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Rezept zum Nachkochen: Pimientos de Padrón – der beste Snack für den Sommer

Pimientos de Padrón sind fast so schnell zubereitet, wie man ein Bier öffnen kann. Die beiden passen auch sonst gut zusammen.

Pimientos de Padrón

Bratpaprika, Öl und Salz, mehr braucht man nicht für Pimientos de Padrón

Wie verbringt man warme Abende? Im Freien. Auf dem Balkon, am See, mit den Füßen im Rhein, im Heißluftballon oder wo sonst gerade Entspannung möglich ist. Und was erfrischt dabei? Das Einflößen von möglichst im Eiseimer vorgehaltenen Getränken – ein hopfenherbes Pils kann das sein, ein hefefruchtiges Weizen, ein eleganter Rosé oder eine Rhabarberschorle, die Welt der Möglichkeiten ist weit.

Wobei mit den Getränken zugleich der Hunger kommt, und dann? Was außer Kartoffelchips fällt uns da ein? Pimientos de Padrón zum Beispiel, die Minimalpaprika von grüner Farbe und schwacher Schärfe. Wobei: Immer mal ist unter den Schoten eine echt scharfe, die uns dumm aus der Wäsche gucken und hecheln lässt. Dann suchen wir hektisch nach einem Eiswürfel, auf dem wir lutschen. Welche der Schoten das ist, sieht man dem Biest nicht an.

Ich brate/grille mir solche Pimientos gern als Einstiegsimbiss in den Abend und empfehle sie im Übrigen inzwischen so ziemlich jedem. Da sogar Mecklenburger Kaufhallen das Zeug wie selbstverständlich führen, kann es nicht schwerfallen, es auch anderswo zu finden.

Ich brause sie ab, schüttle sie trocken und brate sie für wenige Minuten in einer am besten halbrunden Pfanne in möglichst heißem Öl. Dort und dabei bekommen sie böse Brandblasen, aber genau das ist der Garpunktindikator. Pufft sich die Haut der Pimientos stellenweise auf, dann raus mit ihnen aus dem Öl, kurz auf Küchenkrepp entfettet, in der Schüssel mit Fleur de Sel gewürzt, und fertig ist der Lack. Ihr Zipfelstiel erlaubt mir, sie mit zwei Fingern am Schopf zu packen und einen nach dem anderen zu verschlingen, als seien sie die Gefährten des Odysseus und ich Polyphem.

Pimientos ergeben auch eine Mahlzeit So weit, so simpel. Da es sich bei den Pimientos um eine Spielart der aus Amerika immigrierten Familie Capsicum handelt, ließe sie sich ähnlich vielseitig servieren wie andere Mitglieder aus der Sippschaft der Paprika. Halten wir es dabei aber bitte simpel. Es ist Feierabend, wir sind vom Tagwerk platt und haben uns Erholung verdient und keine Umstände.

Um die Zubereitung der Bratpaprika mühelos zu einer Mahlzeit auszubauen, mach ich Folgendes: Noch bevor die Schoten in die Pfanne wandern und bald darauf auf dem Küchenpapier ihr überschüssiges Öl abgeben, gebe ichpro Esser 1 hohle Hand voll Couscous in eine Schale.

Da liegt das grießähnliche Zeug wie eine Sandbank, ich würze es mit Salz, schwarzem Pfeffer (oder dem türkischen Pul Biber, also mit Chili-Schrot) und 1/2 TL Ras el-Hanout. Dann gieße ich gerade so viel kaltes Wasser an, dass die Krümel komplett im Nassen liegen und sich umgehend mit dem Würzwasser vollsaugen.

Bin ich übermütig, dann schneide ich 2 Schalotten in feine Würfel, hacke zusätzlich 1 Knoblauchzehe fein und sautiere beide in etwas Öl. Sind sie glasig, gebe ich sie über das inzwischen – weil vollgesogene – trockenfeuchte Couscous, mische alles gründlich mit einer Gabel, träufele 1 EL Olivenöl darüber und stelle die Mischung für 5 Minuten unter den Grill.

Dann brate ich die Pimientos. Beides habe ich in etwa zugleich gar, ich lege die Pimientos auf das Couscous, et voilà.

Klar, dass ich dies Grundgerüst mit immer weiteren Fachen ausbauen kann. Ich kann zusammen mit dem Gezwiebel 1 Möhre in feinen Würfeln garen, ergänzt um etwas Lauch und Sellerie oder Gemüsefenchel.

Ich kann 2–3 EL Pinienkerne trocken rösten und beim Servieren darüberstreuen, kann mir die leicht scharfe glattblättrige Petersilie hacken oder den maggi-aromatischen Liebstöckel. Ein paar Lamm- und Rindswürstchen der Sorte Merguez kann ich mir dazu grillen oder Lammkoteletts oder den zyprischen Quietschkäse Halloumi.

Noch so eine Feierabendspeise: Nachos

Als ich nach dem Studium, zu noch jugendlicheren Zeiten, in Washington D. C. arbeitete, gab es in der Nachbarschaft der Leute, bei denen ich ein Zimmer mietete, eine Reihe kleiner Lokale, darunter das salvadorianische "El Tamarindo". Dort vor der Tür in der subtropischen Hitze der Stadt an Alu-Tischen abzuhängen, eiskaltes Corona-Bier zu trinken, in geachtelte Limetten zu beißen, war für den Niederrheiner eine prägende Erfahrung. Wir ließen es mit krossen Nachos krachen und dippten sie in diverse Saucen.

Da sich auch bei uns die Sommer krass erwärmen, habe ich es wiederholt unternommen, das El-Tamarindo-Feeling auch im deutschen Kontext herbeizukochen. Dabei mache ich mir nicht die Mühe, Nachos oder gar Tortilla-Chips selbst zu frittieren, ich kaufe sie.

Ich bin ja mit dem Herstellen der Saucen und Dips ohnehin beschäftigt. Guacamole, Refried Beans, Tomaten-Salsa und Chipotle-Mayonnaise habe ich bereits hier beschrieben. Jetzt kommt noch Pico de Gallo dazu:

3 frische, aber reife Tomaten fein hacken (sie zu häuten ist nicht nötig), mit 1/2 TL Salz vermischen und in einen Durchschlag geben, wo etwas von dem Tomatenwasser in den nächsten 30 Minuten ablaufen kann. Serrano- oder Jalapeño-Chili wie in den USA findet man bei uns selten. Wir nehmen 1 grüne Peperoni und hacken sie fein. Wer den Schmerz der Schärfe nicht verträgt, entfernt vor dem Hacken die Samen und die Scheidewände. 1 Schalotte oder 1/2 weiße oder auch mildere rote Zwiebel fein würfeln. 1/2 Bund Koriandergrün fein hacken, die Stiele eingeschlossen. Diese Zutaten mit dem Tomatenmatsch mischen, 1 EL Limettensaft dazugeben und die Sache mit Salz abschmecken.

Herrliche Schweinerei

Für ein Gericht namens Chilaquiles benötigt man Tomaten-Salsa: 6 schöne Tomaten halbieren, Stielansatz entfernen, die Hälften auf der Schnittfläche in eine geölte Schale geben und im 200 Grad heißen Ofen für ca. 30 Minuten backen. Die Tomaten sollen dabei matschig werden, die Haut darf schwarze Stellen zeigen. Von den abgekühlten Tomaten die Haut abzupfen und sie entsorgen. 1/2 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe und 1/2 Chili-Schote (ohne Kerne und Scheidewände) pürieren, die Tomaten einarbeiten, salzen und schwarz pfeffern.

Diese Salsa in eine Pfanne geben und zusammen mit 1 TL Kreuzkümmel und 100 ml Wasser aufkochen und bei mittlerer Hitze köcheln, bis die Masse andickt, dann mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

1 reife Avocado schälen, halbieren, Kern entfernen und das Fruchtfleisch in Streifen schneiden. 1 Bund Koriandergrün waschen, trocken schütteln und samt der Stiele hacken.

125 g saure Sahne mit 2 EL Limettensaft anrühren. Feta-Käse grob zerkrümeln und bereithalten. In einer Pfanne 4 Spiegeleier braten.

Die Tortilla-Chips (ca. 300 g) in eine Schüssel geben, mit der Tomatensalsa beschmaddern und mischen – sie sollen sich ansatzweise vollsaugen, aber nicht ganz matschig werden.

Die wie ein Salat gewendeten Chips auf vier Servierteller verteilen, mit den Spiegeleiern, mit Feta, Avocado, Koriander sowie mit der sauren Sahne bekleckert servieren. Eine herrliche Sauerei ist das, die man mit den Fingern essen darf. Wozu haben wir als Kind gelernt, uns die Finger abzulecken? Eiskaltes Bier hilft, letzte Reste ästhetischer Bedenken zu zerstreuen.

Warnung vor dem Grauen

Noch ein Wort zum Thema Kälte. Einsam und allein trinkt es sich schlecht, in Gesellschaft schmeckt es besser. Größere Mengen Bier oder Wein lassen sich nur dann im Kühlschrank wirksam kühlen, so man ihn 2 Tage vor dem Gelage mit den Flaschen bestückt. Gerade erst war ich eingeladen, wo man diese Erfahrung missachtet hatte. Rasch kühlen Flaschen nur in der Eiswanne – man fährt zur Tanke, kauft 2 Sack Eiswürfel, legt die Flaschen in eine Zinkwanne, kippt das Eis darüber und füllt mit 1 Eimer Wasser auf. Das Eis kühlt das Wasser, das Wasser kühlt die Flaschen, deren Glas kühlt das Bier. Binnen einer halben Stunde sind alle Buddeln knackekalt, und es kann losgehen. Wie ich Warmbier hasse (gilt auch für Weißwein)! Echt, Leute, allein die Wanne bringt’s.

Die besten Paprika-Rezepte: Brat mich! Füll mich! Iss mich!
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(