Großeinsatz
Castortransporte: GdP warnt vor personeller Überlastung

Eine Vielzahl an Einsatzkräften muss sich für die Transporte bereithalten. Foto: Oliver Berg/dpa
Eine Vielzahl an Einsatzkräften muss sich für die Transporte bereithalten. Foto
© Oliver Berg/dpa
Von Jülich nach Ahaus soll Atommüll auf der Straße durch NRW transportiert werden. Das stellt auch die Polizei vor Herausforderungen.

Angesichts des aufwendigen Atommüll-Transports von Jülich nach Ahaus quer durch Nordrhein-Westfalen warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor Überlastung. "Es wird schon sehr kritisch gesehen, weil es eine Aufgabe zur Unzeit ist", sagte GdP-Landeschef Patrick Schlüter im WDR. Die Einsatzkräfte seien ohnehin mit massiven anderen Aufgaben und einer sich ändernden Sicherheitslage konfrontiert. Deshalb sei die zusätzliche Belastung schwer nachvollziehbar.

Für jeden einzelnen der 152 Castorbehälter, die über einen längeren Zeitraum transportiert werden, muss das Land demnach Tausende Beamte in Alarmbereitschaft halten.

Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte sich zuletzt kritisch geäußert: "Wenn es nach mir ginge, könnte ich auf die anstehenden Castor-Transporte gerne verzichten. Aber die Arbeit der Polizei ist kein Wunschkonzert. Wir können uns die Einsätze nicht aussuchen."

dpa