Der frühere Schalke-Boss Clemens Tönnies hat gelassen auf teils beleidigende Spruchbänder und Plakate gegen ihn reagiert. "Wer sind die Ultras? Eine kleine und laute Gruppe in diesem großartigen Verein. Ehrlich gesagt habe ich mich in meiner aktiven Zeit kein einziges Mal über die vielen Anwürfe und Beleidigungen der Ultras gegen mich geärgert", sagte Tönnies der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".
Während des Heimspiels gegen Dynamo Dresden hatten Fans in der Nordkurve Transparente gezeigt, die sich gegen mögliche Pläne richteten, Tönnies bei der Mitgliederversammlung im Juli ins Ehrenpräsidium des Fußball-Zweitligisten zu berufen. Auf Bannern war unter anderem zu lesen: "Kein Ehrenpräsidium für Ehrenlose. Verpiss dich Tönnies!". Das Verhältnis des Unternehmers zur organisierten Schalker-Fanszene gilt bereits seit vielen Jahren als zerrüttet.
"Ich kann nicht verstehen, warum die Ultras jetzt so für Unruhe sorgen. Völlig unnötig, weil ich mir noch nicht einmal konkret Gedanken zur Anfrage des Ehrenpräsidiums gemacht habe. Es zählt gerade allein der Kampf um den Aufstieg. Da sollten jetzt alle Schalker zusammenhalte", erklärte der 69-Jährige weiter, der von 2001 bis 2020 an der Vereinsspitze stand und den Club weiterhin als Sponsor unterstützt.