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Love From Hell: Von Penis-Bildern und Screenshot-Analysen: Die goldenen Regeln der Flirt-Kommunikation

Wie ihr bei WhatsApp und Co. kommuniziert, sagt alles über die Qualität eurer Beziehung aus. Zeig mir euren Chat und ich sag dir, ob’s was wird.

Attraktive junge Frau liegt zu Hause im Bett mit einem Smartphone in der Hand.

Wenn es bei WhatsApp läuft, wird es auch was. Wenn nicht, dann nicht.

Getty Images

Wenn ich mich mit meinen Freundinnen über Männer unterhalte, landen wir früher oder später beim Thema Kommunikation per WhatsApp und Co. Wir alle haben nämlich gelernt: Ein Chatverlauf sagt viel darüber aus, ob aus einer neuen Bekanntschaft etwas wird. Eine Standartfrage, um abzuklopfen, wie gut eine Liaison läuft, lautet deshalb: "Wie oft schreibt ihr?" Wenn dann kommt "fast täglich" ist alles gut. Dann folgt die Frage: "Und ist es locker?" Wird auch das bejaht, wird mit Sekt angestoßen.

Aber, hey, wann ist das schon der Fall? FAST NIE! Die Wahrheit ist, dass uns Männer mit der Art wie sie (nicht) mit uns kommunizieren oft an den Rand des Wahnsinns treiben.

Kommunikation muss laufen

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wenn die Kommunikation scheiße ist, lasst es lieber gleich sein. Den "Richtigen" erkennt ihr unter anderem daran, dass es ein reines, leichtes Vergnügen ist, mit ihm zu texten. Das gilt natürlich auch umgekehrt für Männer.

Viele wollen das allerdings nicht wahrhaben und quälen sich monatelang durch schwerfällige, oft ziemlich einseitige Chats. Nur weil sie sich so sehr wünschen, dass der andere der "Richtige" ist oder sie zumindest richtig gut findet.

Mittlerweile ist es selbstverständlich, den besten Freundinnen Screenshots von Chatverläufen mit IHM schicken – um jedes Emoji von IHM akribisch zu analysieren.

Typische Sätze, die von Seiten einer verunsicherten Frau fallen: "Warum hat er immer noch nicht geantwortet, obwohl die Häkchen seit drei Stunden blau sind?",  "Soll ich ihm schreiben, obwohl ich vor zwei Tagen zuletzt geschrieben habe?", "Was hat dieser komische Emoji zu bedeuten?", "Wieso meldet der Arsch sich nicht? Letzte Woche hat er mir doch noch ein Kussmund-Emoji geschickt!", "Oh, scheiße, er ist online! Ich schalte in den Flugmodus, der soll genauso leiden wie ich.", "Zeit, um sein Profilbild zu aktualisieren, hatte er offenbar. Ich blockier den jetzt. Oder meinst du, er schreibt doch noch?"

Tja, da wünscht man sich fast die Brieftaube zurück. Die kam entweder an oder nicht, bot wenig Raum für Überinterpretationen.

Deshalb nochmal: Nur, wenn du locker, fröhlich und ohne groß darüber nachzudenken Nachrichten an deine neue Bekanntschaft raushauen kannst und dich nicht darüber aufregen musst, dass er sich nicht meldet, es also so richtig flutscht, dann stehen die Chancen gut, dass das mit euch etwas wird. 

Die 3 goldenen Regeln der flirty Kommunikation

  1. Wenn er dir nicht oft schreibt, bist du ihm wahrscheinlich auch nicht so wichtig.
  2. Er fragt nicht nach dem nächsten Treffen? Dann hat er auch keinen Bock.
  3. Du wartest seit Stunden auf eine Antwort und es kommt nichts, obwohl er online ist? Dann hat er vermutlich eine andere. Egal, wie busy jemand ist, Zeit für einen lieben Zweizeiler ist immer

Diese Phänomene läuten bereits das Ende eurer Liaison ein 

Dickpic-Alarm: Er meldet sich zwar zuverlässig bei dir, aber jedes Mal schickt entweder Dickpics oder verlangt, dass DU ihm sexy Selfies zukommen lässt. Vergiss den Lurch! Der will dich nur fürs Bett. Merke: Sexting zählt erst als "Liebesbeweis", wenn ihr fest zusammen seid.

Ungleichgewicht: Er antwortet zwar auf deine Nachrichten, aber von selbst meldet er sich so gut wie nie. Treffen stimmt er zwar zu, schlägt aber selbst nie etwas Konkretes vor. Erklärung: Tja, er ist halt auch nur ein Mann und denkt sich: "Wenn sie es schon anbietet …"

Screenshot-Analyse: Du wirst aus seinen Nachrichten einfach nicht schlau und musst dich ständig mit Freundinnen kurzschließen, die seine Texte analysieren sollen? Uff. Schlechtes Zeichen …

Stock im Arsch: Er schreibt total unlocker. Lustige Emojis oder GIFs verwendet er nie. Stattdessen schickt er dir nur ganz selten ellenlange, garantiert Tippfehler-freie Romane, bei denen jedes Komma stimmt. Nun stellt sich die Frage, ob du das magst oder total krampfig findest und plötzlich selbst keine Emojis versenden willst, obwohl du sie liebst, weil du nicht als infantil abgestempelt werden möchtest. Merke: Verstellen ist uncool.

Arbeitszeiten: Wer im Büro arbeitet, kann oft aufs Handy schauen. Andere Berufsgruppen lesen ihre Nachrichten erst nach Feierabend. Zeit für eine kurze Antwort pro Tag hat aber jeder – vorausgesetzt, jemand liegt einem am Herzen.

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