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Kochen mit Kerner: Butter bei die Fische

Bei Johannes B. Kerner rühren und schnibbeln fünf Köche ohne Netz und doppelten Boden. Wer patzt, blamiert sich, denn das Publikum isst mit. Übrigens - ganz freiwillig kam Kerner nicht zu seiner Küchenshow.

Absagen können auch zusagen. Hinterher. Als George Clooney Johannes B. Kerner versetzen musste (Bandscheibenvorfall), traf den ZDF-Talker der Schlag. So oft kriegt man einen Clooney nicht. Das Talkshow-Publikum ist zu 60 Prozent weiblich, die wollen was geboten kriegen. Der Filmstar war ein Angebot, ein Superangebot. Und hätte zudem den Freitagabend gerettet, Kerners schwerste Stunde. Am Ende einer harten Woche, spät um 23 Uhr und im Anschluss an "aspekte" liegt der Zuschauer im Wachkoma. Wenn er nicht längst im Bett ist. Kerner hatte gerade fünf Köche zu Gast, als Clooneys Nachricht kam. Tim Mälzer, Sarah Wiener, Johann Lafer, Ralf Zacherl und Rainer Sass sollten erklären, warum es immer mehr bunte Kochsendungen gibt, die Leute aber Fertigpizza mampfen und die Metzger Pleite gehen.

Die Sendung

war lebhaft, das Gespräch kontrovers. Warum nicht, statt zu labern, Butter bei die Fische und spontan im Studio kochen, schlug Kerner vor in seiner Not. Alle wollten. Nur - ohne Küche? Binnen Stunden wurde das Studio ab- und eine Küche aufgebaut, mit vier Herden und einem Backofen. Zufällig hieß Kerners Regisseur an jenem Tag Volker Weicker. Der Grimme-Preisträger gilt als Deutschlands bester Live-Regisseur - mit einem Professorentitel der Kunsthochschule Köln.

So einer ordnet das Chaos. Die Köche kochen gleichzeitig und balgen sich um den knappen Platz. Kerner rennt umher und hebt sämtliche Deckel. Mancher schneidet sich und schreit nach Pflaster. Wer fertig ist, lässt die anderen kosten. Lob ist dabei nicht garantiert. Die Köche tragen ihr Zeug ins Publikum. Die Leute probieren und sagen, ob's schmeckt oder ob nicht. Was hinfällt, fällt, was versalzen ist, bleibt versalzen - alles läuft in Echtzeit. Keine Schnitte oder Neuschüsse.

Einschaltquote

- mit 1,4 Millionen so gut, dass Kerner eine zweite Kochshow ansetzte, mit noch mehr Erfolg. Am 18. März sendete er die neunte. Dass dabei dieselben Köche mitmachten wie beim ersten Mal, ist Zufall. Denn Kerner kocht mit wechselnden Köchen - nur Routinier Lafer ist stets dabei. Ferner auch, wann immer es geht, ein prominenter Hobby-Koch. Bislang war's mal Ralph Morgenstern ("Blond am Freitag") und mal Renate Künast (als Freitagsblondine). Noch immer ist nicht klar, warum die Leute lieber beim Kochen zugucken, als selbst zu kochen. Doch für Kerners 100. Kochsendung ist eines sicher: Falls es sie dereinst geben wird, soll der Stargast Clooney heißen.

Bert Gamerschlag / print
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.