HOME

Hochschule: Berliner Unis wollen Studenten aussperren

Das hat es noch nie gegeben in Deutschland: Die altehrwürdige Humboldt-Universität zu Berlin will im kommenden Wintersemester ihre Tore für Erstsemester schließen.

5.000 Anwärter sollen nicht aufgenommen werden. Freie und Technische Universität in der Bundeshauptstadt greifen zu ähnlichen Maßnahmen. Sie kündigten Mitte der Woche flächendeckende Zulassungsbeschränkungen an. Die drei Hochschulen reagieren damit auf geplante Sparmaßnahmen des Berliner Senats im Hochschulbereich, die mit rund 200 Millionen Euro jährlich alles bisher da gewesene in den Schatten stellen.

Unterstützung erhalten die drei Unis vom Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, Klaus Landfried. "Ruinen schaffen ohne Waffen", charakterisiert er die Berliner Hochschulpolitik. Die Aussperrungen wären ein einmaliger Vorgang in Deutschland, unterstreicht Landfried. Der Senat verspiele die Zukunft der Stadt als Wissenschaftsstandort. Entscheidender Fehler sei gewesen, den Hochschulen betriebsbedingte Kündigungen zu verbieten. "So bleiben die Unis auf Personal sitzen, das sie abstoßen müssten." Unbeweglichkeit in Personalfragen und gleichzeitig Sparauflagen, das beiße sich.

Berliner Unis kosten jährlich mehr als vergleichbare Hochschulen

Nach Berechnungen der Berliner Finanzverwaltung kosten die Berliner Universitäten zusammen 200 Millionen Euro jährlich mehr als vergleichbare Hochschulen in Hamburg und Schleswig-Holstein. Landfried sieht für solche Gegenüberstellungen keine Grundlage: "Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen." Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) selbst verweist auf die offiziellen Daten des Statistischen Bundesamtes. Im übrigen, sagte sein Sprecher Claus Guggenberger, habe nur der Senat über weitere Sparrunden zu beschließen - noch sei alles offen.

Ob die Beschlüsse der Universitäten Bestand haben werden, ist ungewiss. "So einfach geht das nicht", bremst Anette Walz, Sprecherin von Wissenschaftssenator Thomas Flierl (PDS). "Wir haben die Fachaufsicht." Bislang schon haben der Senat und Verwaltungsgerichte die Hochschulen der Hauptstadt gezwungen, 120.000 Studierende aufzunehmen, obwohl die finanzielle Ausstattung nur für 85.000 Studienplätze reicht.

Sparziel: 600 Millionen Euro jährlich

Senator Flierl äußert Verständnis für die Hochschulen, hält den Aufbau der universitären Drohkulisse aber für etwas übertrieben. Dabei schwirren derzeit Sparziele von bis zu 600 Millionen Euro jährlich bei den Hochschulen durch die Luft. Nach Ansicht der Uni- Präsidenten würde eine solche Summe nichts Anderes als die Schließung von zwei der drei Universitäten bedeuten. Selbst der berühmte Botanische Garten mit einem der größten Gewächshäuser Europas, ein Teil der Freien Universität, steht auf der Kippe, warnt FU-Präsident Peter Gaehtgens.

In Kürze stehen Verhandlungen der Hochschulen mit dem Berliner Senat über die Fortsetzung der Hochschulverträge für die Jahre 2006 bis 2009 an. Bislang gaben diese bundesweit einmaligen Verträge den Hochschulen jeweils ein paar Jahre Sicherheit über die Höhe der Staatszuschüsse. Gaehtgens drohte auch im Namen seiner Kollegen, die Verhandlungen platzen zu lassen: "Es ist einfach nicht mehr vernünftig, mit solch absurden Zahlen zu arbeiten."

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.