Erdbeeren Senga, das Körbchenwunder


Jahrhunderte hat es gedauert, bis Gärtner aus der kleinen Walderdbeere die dralle Senga Sengana gezüchtet haben, eine saftgewordene Versuchung von intensiver Frucht.

Jahrhunderte hat es gedauert, bis Gärtner aus der kleinen Walderdbeere die dralle Senga Sengana gezüchtet haben, eine saftgewordene Versuchung von intensiver Frucht. Sie gedeiht im Norden besonders gut und hat jetzt Hauptsaison. Anders als Import-Erdbeeren, die meist enttäuschen, wenn man sich etwas näher mit ihnen beschäftigt, ist an unseren Sengas alles echt. Also zugreifen.

Mit jeder Kugel Erdbeereis, jedem Stück Erdbeerkuchen und jedem Löffel Erdbeermarmelade essen wir amerikanische Natur, verfeinert durch Frankreichs und Britannias Ingeniosität. Die europäische Erdbeere fragaria vesca, ein Wildgewächs mit ebenso viel Aroma wie lästigen Samen, hatte den Kultivierungsbemühungen aller königlichen Hofgärtner widerstanden, als die Engländer in Virginia Anfang des 17. Jahrhunderts eine größere und süßere Wilderdbeere fanden. Sie exportierten fragaria virginiana nach Europa, wo sie sich immerhin leidlich entwickelte.

1712 entschloss sich Atoine Amédée Frézier, ein französischer Offizier und Spion auf Erkundungstour durch den Südpazifik, an der Küste Chiles fünf Erdbeerpflanzen einzupacken. Deren Früchte waren zäh und fade, aber erfreulich groß. In Frankreich ausgepflanzt, trugen sie allerdings nicht eine Beere - Frézier hatte versehentlich nur weibliche Pflanzen eingesackt. Fragaria chiloensis geriet in Vergessenheit, wucherte aber mit keuscher Bestimmtheit vor sich hin, bis sie nach etwa 30 Jahren in die Nähe der virginiana geriet. Die Bienen taten, was sie tun mussten und bingo: süße Früchte für Erdbeerkörbchengröße XXL. Diese Kreuzung, ihrer exotischen Größe und Süße halber fragaria ananassa geheißen, wurde seitdem fleißig weiterentwickelt, besonders von dem Engländer Thomas Andrew Knight, dem Begründer der professionellen Erdbeerzucht. Die in unseren Breiten besonders gut gedeihende Senga sengana ist nur eine der mehreren hundert weiterer Erdbeerkreuzungen.

Bert Gamerschlag

Erdbeer-Mascarpone-Tarte

Zutaten für 4-6 Personen:
75 g Butter
40 g Puderzucker
125 g Mehl
250 g Mascarpone (italienischer Doppelrahm-Frischkäse)
500 g Erdbeeren
225 g rotes Johannisbeergelee (am besten hausgemacht)

1 Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Butter in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze schmelzen. Puderzucker darin gut verrühren. Das Mehl dazugeben und rasch verkneten, bei Bedarf 1-2 EL kaltes Wasser unterkneten. Die Masse noch warm in eine beschichtete Tarteform von 20 cm Durchmesser drücken (unbeschichtete Formen einfetten) - dabei einen kleinen Rand formen. Den Tarteboden 20 Minuten in der Ofenmitte backen, dann abkühlen lassen.

2 Mascarpone glatt rühren und gleichmäßig auf den Tarteboden streichen.

3 Die Erdbeeren waschen, putzen, je nach Größe in Scheiben schneiden und auf dem Mascarpone verteilen.

4 Gelee in einem Topf erwärmen, die Beeren damit überziehen, bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Zubereitung: 30-40 Minuten (plus Zeit zum Abkühlen)

Tipp:

Mischt man die Erdbeeren z.B. mit Kiwis, so nimmt man der besseren Farbwirkung wegen zum überziehen Zitronengelee, das fast durchsichtig ist.

Peter C. Hubschmid

Ananas-Erdbeer-Salat mit Ingwer und Pistazieneis

Zutaten für 4-6 Personen:
250 g Pistazienkerne (die tiefgerorenen, ungesalzenen)
500 ml Milch
250 ml Sahne
230 g Zucker
6 Eigelb
2 TL Kirschwasser
500 g Erdbeeren
1 große, frische Ananas
25 g Ingwerwurzel, frisch
evtl. Zitronensaft
Minzeblõttchen zum Dekorieren

1 Von den Pistazien 150 g fein mahlen oder im Blitzhacker zerkleinern, die restlichen 100 g grob hacken.

2 Gemahlene Pistazien mit Milch, Sahne und 100 g Zucker verrühren, einmal kurz aufkochen, vom Herd nehmen und unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen.

3 Eigelb in einer Rührschüssel mit 100 g Zucker schaumig aufschlagen. Die Pistazienmilch dazugießen und über dem heißen Wasserbad zu einer sämigen Creme rühren (die Creme nicht überhitzen, damit das Eigelb nicht gerinnt). Gehackte Pistazien und Kirschwasser dazurühren.

4 Die Masse in einem Eiswasserbad unter Rühren kalt werden lassen, dann in der Eismaschine gefrieren.

5 Erdbeeren putzen und waschen, evtl. klein schneiden. Die Ananas schälen, erst in Scheiben und dann in Stücke schneiden (Strunkteile weglassen). Ingwerwurzel schälen und fein reiben.

6 Früchte mit Ingwer und 2 EL Zucker mischen, evtl. mit Zitronensaft abschmecken und im K³hlschrank durchziehen lassen.

7 Den Fruchtsalat mit dem Eis auf Tellern anrichten und mit Minzeblättchen dekorieren.

Tipp:

Pistazieneismasse am Vortag zubereiten und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren - das verkürzt die Zeit in der Eismaschine.

Zubereitung: 30-40 Minuten (plus Zeit zum Kühlen)

Peter C. Hubschmid

Geeistes Sektsüppchen mit Erdbeeren und Sorbet

Zutaten für 4-6 Personen:
Für das Sorbet:
500 g reife, aromatische Aprikosen
50 g Zucker
abgeriebene Schale und Saft von 1 Zitrone
100 ml Rosé-Sekt

Für das Süppchen:

4 Blatt Gelatine
400 ml Roséwein
50 g Zucker
600 ml Rosé-Sekt

Zum Garnieren:


200 g möglichst kleine Erdbeeren
Minzeblõttchen

1 Für das Sorbet die Aprikosen mit kochendem Wasser überbrühen, häuten, entsteinen und mit Zucker, Zitronenschale und Zitronensaft pürieren. Gut kühlen, dann den Sekt dazugießen und die Mischung in der Eismaschine cremig frieren.

2 Für das Süppchen die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 100 ml Wein mit dem Zucker erwõrmen, die eingeweichte Gelatine darin auflösen, mit dem restlichen Wein verrühren, kalt stellen. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, 500 ml gut gekühlten Sekt vorsichtig unterrühren.

3 Zum Anrichten das Süppchen auf gekühlte Teller verteilen, je einen Löffel Sorbet in die Mitte setzen, mit den Erdbeeren und Minzblättern garnieren, mit 100 ml Rosé-Sekt beträufeln.

Zubereitung: ca. 30 Minuten (plus Zeit zum Kühlen)

Peter C. Hubschmid

Schaumomelette mit Erdbeeren

Zutaten für 4 Personen:
250 g Erdbeeren
3 EL Puderzucker (und Puderzucker zum Bestäuben)
2 EL fein geschnittenes Basilikum (und einige Blättchen zum Garnieren)
100 g Mehl
100 ml Milch
3 Eigelb
Salz
1 Tüte Vanillezucker
4 Eiweiß
Butter und Streuzucker zum Backen
Vanille-Schlagsahne

1 Erdbeeren waschen und putzen, die größeren Früchte in Scheiben schneiden. Früchte mit Puderzucker und Basilikum mischen.

2 Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Mehl, Milch, Eigelb, 1 Prise Salz und Vanillezucker verrühren, Eiweiß steif schlagen und unterziehen.

3 In einer ofenfesten Pfanne (keine Kunststoffgriffe, 22-24 cm Durchmesser) 1 EL Butter schmelzen lassen. Die Pfanne gleichmäßig mit 1-2 EL Zucker ausstreuen und die Omelettemasse einfüllen. Die Pfanne in die Ofenmitte stellen und das Omelette darin 5 Minuten backen.

4. Das Omelette kurz aus dem Ofen nehmen, die marinierten Erdbeeren darauf verteilen und alles f³r weitere 5 Minuten zurück in den Ofen geben.

5. Das Omelette aus der Pfanne heben, warm auf einer Kuchenplatte anrichten und nach Geschmack mit Puderzucker bestäuben. Omelette mit einigen Basilikumblättern garnieren und noch warm zu Tisch bringen. Dazu Vanillesahne reichen.

Zubereitung: ca. 40 Minuten.

Tipp:

Zu dem Schaumomelette schmeckt ein halbtrockener Champagner oder eine Riesling-Spätlese.

Peter C. Hubschmid

Erdbeer-Milkshake

Zutaten für 2 grosse Gläser:
250 g Erdbeeren
250 g Vanilleeis
4 TL Erdbeerkonfitüre
250 ml Milch

Die Erdbeeren waschen und putzen. Alle Zutaten in den Mixer geben und schaumig aufmixen.

Tipp:

Ein sehr einfaches Gericht, nach dem Kinder geradezu verrückt sind.

Zubereitung: ca. 10 Minuten.

Peter C. Hubschmid

Erdbeeren mit Whisky und Eis-Sahne

Zutaten für 4 Personen:
500 g Erdbeeren
1 EL Zucker
4 EL Whisky
500 g Vanilleeis
250 ml Schlagsahne

1 Die Erdbeeren waschen und putzen, einige Beeren zum Garnieren beiseite legen. Früchte ggf. klein schneiden, mit Zucker und Whisky mischen und kalt stellen.

2 Das Eis leicht antauen lassen, dann cremig verrühren.

3 Die Sahne steif schlagen und unter das Eis heben. Die Erdbeeren unter die Eismischung heben, das Ganze in Portionsglõser füllen und sofort servieren.

Zubereitung: ca. 10 Minuten.

Peter C. Hubschmid

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