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Buntes Herbstgericht Selbstgemachte Kürbis-Falafel auf Feldsalat mit gebackenem Ziegenkäse

Rezept selbstgemachte Kürbis-Falafeln
Außen eine knusprige Hülle, innen ein weicher Kern mit würzig-nussigem Geschmack. Dieses Gericht lädt zum Genießen ein. 
© alvarez / Getty Images
Kalte Herbsttage laden zum Experimentieren in der Küche ein. Wie wäre es beispielsweise mit selbstgemachter Kürbis-Falafel? Serviert auf fein-nussigem Feldsalat mit süßen Feigen und gebackenem Ziegenkäse – ein Mahl für Feinschmecker. 

Der Herbst hat offiziell Einzug gehalten und während es draußen stürmisch und regnerisch wird, machen wir es uns daheim so richtig gemütlich. Wärmende Gerichte, herbstliche Gewürze und saisonale Rezepte bringen dabei die passende Stimmung. Ja, der Herbst hat schon was! Neben kuscheligen Nachmittagen auf der Couch, Spaziergängen in der goldenen Herbstsonne und Kürbisschnitz-Wettbewerben eignet sich die anstehende Saison bestens dazu, neue Gerichte auszuprobieren.

Der absolute Star der Herbst-Küche? Natürlich der Kürbis. In Suppen, Eintöpfen und sogar im Kuchen hat das tieforangene Gemüse seinen großen Auftritt. So lecker das Kürbisgewächs aber auch auf traditionelle Weise zubereitet schmeckt, zeigt es sich verarbeitet mit Kichererbsen zu köstlich saftiger Kürbis-Falafel in ganz neuer Form. Kombiniert mit frischem Feldsalat, süßen Feigen und gebackenem Ziegenkäse entsteht ein Gericht, das nicht besser zum Herbst passen könnte.

Während der feine Ziegenkäse förmlich auf der Zunge schmilzt, das nussige Kürbis-Aroma unsere Sinne betört und sich zusammen mit süßen Feigen zu einer Geschmackssymbiose der ganz besonderen Art entfaltet, träumen wir uns davon – hinaus aus dem kalten Deutschland, in die fernen Welten des Orients und Okzidents …

Genuss des Orients: Die Herkunft der Falafel

… Der Ursprung der Falafel findet sich nämlich genau hier. Diese wird mit Vorliebe im vorderasiatischen und nordafrikanischen Raum gegessen.

Genauer Ort und Zeit der Entstehung der Falafel sind nicht bekannt, liegen vermutlich aber einige Jahrtausende zurück. Einige Historiker nehmen an, dass das Gericht in Ägypten entstanden ist. Hier wird die Falafel traditionell "Ta’amia" genannt, koptische Christen sollen Sie als fleischlose und gleichzeitig nahrhafte Speise für die Fastentage zubereitet haben. Andere Historiker hingegen meinen, die Falafel sei im Libanon oder in Palästina entstanden.

Wo auch immer die Falafel herkam, sie entwickelte sich rasch zu einer beliebten Speise und verbreitete sich in Nordafrika, sowie im Mittleren und Nahen Osten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts fanden die knusprigen Kugeln dann ihren Weg nach Israel. Hier erfreuten sie sich vor allem unter jüdischen Einwanderern mit osteuropäischen Wurzeln größter Beliebtheit, die sich von ihren europäischen Einflüssen trennen und stattdessen die lokalen Bräuche Palästinas adaptieren wollten. Die Falafel – als regionales Gericht mit arabischen und palästinensischen Wurzeln – eignete sich dafür bestens. Grund dafür, wieso sie heute zu den Nationalgerichten Israels zählt und meist zur Mezze, dem traditionell arabischen Vorspeisen-Buffet, gereicht wird. Jede Menge Speisen werden hier in kleinen Portionen serviert, sodass sich alle Tischgäste gemeinsam an ihnen bedienen können. Gegessen werden die Vorspeisen meist mit etwas Fladenbrot oder Gegrilltem.

In Deutschland ist die Falafel erst seit den späten 1980er Jahren bekannt und wurde durch arabisch-stämmige Einwanderer eingeführt. Inzwischen bieten immer mehr arabische und türkische Restaurants das Gericht an.

Die Zubereitung

Bei der Falafel im eigentlichen Sinne handelt es sich um einen frittierten Bratling aus pürierten Bohnen oder Kichererbsen, welche zusammen mit frischen Kräutern wie Petersilie und Koriander, Knoblauch und Lauchzwiebeln sowie Gewürzen wie Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel vermengt werden. Geformt zu Kugeln oder Scheiben werden die Bratlinge dann in heißem Öl frittiert. Das Ergebnis? Eine knusprige Hülle und ein weicher Kern mit würzig-nussigem Geschmack. 

Passend zur Saison kreieren wir die kleinen aromatischen Bällchen mit Kürbispürree. Dadurch bekommen sie nicht nur eine tolle Konsistenz, sondern bringen uns zudem in herbstliche Stimmung. Der nussig-fruchtige Kürbis harmoniert hervorragend mit dem mild-nussigen, leicht buttrigem Geschmack der Kichererbsen – fast so, als sollte es nicht anders sein.

Herbstliche Gewürze, nussiges Tahini

Statt Kreuzkümmel, Koriander und Petersilie ergänzen Zimt, Muskatnuss und Nelken den Geschmack der Kürbis-Falafel und bringen herbstlich-winterliche Stimmung in die Küche. Anders als im Originalrezept werden die Falafeln jedoch nicht frittiert, stattdessen wandern sie in den Backofen. Ein wunderbares Röstaroma entsteht, welches sich in der ganzen Wohnung verteilt und die Wartezeit bis zum Verzehr wahrlich zur Qual macht. Keine Angst, die Falafel wird trotz fehlendem Öl-Bad keinesfalls trocken. Das Tahini sorgt für die feuchte Konsistenz und unterstreicht, mit seiner leicht bitteren, nussigen Note, den fruchtigen Geschmack des Kürbis. Bei Tahini handelt es sich um Sesammus. Es schmeckt nicht nicht nur sehr aromatisch und ist vielseitig zu verwenden, sondern außerdem sehr gesund. Sesam ist reich an Calcium, Eisen und Magnesium, sowie Vitamin B1, Vitamin B2 und Vitamin B6.

Feldsalat, Feigen und Ziegenkäse

Die herbstlichen Bratlinge eignen sich hervorragend zum Snack für Zwischendurch, als leckere Füllung in einer Pita-Tasche, im Fladenbrot oder in Kombination mit einem frischem Salat. Passend zur kalten Jahreszeit verwenden wir Feldsalat. Durch seine geringe Frostempfindlichkeit wird er gerne in den Wintermonaten geerntet und bietet dann eine frische Alternative zum eher spärlichen Gemüseangebot. Zudem ergänzt er das Gericht mit seinem fein-nussigem Aroma, die fruchtig-süße Note der Feige hingegen sorgt für einen harmonischen Abgang. Ergänzt vom fein-säuerlichen Aroma eines gebackenen Ziegenkäses entsteht ein Gericht für Genießer und Feinschmecker.

Übrigens: Die Kürbis-Falafel ist sogar glutenfrei und somit auch für Menschen mit einer Glutenintoleranz geeignet.

Rezept für selbstgemachte Kürbis-Falafeln mit Feldsalat, Feigen und gebackenem Ziegenkäse

Zutaten

Für die Falafeln:

  • 300 Gramm Kürbispüree (selbst gemacht oder aus dem Glas)
  • 250 Gramm Kichererbsen, gekocht
  • 2 Esslöffel Tahini
  • 5 Esslöffel Kichererbsenmehl (oder anderes Mehl)
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Ingwer
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • ¼ Teelöffel gemahlene Nelken
  • 1/4 Teelöffel geriebene Muskatnuss

Für den Salat:

  • 150 Gramm Feldsalat
  • 1 Handvoll Cocktailtomaten
  • 4 frische Feigen
  • 1 Rolle Ziegenkäse
  • 5 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Esslöffel Balsamico rot
  • 2 Teelöffel Senf Dijon
  • 2 Teelöffel Honig
Kürbis-Flammenkuchen

Zubereitung

  1. Für die Kürbisfalafel den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Kürbispüree zusammen mit den Kichererbsen und dem Tahini im Mixer oder mit dem Pürierstab zu einer klebrigen Masse pürieren.
  2. Das Kichererbsenmehl und die Gewürze unterrühren und die Masse mit den Gewürzen abschmecken. Sollte die Masse zu klebrig sein, noch etwas Mehl dazugeben.
  3. Mit feuchten Händen etwa kleine Kugeln formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Ofen für 15 bis 20 Minuten backen.
  4. In der Zwischenzeit den Salat vorbereiten: Feldsalat und Cocktailtomaten waschen. Cocktailtomaten halbieren und mit dem Feldsalat in eine Schüssel geben.
  5. Für das Salatdressing Olivenöl, Balsamico, Senf, Honig mit Salz und Pfeffer vermischen.
  6. Den Ziegenkäse in vier Scheiben schneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und zu den Falafeln in den Ofen geben. Für etwa fünf Minuten goldbraun backen.
  7. Den Salat mit dem Dressing anrichten. Die warmen Falafeln aus dem Ofen holen und hinzugeben. Zum Schluss den gebackenen Ziegenkäse auf dem Salatbett anrichten.
  8.  Sofort servieren.

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