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Noch keine Idee zum Muttertag: Wie wäre es denn hiermit?

Mit schlechtem Gewissen denken wir an den kommenden Sonntag. Können wir Muttertag einfach ignorieren? Nein. Aber ein Anruf ist ein bisschen wenig, wir brauchen ein Geschenk - und haben eine Idee.

Was schenke ich bloß Mama?

Was schenke ich bloß Mama?

Jedes Jahr überfällt uns das gleiche Gefühl: Es gibt diese Tage, an denen zu Hause etwas von uns erwartet wird. Das hat Tradition, das war früher schon so. Nachvollziehbar scheint uns das an Terminen wie Weihnachten, Ostern oder den Geburtstagen der Eltern. Aber es gibt auch noch andere - und der schlimmste von ihnen ist Muttertag.

Wir sind längst zu Hause ausgezogen, wohnen in einer anderen Stadt, uns kann ein sonntägliches Frühstückstischdecken nicht mehr aus der Patsche helfen. Aus dem Alter "Ich male ein Bild" sind wir auch raus. Wir haben aber den Anspruch an uns, irgendwas zu verschenken, damit unsere Mutter - zumindest innerlich - lächelt. Sich freut. Das Kind hat dran gedacht, dabei liegt mir ja eigentlich gar nichts daran. Denn die meisten unserer Mütter geben sich cool. Sie sagen, ach, der Tag nützt doch nur den Blumenhändlern. Sie spielen die Bedeutung herunter. Eigentlich hat dieser Tag tatsächlich keine Bedeutung für sie. Aber ihn einfach ignorieren geht auch nicht. Dann könnte Mama doch enttäuscht sein.

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Wir feiern das doch nicht

Seit Jahren fallen Sätze wie: "Eigentlich ist doch jeder Tag ein Muttertag." Oder: "Gib dein Geld bloß nicht für Fleurop aus, komm lieber mal wieder vorbei." Oder: "Haben den Muttertag nicht sogar die Nazis erfunden? Das feiern wir doch nicht!" Tatsächlich haben die Nazis diesen Ehrentag nicht erfunden, sondern eine amerikanische Feministin namens Ann Maria Reeves Jarvis - und zwar schon 1865. Es gibt also keine Ausrede, wir müssen uns was einfallen lassen. Jetzt sind es nur noch vier Tage.

Wir arbeiten, haben nicht wirklich Zeit/Lust/Geduld, ein kleines Geschenk zu kaufen und ein Päckchen zu verschicken. Amazon? Wirkt etwas lieblos. Und selbst wenn: Was kaufen? In unseren Köpfen geht es hin und her. Sie will ja wirklich nichts. Sagt sie ja immer. Doch kurze Zeit darauf überfallen uns wieder Zweifel. Und ein schlechtes Gewissen: Selbst wenn sie nichts will, würden wir ihr zu diesem Termin gern eine kleine Freude bereiten! Schließlich sind wir ihr (Horror: einziges!) Kind.

Getrickst

In diesem Jahr haben wir den "Geschenk oder nicht?"-Stress sozusagen umschifft. Mit einem Buch, das Mama nicht behalten, sondern schreiben muss. (Sie sagt in letzter Zeit immer, sie will nicht noch mehr Bücher herumstehen haben und hat sich einen Kindle gekauft.) In diesem Buch muss sie Fragen zu ihrem Leben beantworten. Sie soll sich erinnern an ihre Zeit mit uns und ihr Leben vor uns. Sie soll uns erzählen, was wir sie noch nie gefragt haben. So ein Buch lässt sich eigentlich leicht selbst machen: Kladde kaufen, Fragen ausdenken, hineinschreiben, Platz für Antworten lassen. Wer aber, so wie wir, keine Zeit mehr dafür hat, kann es auch kaufen, es heißt "Mama, erzähl mal". Hoffentlich findet sie das gut ... (Oder ist das in Wirklichkeit ein Geschenk für uns??)

bal

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