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Köche schwören darauf Mit diesen einfachen Regeln gelingt Ihnen jedes italienische Gericht

Italienisches Essen
Zeit und gute Zutaten - zwei Geheimnisse fürs Gelingen von italienischen Klassiker
© Getty Images
Die italienische Küche zählt zu den besten der Welt. Kein Wunder also, dass wir nicht genug von Pasta und Pizza kriegen. Das Geheimnis dahinter ist eigentlich ganz einfach, man muss nur diese Regeln beherzigen. 

Es sind nicht die rot-weiß-karierten Tischdecken, die ein gutes italienisches Restaurant ausmachen, sondern die Gerichte, die auf dem Teller landen. Ähnlich verhält es sich mit italienischem Essen, das man zu Hause zubereitet. Auch hier kann man keine Wunder erwarten, wenn man Nudeln aus dem Discounter kauft und dazu Fertigpesto aus dem Glas serviert. Dass das nichts mit echtem italienischen Essen zu tun hat, sollte eigentlich jedem klar sein. Aber es gibt bestimmte Regeln, wie die Gerichte Italiens jedem gelingen. Sogar eingefleischte Köche schwören darauf. Welche das sind, erfahren Sie hier:

1. Investieren Sie in die Zutaten!

Diese Regel klingt simpel: Je frischer und von besserer Qualität die Zutaten sind, desto besser schmeckt das Endergebnis. Italiener legen darauf großen Wert. Daher schmeckt in einer Trattoria sogar das einfachste Gericht wie beispielsweise Nudeln mit Tomatensauce. Meist sind die Nudeln selbstgemacht, die Tomatensauce sowieso, aber dann mit sonnengereiften Tomaten und frischem Basilikum.

2. Würzen Sie während des Kochens!

Fein abgeschmeckt, mundet jedes Gericht besser. Der Trick ist es aber, nicht erst am Tisch zu würzen, sondern bereits beim Kochen. Außerdem sollte man jedem Gericht - vor allem Saucen - Zeit zum Köcheln geben. Erst dann entfalten die Zutaten ihr volles Aroma.

3. Pasta und Risotto sind keine Beilagen!

Klingt zwar verlockend, aber Pasta und Risotto sind vollwertige Gänge - und sollten auch so behandelt werden.

4. Verkochen Sie Nudeln nicht!

Italiener mögen ihre Pasta al dente, also mit Biss. Die Deutschen tendieren aber, Nudeln zu lange zu kochen. Dann werden sie weich und matschig. Kochen Sie daher Pasta immer nur bissfest und vermengen Sie sie dann mit der Sauce. Darin kochen sie noch etwas weiter und haben die perfekte Konsistenz, wenn Sie auf Ihrem Teller landet.

5. Geizen Sie nicht mit Salz!

Damit Pasta ihren vollen Geschmack entfalten kann, sollten Sie das Nudelwasser bereits kräftig salzen. Es gilt 10 Gramm Salz auf einen Liter Wasser und 100 Gramm Nudeln zu geben.

6. Nudelwasser ist eine geheime Zutat!

Geben Sie Ihrer Sauce etwas trübes Kochwasser. Das verleiht jeder Pasta-Sauce die gewünschte Sämigkeit, da die im Wasser gelöste Nudelstärke die Sauce bindet.

7. Verwenden Sie kein Olivenöl im Nudelwasser!

Olivenöl im Nudelwasser bringt rein gar nichts, um die Nudeln davor zu bewahren, dass sie später zusammenkleben. Es reicht, wenn Sie die Nudeln permanent umrühren. Das sorgt dafür, dass sich die Stärke löst. Am besten für kurze Pastasorten einen Löffel, zum Beispiel einen Holzlöffel, für lange Sorten eine Kochgabel dafür verwenden.

8. Verwenden Sie die richtige Nudel für die richtige Sauce!

Die Italiener schwören darauf, dass jede Nudel sich nur mit einer bestimmten Sauce zu einer perfekten Symbiose vereinen kann. Hier gibt es einen Überblick!

9. Pasta selber machen

Nichts geht über selbstgemachte Nudeln. Die Herstellung nimmt zwar Zeit in Anspruch, das Ergebnis ist aber göttlich. Hier eine Anleitung!

​Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und jede Menge Peperoncini, das sind die typischen Zutaten für das klassische italienische Rezept Pasta all'arrabbiata. Das stammt übrigens aus Rom und bedeutet Pasta nach zorniger Art. Den Zorn bzw. die Leidenschaft bestimmt ihr selber. Je nachdem wie viel Peperoncini ihr hinein gebt.  Knoblauch und Zwiebeln schälen und in feine Scheiben schneiden. Je nachdem wie zornig ihr eure Arrabbiata möchtet, hackt ihr eine beliebige Anzahl an Peperoncini klein. Das waren jetzt acht Peperoncini, also acht Chilischoten. Das wird heute besonders zornig bei mir. Ölivenöl in die Pfanne geben und Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen. Jetzt die Tomaten aus der Dose und die kleingehackten Peperoncini dazugeben und die Sauce bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Bringt das Wasser zum Kochen und salzt es ruhig großzügig. Damit sich die Aromen richtig entfalten, muss das Ganze 10-15 Minuten köcheln. Wenn die Nudeln al dente, also bissfest sind, gebt sie direkt in die Sauce. So kann die Nudel das scharfe Tomatensugo gut aufsaugen. Jetzt nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Und so schnell und einfach geht die wohl schärfste Pasta Italiens. Wer mag, gibt jetzt noch ein wenig Petersilie und Parmesan hinzu. Rezept für Penne all'arrabbiata Zutaten für zwei Personen: 200 g Penne 400 g frische Tomaten oder San-Marzano-Dosentomaten 1 Schalotte 1 Knoblauchzehe 1-2 Peperoncini 1 EL Olivenöl Petersilie Salz, schwarzer Pfeffer Zubereitung: Die Schalotte schälen und den Knoblauch abziehen. Die Schalotte und den Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Die Peperoncini kleinhacken. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalotte und Knoblauch darin glasig anschwitzen. Dann die Tomaten und die Peperoncini hinzugeben und bei mittlerer Temperatur etwa 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Pasta in Salzwasser al dente kochen und abgießen. Die Petersilie waschen und grob hacken. Zum Servieren die Penne mit der Sauce mischen, in eine vorgewärmte Schüssel geben und mit der Petersilie bestreuen.
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