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Fast Food für Start-ups Sechs unverzichtbare Speisen und Getränke für Workaholics

Es muss schnell gehen, es muss satt machen und am besten noch wach halten. Start-ups haben mit großen Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen - und keine Zeit, Essen einzukaufen und zu kochen. Sechs Lebensmittel, die Menschen in so einer Situation zu sich nehmen.
Es muss schnell gehen, es muss satt machen und am besten noch wach halten. Start-ups haben mit großen Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen - und keine Zeit, Essen einzukaufen und zu kochen. Sechs Lebensmittel, die Menschen in so einer Situation zu sich nehmen.
© colourbox.de
Einkaufen und Essen kochen ist für Workaholics ein wahrer Graus. Sie haben schlichtweg nicht die Zeit dafür. Kein Problem. Dafür gibt es Produkte, die das Start-upper-Leben erleichtern.
Von Denise Wachter

Wer Zeit hat, über Streetfood-Märkte zu schlendern, die neuesten Gourmet-Burger zu testen und sich den Kaffee per Hand in einer kleinen Mühle zu mahlen, kann nur ein Hipster sein. Das Gegenteil ist der Fall, wenn man gerade ein Start-up gegründet hat. Dann ist man nämlich an seinen Schreibtisch, Laptop und Stuhl gefesselt. Um das jungfräuliche Unternehmen möglichst schnell in Schwung zu bringen, bleibt einem nichts anderes übrig, als vor Ort und Stelle zu bleiben. Was auch bedeutet, dass das Essen und Trinken zur Nebensache wird. Deshalb müssen die Speisen und Getränke auch besonders einfach und schnell in der Herstellung sein. Gegessen wird, was lange satt macht, getrunken wird, was lange wach hält. Und für alle Freaks unter den Start-uppern bleibt nur eins: ein Fertigdrink, der Getränk und Essen vereint.

1. Cornflakes

Sie sind der ideale Kohlehydratspender am Morgen und auch trockener Zwischensnack für das 16-Uhr-Tief, dann aber direkt aus der Packung. Die Cornflakes sind die ältesten industriell hergestellten Frühstücksflocken. Ursprünglich sollten sie ein gesundes, vegetarisches Grundnahrungsmittel für die Patienten der US-amerikanischen Ärzte John Harvey Kellogg und seinem Bruder Will Keith Kellogg. Dass ihr Erfolg schon Ende des 19. Jahrhunderts explodieren sollte, wusste bis dahin keiner. Heute gibt es die Cornflakes in nahezu jedem Supermarkt auf der ganzen Welt. Für junge Start-upper sind die Maisflocken überlebenswichtig: Ohne sie gäbe es kein Frühstück - und dann wohl auch keine Start-ups.

2. Tütensuppen

Fünf-Minuten-Terrinen, Instantsuppen oder Trockensuppen sind die wahren Sattmacher. Wem schmecken nicht getrocknete Zutaten wie Nudeln, Gemüse, Fett, Geschmacksverstärker und Gewürze? Alle Inhaltsstoffe sind vorgegart oder vorbehandelt. Mit sprudelnd-kochendem Wasser überkocht, sind die Suppen verzehrfertig. Und sie sind nicht nur einfach und schnell in der Zubereitung, sondern auch noch unglaublich lange haltbar. Wenn es mal ein bisschen länger dauern sollte - mit dem Unternehmenserfolg. Ok, das war natürlich ironisch gemeint.

3. Pizza

Sie ist der Alleskönner. Ein Anruf genügt, und sie findet ihren Weg auf den Schreibtisch. Eine Handbewegung genügt, und sie findet ihren Weg auf den Schreibtisch. Oder ein wenig Handarbeit genügt, und sie findet ihren Weg auf den Schreibtisch. Egal ob vom Lieferdienst, aus der Tiefkühltheke oder selbstgemacht - sie schmeckt immer und hält lange satt. Für die Köche in den Start-ups: Wer ein wenig Zeit erübrigen kann, dem sei der Fertigteig aus dem Kühlregal ans Herz gelegt. Dann muss man nur den Ofen vorheizen, die Tomatensauce auf dem ausgerollten Teig verteilen (wahlweise auch Ketchup) und fertig. Wem 30 Sekunden nicht zu viel Zeitaufwand sind, kann die Pizza mit geriebenem Käse aufpeppen. Fast wie in Italien - buon appetito!

Genau so muss das in einem Start-up aussehen: ein Berg mit Nudeln, daneben die Ketchup-Flasche.
Genau so muss das in einem Start-up aussehen: ein Berg mit Nudeln, daneben die Ketchup-Flasche.
© colourbox.de

4. Nudeln

Die Nudeln stehen ganz oben auf der Liste der beliebtesten Essen von Start-uppern. Denn sie sind genau der gleiche Evergreen wie die Pizza: Topf mit Wasser aufsetzen, Wasser salzen, Nudeln hinzugeben, zehn Minuten warten - fertig! Die Pasta wird bei jungen Unternehmern gern mit Ketchup gegessen, wahlweise mit Fertigtomatensauce, die kalt über die dampfende Pasta gegeben wird. Praktisch, denn so wird gleich die richtige Esstemperatur erreicht.

5. Burger

Hipster lieben sie - die veganen Burger mit Gemüsebulette, Ramen-Burger mit Kimchi oder extravagante mit Gold und Kaviar. Schnickschnack, finden diejenigen, die schon die zweite Nacht schlaflos im Büro verbracht haben. Burger muss für sie nur folgende Bestandteile haben: Brötchen und Bulette. Die kommen nicht von Gourmet-Burger-Läden, sondern vom Fast-Food-Riesen mit dem großen gelben "M". Woher das Wort "Hamburger" übrigens stammt, ist nicht ganz sicher. Es hat auf jeden Fall nichts mit dem englischen "Ham" (englisch für Schinken) zu tun. Eine Theorie besagt, dass der Hamburger auf die deutsche Stadt Hamburg zurückgeführt werden kann. Dort gibt es nämlich das Rundstück warm, das aus einem Weizenbrötchen ("Rundstück) mit einer Scheibe Braten darin besteht und mit Bratensoße übergossen wird. Eine andere Variante soll mit einer Hackfleischfrikadelle zubereitet werden. Das Rezept sei mit deutschen Einwanderer in die USA gelangt, wo es bis heute einen Massenerfolg genießt.

6. Soylent - das Ende von Essen und Trinken

Der wohl skurrilste Drink, den es auf der Welt gibt, ist Soylent. Der Amerikaner Rob Rhineart ist der Erfinder dieses Fertiggetränks. Der 25-Jährige hat mit Essen eigentlich gar nichts am Hut, sondern arbeitet an Software-Ideen. Ihm ging es wie vielen jungen Start-uppern: "Essen war eine große Belastung", wie er in einem Blogeintrag schrieb. Er wollte nicht mehr so viel Zeit in Zubereitung und Einkauf stecken und es nervte ihn, dass er Essen überhaupt brauchte. Deshalb bestellte er im Internet Pillen und Pulver, die die nötigen Nährstoffe enthielten, und mischte alles in einem Mixer mit Wasser. Das Ergebnis: Soylent. Sein Versprechen: Mit Wasser angerührt versorgt Soylent den Körper mit 2.000 Kalorien am Tag und das für nur zehn Dollar am Tag. Wer braucht schon Pausen oder feste Nahrung. Mithilfe von Soylent muss man sich keine Gedanken mehr über Einkauf und Zubereitung machen und das beste: Man kann durcharbeiten - und somit sind Punkt eins bis fünf eigentlich auch hinfällig.


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