HOME

Billig muss nicht schlecht sein: Sechs Tipps, wie man gesund und günstig einkaufen kann

Ein Bauer löste mit einem Wutbrief eine Debatte um unsere scheinheilige Billig-Kultur aus. Aber das Argument, kein Geld für teure Lebensmittel zu haben, stimmt so nicht ganz. Es geht auch anders.

Gehen Sie auf den Markt oder in den Supermarkt und halten Sie Ausschau nach saisonalen Produkten. Diese sind meist günstiger als Obst und Gemüse aus anderen Ländern.

Gehen Sie auf den Markt oder in den Supermarkt und halten Sie Ausschau nach saisonalen Produkten. Diese sind meist günstiger als Obst und Gemüse aus anderen Ländern.

Natürlich sind Bio-Produkte weitaus teurer als Lebensmittel aus Discountern - und viele können einfach nicht immer zu den Bio-Eiern oder auch zum Bio-Fleisch greifen. Aber das Argument "Ich kann mir gesunde Lebensmittel einfach nicht leisten" stimmt so nicht ganz. Denn schon mit wenig Aufwand kann man sich gesund ernähren, ohne dass das Portemonnaie leidet. Oft liegt es an den Prioritäten; die Ernährung steht bei vielen nicht unbedingt an erster Stelle. Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Wir haben sechs Tipps für Sie, wie Sie sich günstig und gesund ernähren können.

1. Finger weg von Fast Food und Fertiggerichten

Jedes Kind weiß, dass Fast Food nicht besonders gesund ist. Zwar locken die Fast-Food-Riesen immer wieder mit Gutscheinen und Sonderangeboten, die dem Verbraucher weismachen sollen, dass sie Geld sparen, wenn sie ein Menü bestellen. Tatsächlich sind Fertiggerichte in der Regel aber viel teurer als das Zubereiten von frischen Speisen. Außerdem ist erwiesen, dass Fast Food und Fertiggerichte nicht lange satt machen, frisch zubereitetes Gemüse, Reis, Kartoffeln und Co. hingegen schon.

2. Planen Sie, was Sie essen

Wer wenig Geld zur Verfügung hat, muss langfristig denken. Denn es macht nicht nur aus, was Sie kaufen, auch die Menge spielt beim Preis eine wichtige Rolle. Wenn Sie Lebensmittel kaufen, die im Angebot sind, können Sie diese zubereiten und portionsweise einfrieren. So sparen Sie Geld, aber auch Zeit, wenn Sie mal keine Kapazitäten haben, selbst zu kochen.

3. Kaufen Sie saisonales Obst und Gemüse

Natürlich sind Erdbeeren im Winter um ein Vielfaches teurer als im Sommer, wenn sie frisch von unseren deutschen Wiesen gepflückt werden können. Genauso ist es, wenn Sie Sommergemüse im Winter kaufen. Deshalb gilt: Kaufen Sie, was die Saison hergibt. In den Wintermonaten sind das vor allem Wurzeln und Knollen, aber auch Feldsalat und Äpfel.

4. Nudeln, Reis, Kartoffeln sind Sattmacher

Nudeln, Reis und Kartoffeln machen nicht nur satt, sondern sind auch günstig. Nudeln können Sie bereits für 20 Cent pro Portion ergattern, Reis für 14 Cent und Kartoffeln für 30 Cent. Wenn Sie unbedingt Pommes essen möchten, dann probieren Sie es doch mal mit selbstgemachten: Kartoffeln schälen, in Stifte schneiden, mit etwas Pflanzenöl vermischen und bei 200 Grad etwa 40 Minuten knusprig backen. Danach erst salzen, sonst wird das Gemüse zu weich. Das funktioniert auch sehr gut mit allerlei Wurzeln und Knollen wie Pastinaken, Petersilienwurzeln oder Süßkartoffeln. Tipp: Bei Bäckereien wird oft Brot vom Vortag für den halben Preis angeboten.

5. Greifen Sie zu Naturjoghurt und Quark

Industriell vorgemischte Joghurt- und Quarkmischungen mit Früchten und anderen Zusätzen sind häufig deutlich teurer als Naturjoghurt und Quark. Greifen Sie deshalb zu den unverarbeiteten Produkten. Falls Sie Lust auf Fruchtjoghurt und - quark verspüren, mischen Sie Ihr Lieblingsobst darunter, zum Beispiel geriebenen Apfel, zerkleinerte Banane oder geviertelte Erdbeeren. Wenn Sie Kräuterquark selbst zubereiten, achten Sie nicht nur auf Ihre Gesundheit, weil Sie wissen, was drin ist, sondern Sie sparen auch noch Geld.

6. Essen Sie nur einmal pro Woche Fleisch

Fleisch aus Supermärkten und Discountern ist nicht immer frei von Keimen und Salmonellen. Dies hat Stiftung Warentest in einem Test über Hackfleisch herausgefunden. Aber es muss ja auch nicht jeden Tag Fleisch sein. Reduzieren Sie Ihren Fleischgenuss und greifen Sie nur noch einmal pro Woche zu Steak oder Hackfleisch. Dadurch sparen Sie Geld und können ab und zu auch etwas mehr Geld für Fleisch aus artgerechter Haltung ausgeben. Der Geschmack wird Sie mehr als überzeugen.

Denise Wachter
Themen in diesem Artikel