HOME

Verbrauchertest: Schimmel, Matsch und Maden: So schlecht sind Pilze aus dem Supermarkt

Keime in der Wurst, Bakterien in der Milch und Kunststoffteile im Toastbrot. Die Liste der Lebensmittelverunreinigungen wird immer länger. Jetzt sind es die Speisepilze, die bedenklich sind. Der "RBB" hat Pilze aus dem Supermarkt gekauft. Eine Stichprobe ergab Unappetitliches.                            

Pilze

Vorsicht beim Einkauf von Pilzen aus dem Supermarkt

Vor allem im Herbst ist das Angebot an Pilzen in den Supermärkten und Discountern groß: Champignons, Pfifferlinge und Steinpilze gibt es jetzt saisonal im Angebot. Aber wie gut ist deren Qualität und woran erkennen Verbraucher, ob es sich um frische Pilze handelt?

Der "RBB" wollte das genauer wissen und hat 15 Pilzproben aus Supermärkten und Discountern aus neun unterschiedlichen Regionen rund um Berlin und Potsdam einem Experten zur Analyse übergeben. Zuerst untersuchte der Pilzsachverständige Wolfgang Bivour Pfifferlinge aus einem Real, die wurden vor weniger als 24 Stunden gekauft. Sein Urteil: vernichtend. Die Pilze gehörten in den Müll, vermutlich wird jemand mit sensiblen Magen die Pfifferlinge nicht vertragen und eine Lebensmittelvergiftung erleiden, die mit Durchfall und Erbrechen einher gehen kann.

Der Experte empfiehlt: Pfifferlinge dürfen keine braun-matschigen Stellen haben. Außerdem sollte man neben Zustand der Pilze auch auf das Herkunftsland achten. Am besten sind Pilze natürlich aus lokalen Wäldern, viele Pilze kommen aber auch aus Polen oder Weißrussland - da haben die längeren Transportwege auch Einfluss auf die Qualität. 

Steinpilz, Marone und Pfifferling: Die besten Tricks beim Pilzesammeln

Vergammelte Champignons, Steinpilze voller Maden

Bei den Champignons sieht es nicht besser aus: die Stielenden sind bereits braun, beim Aufschneiden erkennt man, dass die Pilze bereits vergammelt sind. Die Probe stammt vom Discounter Netto. Frische Exemplare müssen hart und trocken sein und dürfen keine dunkelbraunen Stellen haben.

Ob ein Steinpilz frisch ist, erkennt man am Hut. Kann man bereits einen Finger reindrücken und es bleibt eine Beule zurück, besser Finger weg vom Pilz. Der Experte rät außerdem, bereits aufgeschnittene Steinpilze zu kaufen, ansonsten bemerkt man vermadete Pilze erst Zuhause, wie eine Stichprobe vom Wochenmarkt ergab. Die erhalten die Pilze häufig auch nur vom Großhändler.

Der "RBB"-Test ergab, dass nur vier von 15 Stichproben einwandfrei waren. Entweder hatten die Pilze Mängel oder waren vergammelt. Das Ergebnis ist recht erschreckend. Vor allem von Wildpilzen aus den Supermärkten sollten man besser die Finger lassen.

Sie sehen hier die ganze Sendung in der Mediathek!