Das Museum Wilhelm Busch in Hannover zeigt seit Freitag neue Ausstellungen zu international renommierten Comic-Künstlerinnen. Unter dem Titel "Ich sehe was, was du nicht siehst!" stehen Arbeiten von Anke Feuchtenberger und Ulli Lust im Mittelpunkt. Die Doppelausstellung läuft bis zum 14. Juni.
"Genossin Kuckuck" erzählt von DDR-Kindheit bis nach Mauerfall
Feuchtenberger eröffnet nach Angaben des Museums einen surrealen, teils autofiktionalen Bildkosmos. Gezeigt werden unter anderem Originalzeichnungen aus ihrem Werk "Genossin Kuckuck", das von einer Kindheit in der DDR bis in die Zeit nach dem Mauerfall erzählt. Auch Arbeiten aus dem Projekt "Die Hure H." sowie frühe Werke, Druckgrafiken und ein animierter Kurzfilm sind zu sehen.
Parallel widmet sich eine zweite Schau dem Werk von Ulli Lust. Präsentiert werden unter anderem Arbeiten aus ihren autobiografischen Graphic Novels "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" und "Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein". Zudem wird ihre jüngste Comicreportage "Die Frau als Mensch" vorgestellt, in der sie sich mit frühen Geschlechterrollen auseinandersetzt.
"Regeln sind zum Brechen da!" für jüngere Besucher
Für jüngere Besucher zeigt das Museum in den Gästezimmern bis Anfang August eine Ausstellung der Zeichnerin Katharina Greve. Unter dem Titel "Regeln sind zum Brechen da!" stehen Comics über Kinder im Mittelpunkt, die gesellschaftliche Rollenbilder hinterfragen.
Im neuen Wilhelm-Busch-Kabinett startet zudem die Reihe "Busch Meets". Den Auftakt macht die österreichische Künstlerin Michaela Konrad mit Arbeiten, die historische Comic-Ästhetik aufgreifen und in Siebdruckplakaten mit Augmented-Reality-Elementen weiterentwickeln. Die Schau ist bis zum 17. Mai geplant.