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Rezept: Gelbe Möhren sind langweilig? Von wegen!

Ob Möhren ein denkwürdiger Genuss oder nur eine schnöde Beilage sind, ist eine Frage der Gartechnik – Möhren mögen nicht gekocht werden.

Von Bert Gamerschlag

Möhre

In Brühe gegart und in Limette, Fenchel und Olivenöl geschwenkt: ein Möhren-Gedicht

Um aus der Statisten-Möhre einen Hauptdarsteller zu machen, braucht es nicht viel: Gegart in etwas Brühe, die dabei verkocht, dann mit Zucker karamellisiert und Butter verfeinert lässt die Möhre nicht nur seidig glänzen, diese Garmethode intensiviert ihr auch ihren Geschmack.

Möhrengemüse

Zutaten: 

  • 500 g Möhren
  • gekörnte Brühe
  • 2 EL Limettensaft
  • Harissa (nach Geschmack)
  • Ca. ½ EL Zucker
  • 1 gute Prise Zimt
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • ½ TL Fenchelsaat
  • ca. 4 EL Olivenöl
  • ½ Bund Koriandergrün, grob gehackt

Zubereitung: 

Die Möhren schälen, längs vierteln oder achteln und in Stifte schneiden. Gekörnte Brühe in kochendem Wasser auflösen. Die Möhren in eine Pfanne oder einen weiten Topf geben, knapp mit Brühe bedecken und ohne Deckel stark sprudelnd knapp bissfest kochen. Die restliche Brühe, so noch vorhanden, abgießen.

Aus Limettensaft, Harissa, Zucker, Zimt, Kreuzkümmel, Fenchelsaat und Olivenöl eine Sauce anrühren.

Die heißen Möhren in der Sauce schwenken, Koriandergrün darübergeben und servieren.

Tipp: Wer keine Würze und Schärfe möchte, kann die halbgar gekochten Möhren auch nur mit Zucker bestreuen, bei ausgeschalteter, aber noch heißer Herdplatte 1–2 Minuten karamellisieren und dann 30 g Butter dazugeben. Dazu passt gehackte Petersilie.

Möhren aus dem Backofen

Zutaten:

  • 500 g Möhren
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 1 EL grobes Meersalz
  • ½–1 EL Pul Biber (alternativ frischer schwarzer Pfeffer)
  • 2 EL Kreuzkümmelsaat
  • 2–3 EL Honig
  • 1–2 EL Limettensaft
  • ½ TL abgeriebene Limettenschale
  • frischer Dill, gehackt
  • 1 TL Schwarzkümmel (Nigella sativa)

Zubereitung: 

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Möhren schälen und in fingerdicke schräge Scheiben schneiden. Ein Backofenblech mit Backpapier auslegen und die Möhrenscheiben darauf geben. Alles mit Pflanzenöl, Meersalz, Pul Biber, Kreuzkümmelsaat begießen und bestreuen und im Ofen 30 Minuten garen. Honig mit Limettensaft mischen und mit dem Abrieb über die gegarten Möhren geben. Noch einmal für 5 Minuten in den Ofen geben; dabei die Hitze erhöhen, die Möhren dürfen gern leichte Röstmarken zeigen. Möhren aus dem Ofen nehmen, auf eine Servierschale geben und mit Dill und Schwarzkümmel bestreut servieren.

Tipp: Die gebackenen Möhren passen zu gegrillten Lamm- oder Hammelkoteletts, aber auch zu Hühnerbeinen vom Rost.

Möhren-Süßspeise

Zutaten:

  • 500 g Möhren
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 350 ml Milch
  • 120 g Zucker
  • 1 EL Pistazien, grob gehackt
  • 1 EL Mandeln, grob gehackt
  • 1–2 EL Sultaninen
  • 1 EL Butter
  • ½ TL Kardamomsamen, gemahlen o. gemörsert

Zubereitung: 

Die Möhren schälen und raffeln bzw. grob raspeln. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Möhren unter Rühren braten, bis sich braune Stellen zeigen, das austretende Wasser verdampft ist und die Möhren ihr Volumen halbiert haben; das kann 20 Minuten dauern. Die Milch und den Zucker dazugeben und die Möhrenmasse bei schwacher Hitze etwa 1 Stunde offen garen, bis alle Flüssigkeit verdampft ist.

In einer kleinen Pfanne Pistazien und Mandeln zusammen mit den Sultaninen in 1 EL Butter braten, bis die Sultaninen sich mit der Butter vollgesogen haben. Die Mischung am Ende der Garzeit zu den Möhren geben, mit Kardamom würzen und einige Minuten ziehen lassen. Die Speise warm servieren.

Tipp: Die Möhren können als Dessert zu einem starken und süßen Kaffee oder Tee oder zu einem süßen Sherry serviert werden

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