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Gutes aus dem Küchengarten: Rhabarber und Liebstöckl sind wahre Nährstoff-Tiger

Jetzt im Herbst braucht zum Beispiel der Rhabarber eine ordentliche Portion Dünger. Also her mit dem Stallmist - oder dem frischen Kompost, rät Angelika Wohofsky.

Der Rhabarber benötigt jetzt im Herbst eine ordentliche Portion Dünger. Denn er ist ein Nährstoff-Tiger. Stallmist oder guter frischer Kompost sind dafür geeignet. Im kommenden Frühjahr wird der Dünger dann leicht untergegraben.

Wenn man einen älteren Rhabarberstock im Garten hat, kann dieser jetzt im September und bis in den Oktober hinein geteilt werden. Das Teilen dient der Verjüngung und Vermehrung der Pflanze.

Rhabarber sollte immer einen tiefen und nährstoffreichen sowie mit ausreichend Wasser versorgten Boden vorfinden. Am liebsten mag er einen Platz an der Sonne. Er kann aber auch im Schatten von Mauern oder Bäumen gepflanzt werden. Halbschatten als Standort geht also noch.

Wer diesem wunderbaren Gartenobst einen Gefallen tun möchte, der sucht sich für den Rhabarber einen tiefgründigen Boden. Rund 40 Zentimeter tief sollte dieser umgegraben sein. Auch geteilte alte Stöcke benötigen solch tiefgründige Böden. Das gute Durcharbeiten vor dem Setzen hilft ihm beim Anwachsen.

Der Wurzelstock selbst wird nur drei Zentimeter tief gesetzt! Man rechnet für den Rhabarber einen Platzbedarf von 1 x 1 Meter je Pflanze.

Wenn man Ende Jänner, Anfang Februar über den Rhabarber einen Kübel oder eine Kiste stülpt, diese Abdeckung mit Säcken schützt, dann kann man früher ernten. Ich fand diesen Tipp im neuen Gartenratgeber von Gärtner Pötschke, habe dies aber noch nicht in der Praxis versucht. Ich kann mir nur vorstellen, dass alte Jutesäcke, etwas Plastikfolie und vielleicht auch eine Lage Stroh oder Reisig über dem Kübel den Rhabarber im Spätwinter schützt und dermaßen wärmt, dass er einfach früher austreibt. Wer von euch Erfahrung mit dieser Methode hat, bitte schreibt mir. Es interessiert mich, in welchen Klimalagen das funktioniert. Und ob man dann wirklich schon im März Rhabarber ernten kann.

Auch das Liebstöckl, hier in Gesellschaft mit einer kleinen Rhabarberpflanze und Lavendel, mag Nährstoffe. Foto: Wohofsky-Images

Auch das Liebstöckl mag einen nährstoffreichen und tiefgründigen Boden. Die Wurzel ist eine Art Pfahlwurzel und drängt ordentlich nach unten. Man kann sie trocknen, fein reiben und zu Tee verarbeiten. Dieser hilft bei Nieren- und Blasenkrankheiten. Ansonsten ist das Kraut ein gesunder Salzersatz in der Suppe, und auch als "Maggikraut" bekannt.

Diese Superstaude wird bis zu zwei Meter hoch und kann im Herbst (und auch im Frühjahr) durch Stockteilung weitervermehrt werden. Gleichzeitig entnimmt man einen Teil der Wurzel zum Trocknen, wenn man einen kleinen Vorrat für einen solchen Blasen-Nierentee anlegen möchte.

Da dieser Doldenblütler einen nährstoffreichen und tiefgründigen Boden, sowie einen sonnigen Standort ebenso liebt wie der Rhabarber, passen die beiden Pflanzen gut nebeneinander in den Küchengarten. Das Liebstöckl wird jetzt im Herbst gedüngt. Stallmist oder guter Kompost sind dafür geeignet.

Wie man hier auf diesem Foto sieht, befindet sich neben dem Liebstöckl eine junge Rhabarberpflanze. Ich werde sie jetzt im Herbst umsetzen. Sie hat sich gut entwickelt. Sie war schwach und benötigte Erholung, als ich sie gekauft hatte. Nun bekommt dieser Rhabarber einen tollen Platz in meinem Küchengarten. Und das Liebstöckl kann sich dann ordentlich ausbreiten. Für meine beiden Nährstoff-Tiger ist dann bestens gesorgt.