisst schon. Naja, als  "Freelancer " kann ich ja quasi solange Urlaub machen, wie ich will. Ich meine, das Leben in Asien kostet praktisch nichts. Allerdings gibt es da noch diesen scharfen Typen, der mich letzte Woche in einer Bar aufgerissen hat – der will mit mir nach Paris … Als ob wir dann etwas von der Stadt sehen würden. Hahaha! "

 Frei, ungebunden und sexy

Auf die Frage, was 2017 beruflich so ansteht:  "Vorsätze? Och, ich werde mir erstmal einen längere Auszeit nehmen, rumreisen, viel lesen, Yoga machen. Tibet reizt mich, wisst ihr? Ich meine – mich vermisst hier ja eh keiner, ich bin keinem Rechenschaft schuldig, kann tun und lassen was ich will.  " 

Spätestens da sollte den gehässigen Supermuddis die ersten Tränchen der Verzweiflung ("Verdammt, ich bin gefangen in einem Knast namens Familie! ") in die Augen schießen. Und den Vätern erstmal … 

Ach, und noch etwas: Zu keiner anderen Zeit trennen sich so viele Paare wie zwischen Weihnachten und Silvester! Sprich: Haufenweise neue Singles überschwemmen den Markt – man muss nur noch mit einem Körbchen rumgehen und sie aufsammeln.

Heppa!

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