Wegen Warnstreiks von Beschäftigten müssen Patienten an mehreren Unikliniken in Nordrhein-Westfalen mit Einschränkungen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag und Mittwoch zu zweitägigen Warnstreiks an den Unikliniken Köln, Bonn und Essen aufgerufen. An der Uniklinik Düsseldorf ist an diesem Dienstag ein eintägiger Warnstreik geplant.
Mit den Warnstreiks will Verdi in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder den Druck erhöhen. Die zweite Verhandlungsrunde ist am 15. und 16. Januar in Potsdam angesetzt. Für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert Verdi sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lehnte dies bisher als unbezahlbar ab.
Einschränkungen für Patienten
Verdi NRW geht davon aus, dass an der Uniklinik Köln zwei Drittel der Operationen am Dienstag entfallen könnten und es erhebliche Auswirkungen auf die Abläufe geben werde. An der Uniklinik Bonn rechnet Verdi damit, dass die Hälfte der Operationen am Dienstag entfallen könnte. Auch an der Uniklinik Düsseldorf geht Verdi davon aus, dass viele OP-Mitarbeiter dem Aufruf folgen.
Mehrere Unikliniken wiesen auf die Warnstreiks und mögliche Auswirkungen hin. So erklärte die Uniklinik Köln, dass von den Einschränkungen Patienten betroffen seien, deren Behandlung medizinisch vertretbar verschoben werden kann. Die jeweiligen Fachbereiche informierten die Betroffenen. Die Versorgung von Notfällen sei sichergestellt, erklärten übereinstimmend Kliniken und Verdi.