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Stiftung Warentest: Salami aus dem Kühlregal schmeckt – bloß ein Produkt sollte besser nicht aufs Brot

"Stiftung Warentest" hat 19 abgepackte Salamis in Scheiben geprüft. Das Ergebnis sei zwar insgesamt erfreulich, so die Tester, aber eine Wurst würden sie sich lieber nicht aufs Brot legen. 

Salami

Geschnittene Salami aus der Kühltheke? Gar nicht mal so schlecht, laut dem Urteil von Stiftung Warentest. Bis auf ein Produkt.

Abgepackte Salami hat einen schlechten Ruf, aber insgesamt schneidet sie bei "Stiftung Warentest" recht solide ab: kein Gammelfleisch, kein Fleisch von nicht ausgelobten Tierarten wie Pferd oder Känguru, keine Salmonellen, keine Listerien. 19 Produkte hat Stiftung Warentest unter die Lupe genommen, lediglich eines fällt durch.

Es gilt: Fast alle Produkte mit typischer Salaminote sind zwar etwas teurer, schneiden aber auch besser als die preiswerteren Produkte mit reiner Pökelfleischnote ab. Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Am besten und exzellent im Geschmack sind vor allem drei Produkte: "Wiltmann Feinschmecker Salami" für 1,99 Euro, gefolgt von "BioLust Bio Salami 1a" für 2,86 Euro und "FrohNatur Premium Gourmet Salami" für 2,49 Euro. Wer auf den Salamigeschmack verzichten kann und die Pökelfleischnote bevorzugt, sollte die Salami "Classic" von Stockmeyer für 1,79 Euro oder die von Lidl/Gebirgsjäger für 50 Cent probieren, empfiehlt Stiftung Warentest.

Eine Salami kommt den Testern nicht aufs Brot

Acht Produkte werden außerdem mit der Gesamtnote "Gut" bewertet, acht mit "Befriedigend". Die Landsalami von Real/Tip fällt negativ auf, weil sie vergleichsweise viele Keime enthält. Das könnte mit ein Grund sein, warum sie im Geruch leicht dumpf und im Geschmack bitter ist, vermuten die Tester. Sie erhält nur die Gesamtwertung "Ausreichend".

Von einer Salami würden die Tester aber die Finger lassen: Zimbo-Gourmet-Salami kommt bei Stiftung Warentest wohl keinem aufs Brot. Denn sie weist einen hohen Gehalt an Mineralölbestandteilen auf. Die Belastung sei sogar "außergewöhnlich hoch" im Vergleich zu allen Lebensmitteln, die je darauf getestet wurden. Andere Salamis weisen im Schnitt 0,9 bis 13 Milligramm je Kilogramm auf. Bei der Zimbo-Wurst fanden die Tester 257 Milligramm (!). Zwar gibt es für Mineralölbestandteile noch keine Grenzwerte, aber die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa stuft diese als "potenziell besorgniserregend ein", da sich die Substanzen in Leber, Milz und Lymphknoten anreichern könnten. Daher gilt: Von dieser Salami lieber die Finger weg.

In allen Salamis – außer der von Alnatura – wird übrigens der Zusatzstoff Natriumnitrit (E 250) verwendet. Der soll gegen Keime wirken und sorgt für die rote Farbe der Wurst. Die Alnatura-Wurst sieht bräunlichrot aus. In erhöhten Mengen könnten aus Nitrit möglicherweise krebserregende Nitrosamine entstehen. Stiftung Warentest gibt aber Entwarnung: In den meisten Salamis waren diese nicht nachweisbar und wenn, dann in geringen Mengen.

 

dsw
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