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Kinderarzt warnt: "Lebenslange geistige Behinderung" – so gefährlich kann vegane Ernährung für Ihr ungeborenes Kind sein

Wer sich in der Schwangerschaft vegan ernährt, könnte das Wohl seines Kindes aufs Spiel setzen. Ein Kinderarzt rät daher vehement: Wer ein Kind erwartet, sollte zumindest Milchprodukte und hin und wieder Fisch zu sich nehmen. 

Vegane Schwangerschaft

Wer einen Kinderwunsch hegt und vegan lebt, sollte frühzeitig mit einem Arzt sprechen

Getty Images

Sich vegan zu ernähren, ist heutzutage etwas ganz Normales. Früher wurden Veganer als Ökos und Alternative belächelt, jetzt hat sich eine ganze Industrie der veganen Ernährung verschrieben. Vom Hype über einen Trend zum Lifestyle - so sehen Veganer ihren Lebensstil eigentlich am liebsten. Und die Beweggründe sind sehr vielfältig: Viele verzichten aus moralischen und ethischen Gründen auf den Fleisch- und Tierproduktgenuss, andere aus gesundheitlichen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt jedoch davor, schon Kinder vegan zu ernähren: "Eine vegane Ernährung hält die DGE im gesamten Kindesalter für ungeeignet." Sie fürchten die Gefahr eines Nährstoffmangels, vor allem für Säuglinge und Kinder könne es zu einer unzureichenden Zufuhr mit Energie, Protein, Eisen, Calcium, Jod, Zink, Vitamin B2, Vitamin B12 und Vitamin D kommen. Die Liste ist lang und auch die der irreversiblen Störungen, die Mangelernährung hervorrufen könnte: Störungen der Blutbildung, Wachstumsverzögerung und neurologische Störungen.

Der Kinderarzt Stefan Eber geht jetzt sogar noch einen Schritt weiter: Wer schwanger ist und vegan lebt, sollte dringend seine Ernährungsgewohnheiten ändern. "Bei den Babys von vegan lebenden Müttern sehen wir immer wieder leichte Beeinträchtigungen der Gehirnfunktion, aber in seltenen Fällen auch sehr schwere Schädigungen", sagt der Kinderarzt auf dem frauenärztlichen Forbildungskongress FOKO in Düsseldorf.

Kind droht lebenslange geistige Behinderung

Das ungeborene Baby braucht Vitamin B12, damit sich das Gehirn richtig entwickelt und wachsen kann. Das wiederum kommt fast ausschließlich in Fleisch und Milchprodukten vor, in pflanzlichen Nahrungsmitteln dagegen nur in Spuren. Zu wenig für den hohen Bedarf eines Embryos. "Wenn das Gehirn des Neugeborenen durch den Vitaminmangel in der Schwangerschaft geschädigt ist, dann können wir Kinderärzte selbst mit hohen Vitamingaben den Schaden nicht mehr vollständig beseitigen. In Einzelfällen droht dem Kind eine lebenslange geistige Behinderung. Ich habe selbst bereits erlebt, dass ein solches Kind auf Dauer auf fremde Hilfe angewiesen bleibt“, betont Eber.

Der Experte rät vegan lebenden Frauen mit Kinderwunsch, frühzeitig ihren Arzt anzusprechen und einen Bluttest auf Vitamin B12 durchführen zu lassen. Genauso auf einen Mangel an Vitamin D, Jod, Eisen, Docosahexaensäure, Folsäure und Zink. Im Falle eines Nährstoffmangels, sollte man bereits vor der Schwangerschaft diesen in hohen Dosen ausgleichen, beispielsweise mit Präparaten - und das möglichst bis zum Ende der Stillzeit.

Risiken der veganen Ernährung in der Schwangerschaft

"Allerdings", so der Kinderarzt, "sollte sich jede vegan lebende Schwangere darüber im Klaren sein, dass ihre Ernährung Risiken für das Wohl des Kindes birgt, die oft unterschätzt werden. Wenn die Frau davon trotz des Risiko für ihr Baby nicht abweichen will, soll sie bereits vor der Schwangerschaft einer Mangelsituation bei ihrem Baby entschieden vorbeugen und eine ausreichend hohe Versorgung mit Vitamin B12, allen Spurenelementen, essentiellen Fettsäuren und Proteinen während der ganzen Schwangerschaft und Stillzeit sicherstellen."

Der Kinderarzt empfiehlt, sich möglichst ab dem Beginn der Familienplanung nicht vegan zu ernähren, sondern zumindest Eier, Milchprodukte und regelmäßigen Fisch zu verzehren. Und nicht nur für die Mutter, sondern auch das Kind selbst sollte nach dem Abstillen Milchprodukte, Eier, Fleisch und Fisch bekommen, um sich gesund zu entwickeln.

Quellen: "DGE", "Berufsverband der Frauenärzte e.V."

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