Streik am Montag und Dienstag
Düsseldorf und Köln/Bonn von Pilotenstreik betroffen

Reisende sollen sich direkt bei den Airlines melden, um Informationen über ihren Flug zu erhalten. (Symbolbild). Foto: Henning K
Reisende sollen sich direkt bei den Airlines melden, um Informationen über ihren Flug zu erhalten. (Symbolbild). Foto
© Henning Kaiser/dpa
Passagiere müssen sich am Montag und Dienstag auch in NRW auf Flugausfälle einstellen. Grund: Die Piloten der Lufthansa-Gruppe sind zum Streik aufgerufen.

Wegen des Streiks der Pilotinnen und Piloten der Lufthansa-Gruppe am Montag und Dienstag müssen sich auch Reisende an den größeren Flughäfen Nordrhein-Westfalens auf Auswirkungen einstellen. Wie viele Starts und Landungen an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn insgesamt ausfallen werden, konnten die Airports am Sonntag noch nicht benennen und rieten Reisenden, sich direkt bei den Airlines zu erkundigen. 

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat ihre Mitglieder bei der Deutschen Lufthansa AG, der Lufthansa Cargo AG, der Lufthansa Cityline GmbH sowie der Eurowings GmbH zum Streik aufgerufen. Der Ausstand soll von Montag 00.01 Uhr bis Dienstag 23.59 Uhr andauern. Bei Eurowings wird demnach nur am Montag gestreikt; betroffen sind alle Flüge, die von deutschen Flughäfen starten. 

Flughäfen: Passagiere sollen sich direkt bei Airline informieren 

Am größten NRW-Flughafen in Düsseldorf sind einem Sprecher zufolge die am Montag angesetzten Verbindungen der Lufthansa nach Frankfurt und München weitgehend annulliert. Von insgesamt 16 geplanten Abflügen seien 14 gestrichen, zwei Verbindungen nach München waren demnach mit Stand Sonntagmittag noch im Flugplan. Zudem seien am Montag rund 90 Eurowings-Abflüge geplant - wie sich der Streik auf diese auswirke, sei aber unklar. 

Der Flughafen Köln/Bonn teilte mit, für Montag seien insgesamt 33 Starts und 34 Landungen von Eurowings geplant. Wie viele der Verbindungen letztlich wirklich von Annullierungen betroffen seien, sei noch unklar. Von der Lufthansa seien am Montag und Dienstag ursprünglich jeweils vier Abflüge nach München und vier Ankünfte aus München geplant. Passagiere seien gebeten, sich direkt bei ihrer Airline über den aktuellen Status ihres Fluges zu erkundigen. 

Keine Einigung im Tarifkonflikt 

Die Vereinigung Cockpit begründete den Streikaufruf damit, dass die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen Willen zu einer Lösung zeige. 

Nach VC-Angaben liegt weder bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa Cityline ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag. Bei Eurowings sei das vorgelegte Angebot zur betrieblichen Altersversorgung inakzeptabel. 

Ein Lufthansa-Sprecher kritisierte, die Kernforderung nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge sei unerfüllbar. Erst am Freitag war wegen eines Flugbegleiter-Streiks die Mehrzahl der innerdeutschen Verbindungen der Lufthansa ausgefallen.

dpa