Der frühere Fußball-Europameister Karlheinz Förster hält es für möglich, dass der VfB in dieser Saison seine Vizemeisterschaft von 2024 wiederholt. "Ich rechne damit, dass der VfB in seiner aktuellen Form gewinnt", sagte der 67 Jahre alte ehemalige Verteidiger der Stuttgarter vor dem Bundesliga-Topspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Dortmund. Gelänge den Stuttgartern gegen den BVB ein Heimsieg, "kann es am Saisonende heißen: FC Bayern Erster, VfB Zweiter", meinte Förster im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.
Der Tabellenzweite BVB liegt sieben Spieltage vor dem Saisonende acht Punkte vor dem VfB. Die Gastgeber rückten zuletzt mit 14 Punkten aus sechs Spielen ohne Niederlage allerdings auf Rang drei vor. Die Gründe für den sportlichen Aufschwung des DFB-Pokalsiegers, der im aktuellen Cup-Wettbewerb im Halbfinale steht, sieht Förster vor allem in der Arbeit von Trainer Sebastian Hoeneß und der Kaderplanung von Sportvorstand Fabian Wohlgemuth.
"Toptrainer" Hoeneß, gute Transfers von Wohlgemuth
"Der VfB hat in den letzten Jahren eine gute Transferpolitik gemacht. Das ist nicht nur Glück, die haben sehr gut gearbeitet", erklärte Förster. Und seit Hoeneß Anfang April 2023 nach Stuttgart kam, "sieht man, wie die Mannschaft nach oben geht und sich da festsetzt". Der 43-Jährige sei ein "Toptrainer".
In der Saison 2022/23 rettete sich der VfB mit Hoeneß über die Relegation vor dem Abstieg, ein Jahr später führte der Coach die Stuttgarter zur Vizemeisterschaft. Am Ende der vergangenen Saison waren sie zwar nur Neunter, qualifizierten sich durch den DFB-Pokalsieg aber dennoch für die Europa League. Dort schieden sie im Achtelfinale gegen den FC Porto aus.
Förster spielte von 1976 bis 1986 für den VfB und holte mit ihm 1984 einen von bisher fünf Meistertiteln der Stuttgarter. 1980 war der Innenverteidiger mit Deutschland Europameister.