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Gutes aus dem Küchengarten: Unverpackt ist auch gesund

Zwei Wochen benötigt es, bis mein Müllsack für Plastikabfälle nun gefüllt ist. Der Grund: Ich verpacke mein Gemüse, das ich im Küchengarten ernte, nicht in Plastik oder Kunststoff-Folie. Gemüse aus dem Garten muss nicht verpackt werden. Es ist auch unverpackt gesund.

Habt ihr auch schon bemerkt, wieviel wir in Kunststoff hüllen? Angeblich passiert dies aus Hygienegründen. Ich kann diesem Gedanken aber nicht wirklich folgen. Schon gar nicht, wenn ich den zunehmenden Trend des Plastikverpackens von biologisch hergestelltem Gemüse wahrnehme. Als ich Kind war, wurde auch weniger in Plastiktüten eingepackt, als dies heute der Fall ist. Bin ich deswegen an Schmutz und mangelnder Hygiene gestorben?

Gleichzeitig macht die Plastikmüll-Verschmutzung unserer Gewässer Schlagzeilen. Staaten beginnen Plastiktüten zu verbieten. Und trotzdem werden zeitgleich Gemüse für den Handel in genau solche Materialien verpackt. Kann nur ich diesem Paradoxon nicht folgen?

Wie ihr seht, verwende ich zum Ernten einen Korb aus Holz. Den nehme ich immer wieder in den Garten, der wird also mehr als einmal benützt. Und zum Aufbewahren und Konservieren meiner Ernte verwende ich Glas. Also wieder nix mit Plastik.

Hier mein Nachtrag für diesen Beitrag: Supermärkte, die verpackungsfreie Ware anbieten.

Wer einen Küchengarten hat, reduziert automatisch, so mein Eindruck, seinen Plastikmüll. Während ich nämlich im Winter wöchentlich einen 25 Liter Müllsack mit Plastikabfällen fülle, benötige ich im Sommer, während der Erntezeit in meinem Küchengarten, zwei Wochen dafür. Mein Fazit: Unverpackt ist auch gesund. Vor allem, wenn das Gemüse aus dem eigenen Garten kommt. Und, ich reduziere meinen Plastik-Konsum.

  • Angelika Wohofsky
    Angelika Wohofsky